Harlequin (1980)

Harlequin (1980)

Originaltitel: Harlequin (Dark Forces)
Genre: Mystery-Horror-Thriller
Regie: Simon Wincer
Hauptdarsteller: Robert Powell
Laufzeit: DVD (95 Min) • BD (98 Min)
Label: Alive / Endless Classics
FSK 16

Harlequin (1980)   11.05.2017 von Panikmike

1980 entstand in Australien ein Film über einen Wunderheiler, der von verschiedenen Personen scheinbar als Scharlatan entlarvt wird.  Der extravagante Thriller von Regisseur Simon Wincer ist nun auf Blu-ray in einem Mediabook erschienen und Panikmike erzählt Euch, warum der Film einen gewissen Charme hat…

 

Senator Rast (David Hemmings) lernt auf der Geburtstagsfeier seines Sohnes den Clown Gregory Wolfe (Robert Powell) kennen. Dieser ist aber kein klassischer Clown, sondern ein Wunderheiler mit besonderen Kräften – zumindest behauptet er dies. Da sein Sohn an Leukämie erkrankt ist und seitens der Ärzte keinerlei Heilungschancen bestehen, lassen er und seine Frau Sandra (Carmen Duncan) Gregory zu ihrem Sohn, um seine Behauptungen in die Tat umzusetzen. Am nächsten Morgen schon geht es ihn tatsächlich ein wenig besser, doch nach und nach kommt ans Licht, dass Gregory den verbesserten Zustand mit Medikamenten zum Vorschein brachte und in Wirklichkeit ein Scharlatan ist. Doch was ist Gregory Wolfe denn wirklich – ein Clown, ein Scharlatan oder doch ein Magier mit besonderen Kräften?

 

Simon Wincer ist als Regisseur in unserer Region nicht gerade bekannt, doch einige seiner Werke kennt man dann doch. Einer der bekanntesten Filme ist Free Willy, der auch heutzutage immer noch Diskussionen aufgrund des Inhaltes hervorruft. Sein zweites Werk in seiner Laufbahn ist der uns vorliegende Film Harlequin, der in den meisten Ländern unbekannt ist. Die Geschichte ist die meiste Zeit nachvollziehbar, was aber vor allem am grandiosen Schauspiel von Robert Powell liegt, der den Wunderheiler Gregory sehr gut rüberbringt. Dafür sind die meisten anderen Schauspieler nur ein Beiwerk. Sie machen ihre Sache zwar ganz gut, mehr aber auch nicht. Man kann an dieser Stelle schon fast behaupten, dass der Film ohne Robert Powell nicht gut geworden wäre, denn er ist der alleinige Grund, dass Harlequin einigermaßen gut funktioniert.

 

Die Qualität auf Blu-ray ist ebenso gut wie der britische Schauspieler selbst. Die Überarbeitung ist gut geworden. Lediglich ein paar Szenen, welche in der originalen englischen Sprache mit reingeschnitten wurden, sind vom Alter her schlecht und haben keine gute Qualität. Der Rest ist in HD gut, betrachtet man das Alter des Films von über 37 Jahren. Der Ton ist logischerweise frontlastig und auch nicht in Dolby Digital 5.1 verfügbar, was aber dem Film nicht schadet. So kommt auf der einen Seite noch ein gewisses Retro-Flair auf den Fernseher, zum anderen versteht man die Darsteller sehr gut und auch die Abmischung der Effekte und der Musik ist gelungen. An Extras gibt es leider nichts, außer das Booklet im Mediabook.

 

Bildergalerie von Harlequin (1980) (9 Bilder)

Details zum Mediabook

 

Das Mediabook selbst ist limitiert und trägt auf der Rückseite in gedruckter Form die Limitierungsnummer. Das Originalcover aus den 80ern wurde auch für das Mediabook verwendet und nur minimal geändert, sodass Retrofans voll auf ihre Kosten kommen. Die Rückseite beinhaltet neben drei Szenenfotos auch eine kurze Inhaltsangabe wie auch die Details des Films, inklusive der oben schon erwähnten Limitierungsnummer. Innendrin befinden sich das Booklet mit 20 Seiten, in dem ein Interview mit dem Drehbuchschreiber geführt wurde und natürlich der Film auf DVD und auf Blu-ray.


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Ich kannte den Film bis dato nicht, mich interessierte aber die Geschichte rund um den Wunderheiler, der angeblich ja gar keiner ist. Wie der Film ausgeht und was genau Gregory Wolfe ist, sag ich an dieser Stelle natürlich nicht, aber ich fand die Machart von Harlequin gut und auch einige Effekte im Film. Sobald der Film an Fahrt aufgenommen hat, ist er auch nicht langweilig, doch leider dauert dies in meinen Augen zu lange, sodass es in der ersten Stunde schon hin und wieder zu langweiligen Szenen kommt, die man lieber überspringen würde. Wer sich einen hochkarätigen Thriller erwartet, wird bitter enttäuscht – wer sich allerdings auf ein gewisses Spiel des Harlequins einlässt und das auch noch mit einem Retro-Flair der 80er, der wird gut unterhalten. Von mir gibt’s 7 von 10 Punkte und eine Empfehlung für all diejenigen, die mit älteren und besonderen Filme etwas anfangen können.


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