Interview mit Regisseur Markus Kleinhans

Interview mit Regisseur Markus Kleinhans

Genre: Interview

Interview mit Regisseur Markus Kleinhans   18.05.2011 von Panikmike

Vor einiger Zeit haben wir Euch ein Casting zu einem bayrischen Films präsentiert, währenddessen entstand auch ein Interview mit Markus Kleinhans, dem Regisseur des zukünftigen Werks. Sein erster Film ´Tödliche Verbindungen´ war in Bayern ein totaler Erfolg, der zweite Teil soll bis Ende 2011 in die Kinos kommen. Zwischen den Castings fand Markus ein paar Minuten Zeit für einige unserer Fragen…

Sofahelden: Hallo Markus. Wir kennen uns seit Deinem ersten Kinofilm „Tödliche Verbindungen“ und haben Dir versprochen: Wenn Dein zweiter startet, sind wir wieder dabei. Hier sind wir nun und haben einige Fragen an Dich. Zuerst Danke für die Einladung zum Casting, cool wäre es aber auch, wenn wir beim Dreh mal mit dabei sein dürften!


Markus Kleinhans: Hi Mike, hallo Ralf. Gleich vorweg, ihr könnt locker beim Dreh dabei sein, da ist es entspannter als beim Casting, bei dem ihr ja auch dabei wart. Obwohl man immer sagt: "Beim Dreh ist viel Stress", werdet ihr sehen, dass es ganz entspannt zugeht. Bei beiden Castings hatten wir zwar mit so einem Ansturm gerechnet, aber es dauerte dann halt seine Zeit, bis wir alle Leute so auf die Spur bringen konnten, wie wir es wollten. Wir hatten am 18. Januar das erste und am 22. Februar das zweite Casting und danach fast alle Rollen besetzt, ein drittes war nicht vonnöten.

Sofahelden: Du hast eigentlich einen normalen Job, drehst aber den Film nebenbei und besonders am Wochenende. Erzähl uns mal ein paar interessante Dinge über das Projekt und über die Schauspieler.

Markus Kleinhans: In der Branche nennt man unser Projekt ein No-Budget Projekt. Wir versuchen, mit ganz wenig Geld einen guten Film zu machen. Aber wir bekommen trotzdem guten Zuspruch: Viele gute Schauspieler unterstützen unser Projekt, weil es ihnen gefällt. Eine davon ist Katharina Abt, die beim Bullen von Tölz mitgewirkt hat. Ebenso unterstützt uns Marcus H. Rosenmüller (Regisseur von: Wer früher stirbt ist länger tot) für etwa fünf Film-Minuten als Gastregisseur und auch Jürgen Tonkel (Wer früher stirbt ist länger tot). Wir haben noch ein paar weitere Zusagen, aber das bleibt vorerst eine kleine Überraschung.

Sofahelden: Wir haben den ersten Film von Dir gesehen, ist der neue eine Fortsetzung oder ein ganz anderer Film?

Markus Kleinhans: Eigentlich beides. Es ist wieder eine „Mords Geschichte“ aus Bad Tölz. Dieses Mal aus den 80er Jahren, die auf einem Buch basiert. Einer der Autoren hat auch das Drehbuch zum Film geschrieben, allerdings war ich auch als Co-Autor bei der Arbeit dabei. Die Kommissare aus meinem ersten Film „Tödliche Verbindungen“ sind wieder mit an Bord, insofern kann man eigentlich schon von einer Fortsetzung sprechen, aber es ist eine komplett andere Geschichte.

Sofahelden: Also kannst Du theoretisch, wenn der Film wieder Erfolg hat, eine Filmserie daraus machen, oder?

Markus Kleinhans: Na klar! Wir hoffen, dass irgendwann einmal ein Fernsehsender sagt: "Der Bulle von Tölz wird jetzt durch Die Bullen von Tölz abgelöst. Es ist mordsmäßig viel Stoff vorhanden, etwa 20 Geschichten aus dem Buch sind wirklich passiert, da kann man locker so eine ganze Serie aufs Gleis bringen.

