Hey! Pikmin

Hey! Pikmin

Publisher: Nintendo
Entwicklerstudio: Arzest
Genre: Plattformer
Sub-Genre: Jump 'n' Run
Art: Fullprice
Erscheinungsdatum: 28.07.2017
USK 6

Hey! Pikmin   29.08.2017 von Wolf

"Entdecke die winzige Welt der Pikmin!", lockt der Text auf der Rückseite der Spielschachtel des neuesten Pikmin-Ablegers für den Nintendo 3DS, bleibt dabei allerdings etwas unscharf, worum es in Hey PIKMIN! überhaupt gehen soll? Was sind Pikmin und wieso ist deren Welt so winzig? Angeblich segeln sie durch die Luft, kämpfen und bringen Schätze. Ausgezeichnet! Davon kann man doch nie genug haben, oder doch?


Der Einstieg

 

Ein gewisser Captain Olimar gerät mit seinem Raumschiff in ein Asteroidenfeld und stürzt auf einem fremden Planeten ab. Dabei wird der Treibstofftank des Schiffs beschädigt, so dass sämtlicher Treibstoff verloren geht. Captain Olimar muss sich also neuen Treibstoff besorgen. Der sprechende Bordcomputer des Schiffs detektiert auf dem Planeten Glitzerium, das als Treibstoff verwendet werden kann. 30.000 Einheiten davon müssen gesammelt werden, damit Captain Olimar weiterfliegen kann. Bis auf seinen Jetpack zu nutzen, kann Captain Olimar leider gar nichts, außer in eine Pfeife zu tröten. Glücklicherweise leben auf dem Absturzplanet Pikmin, die es lieben, angepfiffen zu werden und jedem folgen und sich bedingungslos von jedem durch die Gegend schmeißen lassen, der eine Trillerpfeife spielen kann.

 

Das Spiel 

 

Das Spielziel besteht darin, 30.000 Einheiten Glitzerium zu sammeln. Dazu ist die Spielwelt in Gebiete mit jeweils einem bestimmten Thema aufgeteilt. Das erste Gebiet hat beispielsweise ein Vorgartenthema. Im Hintergrund sind riesige Gartengeräte auszumachen. Jedes Gebiet enthält mehrere Level und Geheimlevel. Die Level werden nach und nach durch das Absolvieren vorhergehender Level freigeschaltet. Die Geheimlevel können durch Amiibos freigeschaltet werden. In jedem Level gibt es bis zu 20 Pikmin zu finden, die als willige Diener und Helfer agieren. Man kann sie auf Feinde werfen, Glitzerium einsammeln oder Blöcke zerstören lassen. Die ersten paar Gebiete sind dabei noch kinderleicht zu absolvieren. Der Schwierigkeitsgrad steigt allerdings mit der Zeit an. In jedem Level gibt es zudem mehrere Schätze zu finden, die gleich einige hundert Einheiten Glitzerium einbringen. Am Ende jedes Gebiets steht ein klassischer Bosskampf an. Für das Absolvieren eines Levels ohne Pikmin-Verlust gibt es eine Blumentrophäe. 

 

Die Pikmin, die bei den Ausflügen des Captain Olimar nicht im Rachen eines gewaltigen Küken oder Wurms enden, landen im Pikmin-Park, einem sicheren Bereich, in dem diese weiterhin sklavisch nach Glitzerium für Captain Olimar suchen dürfen. Je mehr Pikmin dort versammelt sind, desto schneller werden die verschiedenen Hindernisse im Park abgetragen und Glitzerium freigelegt. Bei der Glitzeriumsammelei gibt es zirka alle 4000 Einheiten einen kleinen Meilenstein, bei dessen Erreichen das Schiff Captain Olimars Gesundheitsleiste oder Jetpack stärkt. 

 

Es gibt insgesamt fünf Arten von Pikmin: Die roten Pikmin sind die stärksten Kämpfer und zudem feuerfest, die gelben Pikmin sind sehr leicht und können dadurch weiter geworfen werden und sind außerdem unempfindlich gegenüber Elektrizität, die schwarzen Pikmin sind steinhart und zerstören Kristalle und Felsbrocken mit Leichtigkeit, die blauen Pikmin sind hervorragende Schwimmer und damit die einzigen Pikmin, die nicht jämmerlich bei Wasserkontakt ersaufen und die rosa Pikmin können fliegen und somit Dinge über weite Strecken transportieren. Zu Beginn des Spiels wird man immer nur mit einer Art pro Level spielen. Später müssen die Stärken der Arten allerdings kombiniert werden, um die Herausforderungen zu bestehen. 

 

Die Technik 

 

Hey PIKMIN! nutzt leider keine 3D-Darstellung, da das Spiel in den Levels beide Bildschirme des 3DS nutzt. Captain Olimar läuft immer auf dem unteren Bildschirm aber auf dem oberen Bildschirm gibt es häufig einiges zu entdecken. Leider sind die Bilder nicht so zueinander angelegt, dass sie direkt aneinanderpassen, sondern es ist der Spalt zwischen dem oberen und unteren Bildschirm auch tatsächlich im Spiel vorhanden, was dazu führt, dass aus diesem toten Winkel häufiger mal ein Gegner hervorkommt und ein Pikmin frisst. Die Vertonung ist furchtbar eintönig und eine Sprachausgabe gibt es auch nicht, was nicht schlimm ist, da Pikmin eh nicht reden können. Darüber hinaus scheint der Titel noch nicht ganz fehlerfrei zu sein. So passiert es manchmal, dass Pikmin irgendwo hängenbleiben und auch per Pfeife nicht mehr von der eigentlich freien Stelle zu lösen sind.  

 

Bildergalerie von Hey! Pikmin (10 Bilder)


Das Fazit von: Wolf

Wolf

Was soll man sagen? Man kann sehr wohl genug Schätze haben. Hey PIKMIN! ist zu Beginn recht unterhaltsam, zumindest bis alle Pikmin-Arten entdeckt sind. Danach wird es schnell recht eintönig. Wer Amiibo benutzt, wird zudem relativ schnell die 30.000 Einheiten Glitzerium einsammeln können. Schade, aber verständlich, ist, dass die 3D-Darstellung nicht verwendet wird. Auf der anderen Seite könnte die Grafik schon ein bisschen weniger altbacken wirken. Die Vertonung ist furchtbar eintönig und auch der Pikmin-Park liefert kaum Abwechslung zu den einfachen Leveln. Alles in allem ist Hey PIKMIN! ein kurzweiliger Zeitvertreib vor dem nächsten, nicht wirklich schlecht aber auch nicht wirklich gut. Anhänger der Pikmin-Reihe können sicher ebenso zugreifen wie Spieler, die nach unkomplizierter und sanfter Rätselunterhaltung suchen. Für erfahrene Spieler ist der Titel zu leicht. 


Die letzten Artikel des Redakteurs:


positiv negativ
  • Bewährtes Pikmin-Prinzip
  • Leichte Unterhaltung für Anhänger und Gelegenheitsspieler
  • Altbackene Grafik
  • Eintönige Vertonung
  • Generell zu leichter Schwierigkeitsgrad
  • Amiibo-Nutzung macht das Sammeln von Glitzerium zu einfach





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