Hinamatsuri - Vol. 01

Hinamatsuri - Vol. 01

Originaltitel: Hinamatsuri
Genre: Slice-of-Life • Comedy • Fantasy
Regie: Kei Oikawa
Laufzeit: DVD (91 Min) • BD (95 Min)
Label: KSM Anime
FSK 12

Hinamatsuri - Vol. 01   22.01.2020 von MarS

Wenn völlig gegensätzliche Themen in einer Serie aufeinandertreffen, dann kann das in ein ziemliches Chaos ausarten. Oder aber man bekommt eine Animeserie wie Hinamatsuri geliefert...

 

Inhalt

 

Nitta ist Mitglied der Yakuza und genießt sein freies, unabhängiges und finanziell erfolgreiches Leben in vollen Zügen. Das ändert sich schlagartig, als ihm eines Abends ein seltsames Objekt auf den Kopf fällt, aus dem völlig unerwartet ein kleines Mädchen steigt. Hina, so ihr Name, ist jedoch mehr als nur ein ungebetener Gast, denn ganz offensichtlich verfügt sie über psychokinetische Fähigkeiten, mit denen sie Nitta kurzerhand dazu zwingt, sich um sie zu kümmern. Zunächst widerwillig freundet sich Nitta mit der Zeit mit dem Gedanken an, beinahe so etwas wie ein Vater für Hina zu sein, unwissend, was ihn dadurch in Zukunft noch erwarten wird. Denn Hina ist nicht das einzige Mädchen in der Stadt, mit besonderen Fähigkeiten. Außerdem ist sie sehr naiv und tollpatschig, was den Perfektionisten Nitta immer wieder an seine Grenzen bringt...

 

Obwohl Hinamatsuri insgesamt nur 12 Folgen umfasst, ist es nach den ersten vier Episoden noch beinahe unmöglich, die eigentliche Ausrichtung der Serie zu erfassen. Im Moment besteht das Ganze aus einem seltsamen, wenn auch sehr unterhaltsamen Mix, der einfach nicht eingeordnet werden kann. Hier treffen Slice-of-Life Elemente auf Fantasy, beinahe schon slapstickhafter Unsinn auf Sozialkritik, zwischenmenschliches Drama auf brutale Clan-Konflikte, und doch ergibt alles im Gesamtbild ein ansprechendes, beinahe surreales Konstrukt, das einen mühelos bei der Stange hält. Selbstverständlich sind nach vier Episoden noch deutlich mehr Fragen im Raum, als bislang beantwortet wurden, und auch die doch recht hohe Anzahl an Figuren, welche im Fokus stehen, verhindert momentan noch eine ausführliche Vertiefung der Charaktere. Gerade das lässt Hinamatsuri bislang aber sehr interessant wirken, was sich hoffentlich in den folgenden Volumes weiter bestätigen wird. Bis es soweit ist, hat man mit der Serie aber zweifellos eine Menge Spaß, denn auch wenn das Ganze viele unterschiedliche Bestandteile miteinander verbindet, so steht doch der Humor klar an vorderster Stelle. Dieser ist allerdings die meiste Zeit über rabenschwarz und bestimmt nicht für Jedermann geeignet.

 

Die Animationen aus dem Studio feel. sind recht hart und haben einen ganz eigenwilligen, comichaften Stil. Dennoch ist sowohl das Charakterdesign als auch das Design von Settings und Locations gut ausgearbeitet und voller Details. Stilbedingt sind die Kantenverläufe nicht immer sauber, was aber sehr gut mit der übrigen Gestaltung harmoniert. Die deutsche Synchronisation ist durchwegs gelungen, ebenso wie das Sounddesign innerhalb der Serie. Der Soundtrack ist harmonisch und wird dabei nur dezent zur Stimmungsunterstützung eingesetzt. Opening und Ending passen ebenfalls gut zum Gesamtkonzept.

 

Bildergalerie von Hinamatsuri - Vol. 01 (9 Bilder)

Details der Blu-ray

 

Die Blu-ray bietet eine sehr gute Schärfe. Die Farben sind kräftig, wenn auch oftmals ein wenig reduziert, ebenso wie der hin und wieder etwas weichere, ansonsten aber sehr satte Kontrast. Als Stilmittel ist diese Abwechslung gut ausbalanciert. Der Ton ist überwiegend frontlastig, jedoch sehr klar und sauber abgemischt. Die umliegenden Boxenbereiche werden entsprechend der meist sehr ruhig voranschreitenden Erzählung nur vereinzelt und sehr dezent eingesetzt.

 

Episodenguide

 

  • Episode 01 - Das psychokinetische Mädchen
  • Episode 02 - So führt man einen Kampf mit Superkräften!
  • Episode 03 - Obdachlosigkeit für Anfänger
  • Episode 04 - Rock´n´Roll der Verbannung


Cover & Bilder © KSM Anime


Das Fazit von: MarS

MarS

Nach nur vier Episoden ist es eigentlich unmöglich, Hinamatsuri richtig einzuordnen oder die eigentliche Richtung der Handlung zu erahnen. Der eigentlich wirre Genremix zeigt sich aber äußerst unterhaltsam und verbindet die Themenkomplexe unerwartet harmonisch, was zweifellos das Interesse beim Zuschauer weckt. Man darf gespannt sein, was Hinamatsuri in den kommenden Volumes noch zeigen wird. Eines ist aber gewiss: Wer schwarzen Humor und Sarkasmus mag, der wird hier auf jeden Fall seinen Spaß haben...


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