Hatfields & McCoys

Hatfields & McCoys

Originaltitel: Hatfields & McCoys
Genre: Drama- • Western-Serie
Regie: Kevin Reynolds
Hauptdarsteller: Kevin Costner
Laufzeit: DVD (278Min) • BD (289 Min)
Label: Sony Pictures Home Entertainment
FSK 16

Hatfields & McCoys   19.11.2013 von Panikmike

Aus einer Fehde entwickelte sich über die Jahre hinweg ein richtiger Kleinkrieg. In den vereinigten Staaten kennt fast jedes Kind die Familiennamen Hatfield und McCoy, da sie sprichwörtlich für eine lang anhaltende Feindschaft stehen. Kevin Costner und Bill Paxton zeigen dem Zuschauer in der Mini-Serie Hatfields & McCoys, warum der Konflikt beider Familien zustande kam…

 

Devil Anse Hatfield (Kevin Costner) und Randall McCoy (Bill Paxton) kämpfen im Amerikanischen Bürgerkrieg Seite an Seite. Eines Morgens sattelt Anse sein Pferd und erklärt Randall, dass er keine Lust mehr auf den sinnlosen Krieg hat. Er möchte nach Hause reiten und mit seiner Familie in Frieden leben. Randall findet diese Entscheidung nicht gut, weil er der Meinung ist, dass beide für ihr Land kämpfen sollten. Weil er aber sein Freund ist, lässt er ihn widerwillig davonreiten. Monate später ist der Bürgerkrieg vorbei und Randall kehrt ebenso zu seiner Familie zurück. Als Randall und Anse nach geraumer Zeit das erste Mal wieder aufeinandertreffen, reden sie nur das Nötigste und gehen sich von nun an aus dem Weg. An Randall nagt immer noch die Tatsache, dass Anse ihn und seine Armee-Kollegen im Stich gelassen hat und desertierte. Irgendwie wünscht er sich, dass er Anse damals nicht ohne weiteres hätte ziehen lassen.

 

Die Tage vergehen und die Stimmung zwischen den Beiden wird immer schlechter. Mittlerweile ist aus einer Freundschaft eine Feindschaft geworden, welche sogar auf die Familienmitglieder überschwappt. Die Fehde entwickelt sich zu einem Kleinkrieg, nachdem einer der McCoys ein Mitglied der Hatfields kaltblütig tötet. Der Konflikt eskaliert aber endgültig, als ein Sohn von Anse mit einer Tochter von Randall eine Affäre beginnt. Von nun an fallen täglich Schüsse, der Zimmerer kommt mit der Produktion von Särgen nicht mehr nach und das Wort Rache wird neu definiert…

 

Wird der Krieg irgendwann einmal beendet oder kämpfen die beiden Familien bis auf den letzten Mann? Was wird aus der Affäre der beiden Kinder der  kontrahierenden Familien? Warum kommt keiner der beiden Banden vor Gericht, oder wäre dies dann parteiisch?

 

Der Konflikt der beiden Familien ist keine erfundene Geschichte, sondern beruht auf einer wahren Begebenheit: Zwischen 1878 und 1891 lebten die Hatfields und die McCoys wirklich. Beide Familien wohnten ziemlich nah aneinander und wurden lediglich durch einen Fluss getrennt. Mit der Zeit entwickelte sich ein kleiner Krieg. Die tragische Geschichte wurde von Kevin Reynolds als Mini-Serie mit drei Folgen gedreht. Die Hauptdarsteller Kevin Costner und Bill Paxton schlüpften gekonnt in ihre Rollen und können auf ganzer Linie überzeugen. Doch auch alle anderen Schauspieler haben ihre Sache gut gemacht und können eine gewisse Authentizität in die Serie bringen. Besonders gut sind aber die Settings und die Kostüme gelungen. Auch wenn ich selbst nicht in dieser Zeit gelebt habe, so kann ich mir nach diesem Werk alles sehr gut vorstellen. Trotzdem wurde ich nicht zu 100% mit der Mini-Serie warm, was ich weiter unten im Fazit erkläre.

 

Bildergalerie von Hatfields & McCoys (11 Bilder)

Wer die Wahl zwischen Blu-ray und DVD hat, der sollte klar zur HD-Scheibe greifen. Die gezeigten Bilder sind scharf und detailreich, ein Bildrauschen findet man nur in vereinzelten Szenen. An dieser Serie sieht man klar und deutlich, dass sich die Blu-ray zur DVD immens unterscheiden kann. Die DVD hat zwar auch eine klasse Qualität, kommt aber nicht an die HD-Scheibe ran. Vom Ton her gibt es an dieser Stelle meinerseits nicht zu meckern. Es sind reichlich Effekte vorhanden und diese werden auch von der Dolby Digital Anlage schön im Raum verteilt. Wer sich viele Extras erhofft, der wird leider enttäuscht. Sony hat zwar ein interessantes „Making Of“ und Musikvideos auf die Scheibe gepresst, mehr ist allerdings nicht zu finden – schade!


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Von dem Konflikt beziehungsweise dem Kleinkrieg beider amerikanischen Familien hatte ich vor der Serie noch nichts gehört. Ich war umso gespannter, wie die Fehde entstanden ist und warum die Situation letztendlich eskaliert ist. Alles in allem ist die Serie gut geworden, vom Hocker hat sie mich aber nicht gerissen. Da ich nebenbei auch Deadwood schaue, habe ich einen direkten Vergleich was die damalige Zeit angeht. Der Wilde Westen war rau, die Menschen oftmals aggressiv und das Gesetz anders als heutzutage. Irgendwie habe ich bei Hatfields & McCoys davon zu wenig gesehen und auch der Krieg zwischen beiden Familien beschränkt sich irgendwie auf permanente, unspannende Morde.  Versteht mich nicht falsch, ich möchte nicht alle fünf Minuten Blut und Gedärme sehen, aber das Hin und Her beider Familien hat mich nach einer gewissen Zeit einfach gelangweilt. Ich denke es war weitaus mehr, als ein Kleinkrieg und ein paar Gerichtsverfahren - und genau das ist es, was ich bei dieser Serie vermisse. In Deadwood gibt es zwar eine andere Geschichte und auch drei Staffeln mit weitaus mehr Folgen, dennoch ist in meinen Augen der Unterhaltungsgrad höher.


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