How to Survive 2

How to Survive 2

Publisher: 505 Games
Entwicklerstudio: Eko Software
Genre: Action
Sub-Genre: Survival
Art: Lowprice
Erscheinungsdatum: 06.02.2017
USK 18

How to Survive 2   26.03.2017 von GloansBunny

Redakteurin GloansBunny ist ein wahrer Profi, wenn es um Zombie-Apokalypse und Überleben geht, zumindest virtuell. Ob sie mit dem Action-Game How to Survive 2 aber genauso viel Spaß hat wie mit anderen Genre-Vertretern, klärt folgendes Review...

 

Hallo Ihr da draußen!

 
15 Jahre ist es nun her, dass sabbernde Untote entschieden haben, durchs Land zu ziehen und stöhnend für Unruhe zu sorgen. Gut, Louisiana war noch nie die Party-Hochburg schlechthin, aber unter Action und Entertainment hätte ich mir trotzdem etwas anderes erhofft, als gammelnde Fleischsäcke auf zwei oder manchmal auch keinen Beinen. Tja, dumm gelaufen, die Apokalypse ist nun mal da und all das Jammern hilft herzlich wenig. Ein schrulliger Typ Namens Kovac hat mich zum Glück unter seine Fittiche genommen und das 1x1 der Überlebenskünste gelehrt. Feuer machen und Waffen aus Schrott basteln kann ich besser als MacGyver und Rambo zusammen. Ich weiß, ich bin nicht der einzige, der irgendwo im Nirgendwo ganz auf sich alleine gestellt ist, Zombies mit Ästen oder Steinen die morschen Schädel einschlägt und im wahrsten Sinne des Wortes Müll frisst, um in dieser am Abgrund stehenden Welt zu überleben. Wenn also jemand dort draußen meine Nachricht hört, egal ob Mann, Frau, Kind oder Hund: gebt nicht auf! Haltet durch! Ich habe ein Lager mit Mauern, Essen, Medikamenten, ich biete Euch Unterschlupf und Sicherheit. Kommt her und kämpft an meiner Seite für eine bessere Zukunft! Ihr seid nicht alleine!
 
Ich warte auf Euch in meiner Basis am Waldrand. Ist echt idyllisch da!
 
Gruß 
Euer Überlebender
 
P.S.: Die Party findet von 0 Uhr bis 23.59 Uhr statt, der Eintritt ist kostenlos. Über kleine Gastgeschenke wie Maschinengewehre, Shotguns oder Raketenwerfer würde ich mich sehr freuen.
 
 
Steuerung und Sound
 
Das Controllerlayout von How to Survive 2 orientiert sich an der typischen Genre-Belegung und ist ebenso wie das Inventarmenü übersichtlich gestaltet. Ein kleines Tutorial zu Beginn des Abenteuers weist Euch in die nicht gerade hohe Kunst der aktiven und passiven Aktionen ein. Kleinere Schwächen wie die trägen Reaktionen auf Kamera- und Charakterbewegungen sowie eine etwas chaotische Menüsteuerung per Mauszeiger bügelt das Spiel durch ein intuitives Crafting-System mehr schlecht als recht aus, da im Kampfgetümmel gerne einmal die Orientierung flöten geht.
 
Im akustischen Bereich lockt How to Survive 2 auch keinen Zombie hinterm Ofen hervor. Die Vertonung der Untoten beschränkt sich auf monotone, wenig eindrucksvolle Schmatz- und Kreisch-Laute und auch die Umgebungs- und Kampfgeräusche schinden bei Genrekenner kaum mehr als ein müdes Lächeln. Neben dem rockigen Soundtrack, der sich unaufdringlich im Hintergrund hält, kann aber zumindest auch die ambitionierte deutsche Synchronisation überzeugen.
 

Bildergalerie von How to Survive 2 (12 Bilder)

Grafik, Gameplay und Umfang
 
Optisch präsentiert sich How to Survive 2 in isometrischer 2,5D-Vogelperspektive in einer semi-offenen Spielwelt, die primär in Wald- und Stadtgebieten angesiedelt ist. Die Grafik hat sich im Vergleich zum 2013 erschienenen ersten Teil der Serie wenig verändert und bewegt sich auf gehobenem XBox 360-Niveau. Grobkörnige Texturen, hakelige Animationen und liebevolle, aber unscharfe Details prägen das blasse, aber atmosphärische Kulissendesign. Schön ist sicherlich anders, wobei man aber das geringe Budget berücksichtigen sollte. Umso erfreulicher stechen Euch die durchaus gelungenen Licht- und Schatteneffekte sowie Wasser- und Feuer-Animationen ins Auge.
 
