I am Bread

I am Bread

Publisher: Koch Media
Entwicklerstudio: Bossa Studios
Genre: Simulation
Sub-Genre: Geschicklichkeit
Art: Lowprice
Erscheinungsdatum: 12.06.2015
USK 0

I am Bread   10.08.2015 von VanTom

„Auf die Plätze, fertig, … Toast!“ diese Worten stehen hinten auf der Verpackung der Boxed Version von I am Bread. Diese Worte passen sehr gut zu dem Spielgeschehen, und anlässlich der Boxed-Version schauen wir uns I am Bread einmal an. Da unserer Redakteur einiges mit einer Scheibe Weißbrot (gleiche navigatorischen Fähigkeiten) teilt, kann er sich sehr gut in die tiefere Psychologie einer Scheibe Brot hineindenken. Die vor ihm stehenden Aufgaben sollten unter diesen Umständen einfach zu lösen sein. Inwiefern ihm das gelang und wie gut I am Bread dieses komplizierte Thema umsetzt, soll im Folgenden beschrieben werden ...

 

I am Bread simuliert das Leben von Gebäck. So gibt es verschiedene Spielmodi, welche durch unterschiedliche Gebäcksorten bestritten werden. Diese Auswahl können wir wo treffen? Klar am Kühlschrank! Hier legen wir fest, welchen Modus wir nun spielen wollen. Dazu können über einen Kalender (welcher an eben diesen Kühlschrank befestigt ist) die Wochentage und somit die unterschiedlichen Level ausgewählt werden.

 

Entscheiden wir uns für den ersten Modus, welcher als Story Mode bezeichnet wird, sind wir eine Scheibe Weißbrot. Was ist das Höchste für eine einfache Scheibe Weißbrot? Genau, wenn Sie getoastet wird und somit den Ritterschlag zu einem leckeren goldenen Toastbrot erhält. Nun ist das Leben für eine Scheibe Weißbrot auf dem Weg zum rettenden Toaster aber nicht gerade einfach. Wir müssen aufpassen, dass wir nicht auf dem schmutzigen Boden fallen. Dies reduziert ansonsten die Genießbarkeit unseres Weißbrots. Die Genießbarkeit unserer tapferen Scheibe wird durch einen Balken dargestellt. Ist dieser Balken bei Null ist unsere Brots nicht mehr genießbar und kann nie mehr ein Toast werden. Es gilt nun also nach Möglichkeit nicht auf den Boden oder in den Schmutz zu fallen um eine Verunreinigung unseres Brots zu vermeiden. Dies gestaltet sich aber als nicht ganz einfach. Schon im ersten Level befindet sich der Toaster auf der anderen Seite des Zimmers, durch eine Anrichte getrennt. Hier gilt es nun zu überlegen, wie wir am sichersten dorthin gelangen können ohne ungenießbar zu werden. Das Weißbrot lässt sich am besten über einen Controller spielen. Dabei wird jeder Ecke der Brotscheibe von einem Knopf am Gamepad repräsentiert. Mit Betätigen des entsprechenden Knopfs „saugt“ sich das Brot an dieser Stelle fest. Damit werden uns „Gehmöglichkeiten“ gegeben indem wir uns an einer Seite festsaugen und dann überschlagen. Wir können uns aber auch nur an einer Seite festsaugen und dann leicht werfen. Alles in allem erfordert die Steuerung ein hohes Maß an Koordination, dass die Scheibe sich auch in die Richtung bewegt, in die es sich auch bewegen soll. Diese Steuerung funktioniert in der Waagerechten. Genauso kann das Brot sich aber auch an Vertikalen bewegen, wenn es die entsprechenden Fläche findet. So können wir uns eine Wand hoch bewegen in dem wir uns an einer Ecke „festsaugen“ und dann eine andere Ecke „hochziehen“ und diese dann wieder „festsaugen“. Es ist schwer zu beschreiben. Nun steht uns diese Saug- oder Grapfähigkeit aber nicht unbegrenzt zur Verfügung, sondern ist zeitlich begrenzt. So müssen wir uns beeilen nach oben zu kommen um nicht auf den schmutzigen Boden zu fallen. Zusätzlich dazu können wir auch bewegliche Gegenstände, wie beispielsweise Gläser, festhalten und diese werfen. Dies kann interessant sein, wenn die Butter durch einen Deckel verschlossen ist. Dann können wir den Deckel halten, uns an den Ecken festsaugen und versuchen den Deckel wegzubewegen. Nun gibt es auch Dinge mit denen sich eine Scheibe Brot einreiben kann. Mit der Butter erhält das Brot eine erhöhte Gleitfähigkeit. Das Brot hat zusätzlich zur Fähigkeit sich festzuhalten auch die Möglichkeit sich leicht auf dem Boden zu bewegen. Mit der Butter verstärkt sich diese Fähigkeit. Dagegen scheint Marmelade die Haftfähigkeit des Brots zu erhöhen. Mit diesem Wissen gerüstet, versuchen wir nun den Toaster zu erreichen. Dies gelingt dann auch, aber schon im nächsten Level, dem Wohnzimmer, wird es schwieriger, da es hier keinen Toaster gibt, sondern nur eine ausgeschaltete Heizung ...

