Wie der Titel bereits vermuten lässt, erzählt der Film eine Geschichte über die Schlacht in Stalingrad. Genauer gesagt geht es um drei russische Soldaten, die aus der Gefangenschaft der deutschen Wehrmacht entkommen und Unterschlupf in einem kleinen Dorf auf dem Land suchen. Ob die drei Soldaten in Freiheit leben können oder erneut gefasst werden, erfahrt Ihr bei uns...
In der Zeit des Zweiten Weltkrieges fallen die Soldaten des Dritten Reiches in Russland ein, um die Herrschaft Stalins zu beenden. In Stalingrad kommen viele Soldaten beider Seiten ums Leben, darunter Tausende Zivilisten. Zu Beginn des Films fällt die deutsche Wehrmacht in einen Stützpunkt der Roten Armee ein, um eine weitere
Wunde in die Abwehr Stalins zu schlagen. Ein Kommandant, ein Soldat und ein Scharfschütze können bei dem Angriff entkommen und flüchten in ein Familienhaus, das einige Straßen weiter liegt. Während die Soldaten alle Menschen, die Ihnen in die Quere kommen mit Panzern und schwer bewaffneten Streitkräften umbringen, entschließen sich die Drei Ihre Uniform und damit auch die Bereitschaft, für die Rote Armee zu kämpfen, abzulegen und begeben sich als Zivilisten in die Fänge der deutschen Soldaten. Kurze Zeit später werden sie in Gefangenschaft zu einem nahegelegenen Stützpunkt der Deutschen gebracht - so der Plan. Doch sie können durch Unachtsamkeit seitens der Soldaten in einen nahegelegenen Wald flüchten und schließlich in das Dorf des Scharfschützen entkommen.
Dort gewährt sein Vater, das Oberhaupt des Dorfes, den Dreien in seiner Scheune Unterschlupf. Die russische Polizei-Miliz, die eng mit den
Deutschen zusammenarbeitet, sucht nach den drei Vermissten, um sie ihrer gerechten Strafe zu unterziehen. Wie vermutet taucht einige Tage später der Polizei-Chef im Dorf auf, um den Vater zu befragen. Der Versuch, die Flüchtlinge zu ermorden, wird durch einen Hinterhalt aber vereitelt. Die Ermordung von einem der Polizisten zieht schnell seine Kreise. Schließlich wirft auch die deutsche Wehrmacht ein Auge auf das kleine Dorf und übt Druck auf den Vater des Scharfschützen aus, da vermutet wird, dass er den Flüchtlingen Schutz gewährt. Um ihn zu „brechen“ werden seine beiden Töchter in der alten Schule, dem Gefängnis der Wehrmacht, eingesperrt. Mithilfe der drei Soldaten macht sich das Oberhaupt auf, um seine Töchter zu befreien, als die Wehrmacht mit seinen Streitkräften das Dorf stürmt.
Anfangs hatte ich mich auf einen durchaus guten Film gefreut, denn es gibt so vieles, über was man beim Thema „Stalingrad“ erzählen könnte. Allerdings folgte schnell die Ernüchterung, als mir klar wurde, dass das Kriegsdrama, das hier erzählt wird, nichts mit einem „Heldenkampf in Stalingrad“ zu tun hat. In meinen Augen wurde hier ein falscher Filmtitel gewählt. In dem fast zweistündigen Film wird die Flucht der drei Soldaten erzählt, deren Aufenthalt im Dorf und die Zusammenarbeit des Vaters mit der Polizei-Miliz. Doch gekämpft oder gar geschossen, wie es sicherlich in Stalingrad üblich war, wird zu fast keiner Zeit im Film. Doch nicht nur diese Tatsache war enttäuschend, auch die Dialoge wirken aufgesetzt und vermitteln wenig Spannung. Einen großen Beitrag leisten auch die Schauspieler, mit denen man sich schwer identifizieren kann. Was allerdings mehr als einmal behandelt wird, sind die Triebe der drei Gefangenen gegenüber den Dorfbewohnerinnen, was in meinen Augen ein weiterer Negativpunkt für einen Kriegsfilm ist.
Kommentare
19.11.2011 20:54:39 von Peter Niedermann
Ja, die teutonische Titel-Übersetzung ist total daneben. Und für Sofahelden ist dieser zu Recht preisgekrönte Film - 14 wins, 2 nominations (IMDb) - tatsächlich nicht geeignet...