In Sachen Gameplay liefert How to Survive 2 eine gesunde Mischung aus Crafting- und Action-Elementen garniert mit einem Hauch Survival. Nach einer kleinen Einführung und sehenswerten Rückblenden im lässigen Comic-Look wirft Euch das Spiel direkt hinein in die von Zombies besiedelte Wildnis. Auf der Suche nach dem Sinn trefft Ihr bald auf den Überlebenden Kovac, der Euch Nachhilfeunterricht in den Themen Survival und Basen-Bau erteilt. Zunächst nur mit einem Baseballschläger bewaffnet schnetzelt Ihr Euch durch zahlreiche, mit wenig gefährlichen Zombies besiedelte Wald-, Stadt- und Untergrund-Areale, sammelt allerlei Materialien wie etwa Schrott, Nahrungsmittel, Stoff und Holz ein und errichtet Euch eine eigene kleine Basis. Diese dürft Ihr nach Belieben erweitern, verbessern und umgestalten, indem Ihr gefundene Ressourcen via Crafting-Menü zu beispielsweise einer Kochstelle, einer Funkstation oder einem Lager verbastelt. Nach und nach lockt Ihr so neue und witzig geschriebene Überlebende in Euer Camp, die die Gemeinschaft verstärken und den Weg zu einer neuen Zivilisation ebnen. 
 
Rund zwei Drittel des etwa 12 Spielstunden umfassenden Abenteuers verbringt Ihr mit der Suche nach Rohstoffen, die gelegentlich durch kurzweilige, lohnenswerte Missionen der schrägen NPCs aufgelockert wird. Die sich unweigerlich in den Weg stellenden Zombies verarbeitet Ihr obligatorisch zu Pixelbrei und investiert die dafür erhaltenen Erfahrungspunkte in die Fertigkeiten Marke Stärke, Ausdauer und Gesundheit Eures Charakters. Der Stufenaufstieg entpuppt sich dabei allerdings als langwieriger Zeitfresser, der taktisches Feingefühl erfordert, denn den Hauch Survival-Genre darf man nicht unterschätzen. Eure Figur verbraucht durch diverse Aktionen Energie, verspürt Hunger und Durst und kann sterben, wenn Ihr die Grundbedürfnisse nicht stillt. Wohl dem, der ein paar Flaschen Wasser, ein paar Konserven und ein Verbandspäckchen im erweiterbaren Rucksack hat! Und wer nichts findet, der craftet sich ganz einfach die benötigten Hilfsmittel. Die nötigen Baupläne vorausgesetzt, landen so fette Lebensspender, aber auch schlagkräftige Nah- und Fernkampfwaffen in Eurem Inventar. Doch was zunächst umfangreich und unterhaltsam klingt, mutiert schnell zum Spielspaß fressenden Gameplay-Desaster. Das immer gleiche Leveldesign, die fehlende Abwechslung im Ablauf und stumpfes, anspruchsloses Zombie-Hackfleisch produzieren sorgen nicht gerade für Langzeitmotivation. Lediglich der kooperative Multiplayermodus für bis zu vier Spieler kann den Fun-Faktor ein wenig heben. Gemeinsam sammeln, kämpfen, ausbauen und überleben macht Laune- sofern die mit Verbindungsproblemen behafteten Server mitspielen...

Das Fazit von: GloansBunny

GloansBunny

How to Survive 2 ist eine im Grundgedanken gelungene Kombination aus Action, Survival und Crafting, garniert mit einem Hauch Basen-Management und jeder Menge Zombies natürlich. Zu Beginn hat man viel Spaß, kann mit und über die schrägen NPCs lachen, unzählige Untote zerhäckseln und das umfassende Crafting-System bestaunen. Doch der Spielspaß geht schneller verloren, als man "blassblauer Baseballschläger" sagen kann. Das repetitive Kulissendesign, das immer gleiche Gameplay und die schlechte Balance zwischen Sammelaufgaben und tatsächlichen Missionen frustrieren schon nach wenigen Spielstunden. Lediglich der kooperative Multiplayermodus macht mit den passenden Mitspielern etwas mehr Spaß, hat aber mit Verbindungsproblemen und leeren Servern zu kämpfen. Für Zwischendurch ist How to Survive 2 geeignet, stundenlangen Spielspaß sollte man aber nicht erwarten.


Die letzten Artikel der Redakteurin:


positiv negativ
  • Gelungene Mischung aus Survival und Zombie-Action
  • Umfangreiches Crafting-System
  • Spassiges Basen-Management
  • Witzige Haupt- und Nebenfiguren
  • Gute deutsche Synchronisation mit lustigen Sprüchen
  • Atmosphärische Semi-Open World
  • Kaum Abwechlsung im Gameplay
  • Leveldesign repetetiv
  • Schlechte Balance zwischen Sammelaufgaben und wirklichen Missionen
  • Grafik und Sound nur mittelmäßig





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