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Herrscher der versunkenen Welt

Originaltitel: King of the Lost World
Genre: Abenteuer
Regie: Leigh Scott
Hauptdarsteller: Bruce Boxleitner • Jeff Denton
Laufzeit: Ca. 77 Minuten
Label: MIG Filmgroup
FSK 16

Herrscher der versunkenen Welt   05.05.2013 von

Als ein Flugzeug aus unbekannten Gründen über dem tödlichen Dschungel einer unbekannten Insel abstürzt, hätten die Vorbedingungen kaum schlechter sein können. Miserabel animierte Monster strömen nämlich frei herum und die Flugzeuginsassen bestehen allesamt aus unfähigen Schauspielidioten …

 

Für diese Verfilmung seines Stoffes dürfte sich Jules Verne im Grabe umgedreht haben. Es beginnt damit, dass ein Passagierflugzeug über einen fremden Dschungel abstürzt. Warum das passiert wird nie geklärt, aber wirklich wichtig scheint das aus Sicht der Drehbuchautoren auch nicht gewesen zu sein. Natürlich macht sich die Panik unter den Überlebenden breit. Ein Mann ruft nach seiner Frau. Sie sei 78 und er würde sich um sie sorgen. Zwei Szenen später sieht man ihn immer noch suchen. Jetzt beteuert er, dass seine „schwangere“ Frau doch dringend Hilfe benötigt. Das erste Rätsel der Insel ist also bereits gefunden: Wie schafft es eine 78 Jahre alte Frau, schwanger zu werden?

 

Aus dem Nichts reißen zwei bubenhafte Sonnyboys die Führung der Überlebenden an sich. Und das tatsächlich gegen den Widerstand eines muskelbepackten Gegenspielers, der sich alleine durch das Argument „ich halte mich für einen besseren Anführer“ geschlagen gibt. John Roxton und Ed Mallone wissen genau, was getan werden muss. Quer durch den Dschungel vorbei an schlecht animierten Spinnen, Skorpionen und Riesenaffen muss der Sender des abgetrennten Cockpits gefunden werden.

 

Es folgen die üblichen Eingeborenen, der typische Streit zwischen zwei Alpha-Männchen und einige unlogische Zwischenplots. Insgesamt macht das Drehbuch keinen guten Eindruck und wirkt ein wenig so, als hätte es der Autor ein paar Minuten vor Drehbeginn zusammengezimmert. Das ist dann auch an den vielen hanebüchenen Dialogen zu erkennen. Der Rest der Geschichte ist reichlich langweilig. Trotz einer rekordverdächtig niedrigen Laufzeit von 77 Minuten wird der Film sehr schnell unerträglich.

 

Richtig schlecht sind die Spezialeffekte des Filmes, bei denen es anscheinend nicht mal möglich war, auf einen Green-Screen zurückzugreifen. Stattdessen wird auf altbewährte Methodik gesetzt. Sobald ein animiertes Monster auftaucht, wechselt der Film in vielen kleinen Schnitten zwischen diesem und dem schlecht schauspielernden und schreienden Opfer hin und her. Das passt allerdings auch zu der Bildqualität, die aus den 90er Jahren zu kommen scheint und für einen aktuellen Film einfach nur unmöglich ist.

 

Das größte Rätsel des Filmes findet der geneigte Zuschauer auf dem Cover. Dort wird nämlich ein, im Film nicht-existenter, T-Rex abgebildet. So ist man tatsächlich gespannt am Warten, wann dieses urzeitliche Monster in bester Action-Manier gegen einen wütenden King Kong Ersatz antritt. Dieser Kampf ist wie gesagt nie zu sehen, was irgendwie schade ist.

 

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Das Fazit von: Benji

Benji

Was für eine Qual. Diesen Film kann man einfach nicht für voll nehmen. Während dummdreiste Blondinen sich einem unbekannten Eingeborenen hingeben, kämpfen zwei aufgeblasene Spinner um die Führung eines Idiotenvereins. Zwischendrin spielen dann noch ein paar seltsame Drachen mit einem gigantisch schlecht animierten Monsteraffen. Obwohl Jules Verne und ein cool aussehender T-Rex auf der Verpackung stehen, sollte man als Zuschauer die Hände von diesem Film lassen.


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