 

Der nächste Modus ist das Kringelrennen. Hier spielen wir einen Kringel, der innerhalb von kürzester Zeit einen Hindernisparcours überwinden muss. Der Kringel bewegt sich eigenständig muss aber eben gesteuert werden und er hat ebenfalls die Fähigkeit, sich kurzfristig festzuhalten. Aufgrund der Zeit ist es aber geboten die Hindernisse schnell zu überwinden. Alles in allem eine spaßige Angelegenheit.

 

Dann gibt es einen Randale-Modus. In diesem Modus spielen wir eine Baguette und tun was Baguettes im allgemeinen tun ... wir randalieren durch den Level und versuchen innerhalb eines Zeitintervalls möglichst viel Schaden anzurichten. Dies kann über zerbrochene Gläser und Teller bis weitere Teile der Einrichtung gehen.

 

Im Modus Käsejagd sind wir ein Knäckebrot und wollen was jedes Knäckebrot tief in seinem Innersten will: wir wollen mit stinkigen Käse belegt werden. Dazu muss das Knäckebrot aber fünf Käsestücke, welche im Level versteckt sind, erreichen. Diese sind durch eine kleine Duftwolke markiert. Ein Knäckebrot ist natürlich nicht so weich, wie ein Toastbrot und scheut keine Verunreinigung, es muss nur Angst um seine Integrität haben und sollte aus diesem Grund nicht aus zu hoher Höhe fallen. Berücksichtigt man dies, so steht der fröhlichen Käsejagd nichts im Weg.

 

Ein kleiner Schritt für das Brot, aber ein großer Schritt für die Backwaren. Im Null G-Modus herrscht Schwerelosigkeit und wieder muss die Scheibe Weißbrot den Toaster erreichen. Die gesamte Einrichtung schwebt aber und auch das Brot muss sich mittels sechs Schubdüsen (wahrscheinlich sind es auch mehr, weil jede Schubdüse in mehrere Richtungen agieren kann) bewegen. Vier davon sind jeweils an den Ecken der Scheibe angebracht, während die Düse unter (oder oberhalb) der Scheibe für vor und zurück zuständig ist. Alles in allem handelt es sich hier um einen schweren Modus, denn auch der Toaster bewegt sich leicht. Hier ist noch mehr Koordination und Fingerspitzengefühl gefragt.

 

Bildergalerie von I am Bread (17 Bilder)

Daneben gibt es noch das freie Spiel. Brot sein, ohne eingeschränkt so sein. Hier können die Level unbeschwert erforscht werden.

 

Als letzten Modus gibt es noch eine Art Star Wars-Parodie. Wir spielen eine Scheibe Brot, welches als Raumjäger der Rebellenbrote daherkommt und gegen TIE-Brote. Wir versuchen Meteoriten und gegnerischen Laserstrahlen auszuweichen. Dieser Modus ist ganz nett, konnte mich aber nicht wirklich fesseln.


Das Fazit von: VanTom

VanTom

Bei I am Bread handelt es sich um eine nicht ganz ernst gemeinte „Simulation“ einer Scheibe Brot. Die Grafik und Musik kommen dabei angemessen daher und passen zu dem verrückten Szenario. Es wurde sogar daran gedacht, das sich der Kontakt mit den diversen Oberflächen auf das Aussehen des Brots auswirken. So können wir Butter und Marmelade jeweils auf der Seite erkennen, welche damit in Berührung gekommen ist. Genauso wirkt sich aber der Kontakt mit dem Boden aus. Ein Weißbrot mit Fusseln und Dreck sieht nicht lecker aus. Denn Schwierigkeitsgrad habe ich als schwer gefunden. Vor allem die Navigation bei keiner Schwerkraft erfordert Geduld und kann schnell frustrieren. Es ist aber auch sehr befriedigend, wenn das Brot endlich die Wand erklettert hat und dann nach langen Kampf im Toaster liegt. Alles in allem kann ich mir vorstellen ab und an eine Runde Brot zu spielen. Für Leute die gerne mal ein Brot sein wollen und alle die Geschicklichkeitsspiele mit hohem Schwierigkeitsgrad mögen kann dieses Spiel getrost empfohlen werden. Für Menschen mit einer geringen Frustrationstoleranz ist das Spiel eher nicht geeignet!


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positiv negativ
  • Schöne und passende Grafik
  • Viel Liebe zum Detail
  • Einmal ein Brot sein
  • Viele verschiedene Spielmodi
  • Sehr schwer
  • Komplizierte Steuerung





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