Heroes of Ruin

Heroes of Ruin

Publisher: Square Enix
Entwicklerstudio: n-Space
Genre: Action
Sub-Genre: Hack and Slay
Art: Midprice
Erscheinungsdatum: 15.06.2012
USK 12

Heroes of Ruin   09.07.2012 von Panikmike

Seit dem Diablo III auf dem Markt ist, sitzen wieder unzählige Spieler stundenlang vor dem PC und zocken sich im wahrsten Sinne des Wortes die Seele aus dem Leib. Selbst wenn ein Spieler viel unterwegs ist, kann nun an diesem Hype teilnehmen, denn von Square Enix erschien ein Hosentaschen-Hack and Slay, welches sogar in 3D präsentiert wird …

Mittlerweile ist es ruhig um Nintendos 3D-Handheld geworden, gute Spiele sind momentan Mangelware. Doch hin und wieder erscheint eine kleine Perle, die man unbedingt spielen sollte. Heroes of Ruin ist so ein Schmuckstück, denn wer das Genre Hack and Slay mag, der sollte auf dieses Spiel unbedingt einen Blick drauf werfen.

Vier in einer Reihe …
Am Anfang darf sich der Spieler, wie bei diesem Genre typisch, einen von vier Charakteren aussuchen. Der Editor ist zweckmäßig, umfangreich ist aber etwas anderes. Es können lediglich ein paar Dinge wie zum Beispiel die Haare verändert werden, richtig viel geht nicht. Es stellt sich an dieser Stelle aber die Frage, ob ein umfangreicher Editor wie zum Beispiel bei Skyrim notwendig ist. Auf dem kleinen Display des Nintendo 3DS würde man viele Kleinigkeiten so oder so nicht erkennen, von dem her reicht es eigentlich. Der Held wird dann noch in einer der vier Speicherbänke abgelegt und schon kann es losgehen. Wer alle vier unterschiedlichen Charaktere spielen möchte, kann dies ohne Löschen eines anderen tun. Zur Auswahl steht der Verteidiger (eine Art Paladin), die Alchitektin (Mischung aus Fernkämpfer und Magier), der Revolverheld (Fernkämpfer mit Pistolen) und der klassische Barbar (brutaler Nahkämpfer). Storytechnisch wird hier zwar nicht Hollywood geboten, die Geschichte rund um die Wächterkreaturen kann sich aber durchaus sehen lassen. Natürlich kommen diverse Elemente wie machtgierige Personen und diverse Streitereien nicht zu kurz.

Viel zu tun in der Hosentasche!
Bei einem Hack and Slay ist die Geschichte aber eigentlich zweitrangig. Wichtig ist vor allem, dass die Steuerung gut funktioniert und das Spiel nach ein paar Stunden nicht langweilig wird. Beide Punkte kann Heroes of Ruin erfüllen, wobei die Abwechslung teilweise auf der Strecke bleibt. Die Level-Abschnitte sind zwar immer wieder anders, trotzdem sieht man im Endeffekt die gleichen Stücke, nur anders angeordnet. Es ist wie ein Legobausatz, den man verschieden zusammenbauen kann. Die Aufgaben im Spiel beschränken sich auf Sachen suchen, Truhen öffnen, bessere Items sammeln und Endgegner plätten. Zur Steuerung gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, hier haben sich die Entwickler spürbar ins Zeug gelegt. Es gibt eine Taste für den Angriff, drei Fähigkeitstasten und diverse Interaktionen mit den Schultertasten. Das Menü wie zum Beispiel das Inventar bedient man via Touchscreen und Tränke werden per Steuerkreuz eingetrichtert. Viel besser hätten es die Entwickler nicht machen können – super!

Allein, zu Zweit oder gleich vier Mitstreiter?
Wer alleine keine Lust hat, der kann sich drei Kollegen schnappen und mit ihnen die Aufgaben erledigen. Ob dies nun auf lokaler Ebene oder übers World Wide Web passiert, ist völlig egal – Heroes of Ruin kann beides. Alles läuft super flüssig und macht jede Menge Spaß, doch diverse Punkte bringen einen negativen Touch ins sonst gute Spielprinzip. Leider gibt es keine faire Beuteverteilung, alles läuft getreu dem Motto: First come, first serve. Nahkämpfer werden also immer schneller Items aufnehmen können, als Fernkämpfer. Wird in einer unbekannten bzw. offenen Gruppe gespielt, dann kann dies schnell zum Problem werden. Ebenso ist der Suchfilter für Mehrspielerpartien eingeschränkt, es kann zum Beispiel nicht nach der Qualität der Verbindung gesuchen werden. Leider führt dies unter Umständen dazu, dass der Spieler aufgrund eines schlechten Pings viele Lags und eine unspielbare Umgebung haben kann. Dummerweise können untereinander nicht einmal Items gehandelt werden, hier ist ein deutliches Manko spürbar. Trotz der Probleme macht das Spiel mit mehreren Fans total Spaß, besonders weil man Bündnisse  schließen kann, die einem verschiedene Boni bringen.

Bildergalerie von Heroes of Ruin (10 Bilder)

Die Technik des Spiels
Grafisch gesehen kann sich das Spiel sehen lassen. Der 3D-Effekt ist sehr ansehnlich und nicht übertrieben. Die Tiefe wird vor allem in den Dungeons erreicht, endlich mal wieder ein grafischer Leckerbissen auf dem 3DS. Der atmosphärische Soundtrack passt dazu genauso gut, wie die gute deutsche Übersetzung. Egal ob gesprochen wird oder aber man die Texte auf dem Bildschirm liest, die Entwickler haben hier sehr gute Arbeit geleistet.

Was gibt es noch?
Das war allerdings noch nicht alles. Wer sein Mikrofon aktiviert hat, der kann mit den Kollegen sogar quatschen. Die Sprachqualität ist gut, jedoch nicht überragend. Dies ist jedoch nicht unwichtig, da die Spieler im Vorhinein Dinge besprechen können und auch sollten. Ebenso gibt es die Möglichkeit, seinen StreetPass zu aktivieren um damit dann mit anderen Spielern Waren zu tauschen. Via SpotPass gibt es dann sogar noch zusätzliche Quests, die für ein wenig Abwechslung sorgen.


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Ich bin begeistert. Heroes of Ruin bietet stundenlangen Spielspaß mit bis zu vier Spielern, die sich lokal oder auch online zusammentun können. Doch zudem macht das Spiel alleine eine Zeit lang Spaß und erinnert in einer weit entfernten Weise an Diablo auf dem PC. Doch wo es eine Sonne gibt, lässt der Schatten nicht auf sich warten. Leider ist der Umfang gering, die Quests wiederholen sich schnell und eine richtige Herausforderung ist das Spiel auch nicht. Gelegenheitsspieler werden sicherlich gefordert, Core-Gamer hingegen haben mit kaum einer Situation Schwierigkeiten. Nichtsdestotrotz macht das Spiel kurzweilig Laune und ist für unterwegs eine gute Alternative zum Lärm der Stadt, den U- und S-Bahnen oder der langweiligen Busfahrt.


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positiv negativ
  • Gute, deutsche Lokalisierung
  • Verdammt viele Items
  • Gut umgesetzter Koopmodus (lokal oder per Internet)
  • Bonusherausforderungen per Internet
  • Sehr präzise Steuerung
  • Umfang für ein Hack and Slay zu gering
  • Nur ein Schwierigkeitsgrad
  • Beuteverteilung beim Mehrspielermodus unfair
  • Umfang vom Charaktereditor sehr mau





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