Impossible Creatures Steam Edition

Impossible Creatures Steam Edition

Publisher: Nordic Games
Entwicklerstudio: Relic Entertainment
Genre: Strategie
Sub-Genre: Realtime Strategie (RTS)
Art: Downloadtitel
Erscheinungsdatum: 12.11.2015

Impossible Creatures Steam Edition   29.12.2015 von VanTom

Impossible Creatures ist kein neues Spiel werden viele richtig sagen - es ist aber neu auf Steam erschienen. Grund genug uns den Titel in der Steam-Version anzusehen und Euch zu sagen, ob der Titel auch heute noch Spaß macht und sich der Kauf lohnt... 

 

Das Spiel kam ursprünglich 2002 auf dem Markt und wurde von Relic Entertainment entwickelt. Als Publisher trat damals Microsoft Studios auf. Nun hat sich Nordic Games dem Titel angenommen und für die moderne Zeit und den Vertrieb auf Steam vorbereitet. So wurde beispielsweise die Online-Funktionalität auf Steam umgestellt, so dass auch Einladungen an Freunde verschickt werden können. Es wurde an aktuelle Systeme angepasst und läuft auch auf höheren Auflösungen. Es sind alle erschienen Patches und DLC enthalten, sowie die Unterstützung für den MOD SDK, so dass das Spiel auch erweiterbar ist.

 

Doch gehen wir zunächst darauf ein, um was für ein Spiel es sich handelt. Grundsätzlich ist Impossible Creatures ein Realtime-Strategie-Spiel. Es gibt einen Einzelspieler- und, wie schon gesagt, einen Multiplayer-Modus. Im Einzelspieler-Teil lernen wir den Charakter Rex Chance kennen. Dieser hat nicht nur einen komischen Namen, sondern auch einen Vater namens Dr. Eric Chanikov (klar von Chanikov zu Chance). Bei Dr. Chanikov handelt es sich um einen Wissenschaftler, welcher sich nach einem gescheiterten Experiment - bei dem er auch seine Frau verloren hat - ins Exil begibt. Aus diesem Exil (einer abgelegenen Inselkette) heraus meldet er die Entdeckung der Sigma Technologie. Mit dieser Technologie sei es möglich zwei Organismen zu einem lebensfähigen Organismus zu verschmelzen. Tolle Sache, wenn es möglich ist eine Mücke mit einem Elefanten zu verschmelzen. Die Technologie wird von der Wissenschaftselite ignoriert und gerät so in Vergessenheit. 1937 schreibt Dr. Chanikov einen Brief an seinen Sohn, weil er sein baldiges Ableben befürchtet und seinen Sohn noch einmal sehen möchte. Dieser macht sich also auf den Weg und findet heraus, dass sein Vater von dem skrupellosen Tycoon Upton Julius umgebracht wurde. Rex schwört Rache und wird dabei von der ehemaligen Assistentin seines Vaters, Dr. Lucy Willing, unterstützt. 

 

So lernen wir im Spiel die Sigma Technologie kennen. Dazu muss Rex zunächst Proben von auf den Insel lebenden Tieren sammeln. Aus diesen Proben können wir nun jeweils zwei Tiere kombinieren und unserer Armee hinzufügen. Dabei verfügen viele Tiere über Sonderfähigkeiten, welche unsere Kombination dann erhält, wenn die entsprechenden Körperteile des Originaltiers übernommen wird. So kann die Sprungattacke eines Berglöwen mit dem Sinn eines Kojoten kombiniert werden. Das neue Tier braucht dazu die Beine des Löwen und den Kopf des Kojoten. Das Spiel schlägt dazu den passenden Namen Montain Loyote vor. Ansonsten werden die neuen Tiere über die Werte Leben (Health), Verteidigung (Defense), Geschwindigkeit (Speed), Sichtradius (Sight Radius) und Größe (Size) bestimmt. Je nachdem welcher Körperteil von welchem Tier ausgewählt wird, verändern sich die Werte entsprechend. Wir können unserer Armee bis zu neun Hybriden hinzufügen. Zu Erstellung der Hybriden gibt es Tiere an Land, zu Wasser und in der Luft, welche im Einzelspieler-Teil auch gesucht und gesammelt werden müssen.

