In den 70er und 80er Jahren waren Horrorfilme der große Hit. Neben Filmen wie ´Texas Chainsaw Massacre´ machten auch Gewalt-Streifen ihre Runde. Die bekanntesten aus dieser Zeit waren ´Last House on the Left´ und ´Day of the Woman´, welcher später in ´I spit on your Grave´ umbenannt wurde. Nun gibt es ein Remake dieses Films, den wir mal unter die Lupe genommen haben…
Die Schriftstellerin Jennifer Hills macht sich auf dem Weg zu einer abgelegenen Hütte um in Ruhe ihr neues Buch zu schreiben. Nur wenn sie ausgeglichen, ruhig und alleine ist kommen ihr die Ideen zu einer Story. Die hübsche Frau ahnt aber nicht, dass sie in dem Haus keine Ruhe haben wird. In einer der ersten Nächte wird sie von einer Gruppe Einheimischer überfallen und vergewaltigt. Sie leidet Qualen und würde lieber sterben, als sowas nocheinmal durchleben zu müssen. Als sie sich von der Gruppe
losreißen kann und versucht zu fliehen, hat sie keine Energie mehr. Kraftlos fällt sie in einen Fluss und wird von den Wellen weggetragen. Da die Gruppe aber befürchtet, sie könnte dies überleben, wollen sie sie tot sehen. Tage vergehen, doch die Leiche ist nirgends auffindbar. Die Männer haben sich wieder beruhigt und gehen ihren normalen Berufen nach. Doch plötzlich taucht Jennifer aus dem Nichts auf und schwört auf Rache…
Die 70er und 80er waren schon hart. Nicht nur dass das Leben damals anders war als jetzt, nein auch die Filme waren besonders. Das Untergenre „Rape and Revenge“ (Vergewaltigung und Rache) war ein großes Thema und wurde öfters behandelt, wie auch in „I spit on your Grave“. Bei diesem Remake wird es wie damals ebenso eine zweigeteilte Meinung geben. Die Einen werden diesen Film lieben, die andere Seite hingegen wird sich ekeln und wundern, wie ein Regisseur sowas nur drehen kann. Problematisch wird es, wenn man die Filme der damaligen Zeit mit den Remakes vergleicht. Der Geist des Films ist leider verflogen, was dieses Remake eindeutig beweist. „Last House on the Left“ war ein Film, der noch durch eine dichte Atmosphäre und guten Ideen überzeugen konnte, „I Spit on your Grave“ hingegen schafft dies nicht so wirklich. Der Psychoterror der Protagonistin kann zwar im Laufe des Films überzeugen, doch die Härte des Originals wird nicht erreicht. Ebenso sind die Ideen zwar kranker Natur, doch wirken sie nicht zu 100% professionell. Daher flacht die Geschichte und somit auch der gesamte Streifen in der zweiten Hälfte ab. Die Racheszenen wirken teilweise aufgesetzt und können den Zuschauer nicht überzeugen. Ebenso fällt die Qualität der Dialoge in den Keller, sie sind vorhersehbar und voller Klischees.

Bei der Qualität der Blu-ray hat man sich allerdings ins Zeug gelegt. Die Außenaufnahmen wirken authentisch und kommen gut zur Geltung. Die Farben sind ein wenig blass, was aber als Stilmittel eingesetzt wurde. Ein Bildrauschen findet man selten, daher ist die Gesamtqualität auf hohem Niveau. Der Ton ist ebenso gut gelungen. Die Trennung der Kanäle ist gut, die Dialoge sind verständlich und der Bass wirkt. Leider zu wenig, da der Film generell selten Effekte aufzuweisen hat. Beim Bonusmaterial hat sich Sunfilm nicht viel einfallen lassen. Man muss jedoch erwähnen, dass wir die Verleih-Version getestet haben und nicht die Kauf-Version.
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