 

Zusätzlich zu den genannten Proben werden Ressourcen benötigt um die Basis und die Armee erstellen zu können. Bei diesen Ressourcen handelt es sich um Kohle und Elektrizität. Kohle liegt in bestimmten Bereichen herum und kann von Gefolgsleuten abgebaut werden. Elektrizität wird in bestimmten Pylonen oder auf Ressourcenquellen erzeugt. Haben wir entsprechende Ressourcen gesammelt, können wir damit beginnen unsere Basis zu bauen. Diese besteht zunächst nur aus einem fliegenden Zug, einigen Elektrizitätspylonen und einer Creature Chamber. Letztere dient zum Bereitstellen der Kreaturen. Weitere Gebäude lassen sich im Verlauf der Missionen freischalten. Dabei handelt es sich um 15 Missionen auf verschiedenen Inseln. Wir erzeugen unsere Kreaturen und hetzen diese auf die Kreaturen des Gegners und nehmen dessen Basis auseinander. So kämpfen wir uns nach und nach zum Endgegner vor und besiegen diesen anhand unserer überlegenen Kreaturen. Insgesamt gibt es über 70 verschiedene Tiere, welche wir miteinander kombinieren können. So gibt es auch tatsächlich einen Elefant, welchen wir mit einer Hornisse kombinieren können.

 

Im Multiplayer-Modus und auch im Computer gegen Spieler-Modus stehen direkt alle Tiere und Gebäude zur Verfügung. Natürlich haben wir im eigentlichen Spiel nicht Zugriff auf alle Tiere, sondern legen im Army Builder zunächst eine Armee aus den genannten neun Einheiten fest und bestreiten das Match dann mit diesen Einheiten. Es gibt aber auch vorgefertigte Armeen. Wir können/müssen im Multiplayer keine Proben sammeln.

 

Bildergalerie von Impossible Creatures Steam Edition (17 Bilder)

Die Grafik wird etwas klotzig, passt aber zu diesem Klassiker. Natürlich hätte Nordic Games auch die Grafik auffrischen können, aber so verbreitet sie den Charme des Klassikers. Immerhin können wir in die Grafik rein- und rauszoomen. Die Musik passt sehr gut zu dem Thema und ist nicht aufdringlich. Durch die verschiedenen Tiere erhält das Spiel ein hohen Potential zum Ausprobieren. Welche Tierkombination schlägt sich am besten und welche Einheiten harmonieren miteinander. Auch zeigt der Titel, welche Auswirkungen eine unbeschränkte Nutzung der Gentechnik hat,  denn hier spielt der Mensch Gott und erstellt Kreaturen, welche von der Natur nie so vorgesehen waren. Der Spieler wird indirekt mit der Frage konfrontiert, ob der Mensch alles tun sollte was möglich ist, nur weil er es kann. Natürlich ist die Geschichte an sich haarsträubend, bietet aber den angemessenen Rahmen für das Spiel mit dem unmöglichen Kreaturen.  


Das Fazit von: VanTom

VanTom

Es handelt sich bei Impossible Creatures um ein Strategiespiel aus alter Zeit. Wir bewegen unsere Einheiten auf der Karte und suchen unseren Gegner, während dieser versucht unsere Basis platt zu machen. Dies macht das Spiel perfekt. Gerade durch die Möglichkeit seine Einheiten selbst zu erstellen, erfüllt es den Spieler mit Stolz, wenn sie den Gegner auseinandernehmen, eben weil keine Standardeinheiten zum Tragen kommen. Nordic Games gibt dem Spieler hier die Möglichkeit einen Klassiker im „neuen“ Gewand zu spielen und sich etwas in die Zeit zurückversetzen zu lassen. Dafür gibt es ganz klar einen Daumen hoch. Auf GOG gibt es ebenfalls eine Version von Nordic Games, welche aber für dieses Review nicht berücksichtig wurde.


Die letzten Artikel des Redakteurs:


positiv negativ
  • Klassiker in die Neuzeit geholt
  • Spielerische Auseinandersetzung mit einem heiklen Thema
  • Elefanten-Hornisse (Elephornet)
  • Einige Animationen sehen komisch aus





Kommentare[X]

[X] schließen