Sofahelden: Wieviele Drehtage habt ihr geplant und habt ihr die Drehorte schon alle festgelegt?

Markus Kleinhans: Knapp 30 Tage – Der Film wird wieder um die 80-85 Minuten dauern. Alle Drehtage sind auf Mai und die zweite Juni-Hälfte verteilt. Und dann hoffen wir am Ende des Jahres auf die Premiere des Films. Das meiste spielt sich in Bad Tölz ab, aber es gibt schon auch mal Drehorte in der Umgebung. Wir haben eine Szene in der DDR. Wir sind uns aber noch nicht ganz sicher, wo wir die drehen.

Sofahelden: Wie viele Schauspieler habt ihr insgesamt im Film ohne Komparsen?

Markus Kleinhans: Wir haben ungefähr 35 Schauspieler. Es ist eine ganze Menge, aber es sind viele kleinere Rollen dabei. Im ersten Teil hatten wir deutlich weniger, der zweite Teil ist ein wenig „bunter“ geworden. Hauptdarsteller gibt es fünf.

Sofahelden: Markus, magst Du uns ein paar Worte über den Inhalt des Films sagen?

Markus Kleinhans: Ja klar, das ist ganz einfach. Es geht um Menschen, die aus der ehemaligen DDR „geschleust“ wurden. Die Geschichte beginnt in Bad Tölz. Ein Pensionsbesitzer bekommt eine Briefbombe geschickt. Nach der Explosion und vielen Tagen voller Recherche findet man heraus, dass er mit speziellen Methoden Menschen aus der DDR zur Flucht verholfen hat. Man vermutete dann, dass diese Person von der Stasi diese Briefbombe bekommen hat.

Das basiert alles auf Fakten, da sich zu dieser Zeit wirklich Stasi-Spitzel rund um diese Person aufgehalten haben sollen. Wir haben natürlich um diese Fakten eine Story herum gestrickt, aber alles orientiert sich an der Wirklichkeit. Es ist im Endeffekt so, wie es auch bei „Tödliche Verbindungen“ der Fall war. Dieses Mal trifft Bayern auf die Ossis, es wird sogar ein wenig gesächselt. Wir sind sehr gespannt, wie das bei den Zuschauern ankommt, denken aber, dass das für die Zuschauer genauso lustig sein wird, wie für uns. Man merkt ja bei aktuellen Kinofilmen, dass sich die Kinobesucher immer noch gerne mit dem Thema auseinandersetzen.

Sofahelden: Wir haben eine Internetseite mit Spielen und Filmtests. Spielst Du selbst Videospiele? Welche Filme siehst Du am liebsten und hast du einen Lieblingsschauspieler?


Markus Kleinhans: Oh, das kann ich gar nicht so genau sagen. Mir gefallen neue Heimatfilme, solche die zum Beispiel Marcus H. Rosenmüller dreht. „Wer früher stirbt ist länger tot“ und „Räuber Kneissl“ gefallen mir sehr gut, weil es einfach unser Sein, unser Reden und unseren Charakter widerspiegelt. Mir gefallen aber auch amerikanische Produktionen - Einen Lieblingsfilm habe ich jedoch nicht. Ich kann euch aber einen Film nennen, der mir negativ aufgefallen ist. Das war der Film mit Johnny Depp und Angelina Jolie - „The Tourist“. Das war ehrlich der größte Hollywood-Mist, wenn man bedenkt, wie viele Millionen Dollar hier verbraten wurden. Ich musste mich im Kino mit aller Gewalt wach halten. Ich kann gar nicht verstehen, warum er überhaupt für einen Preis nominiert worden ist. Wie gesagt, einen Lieblingsfilm kann ich nicht nennen, aber „Die Sch´tis“ ist ein super guter Film. 20 Millionen Franzosen können nicht irren!

Spielen tue ich so gut wie gar nicht. Wir haben zwar die Wii zuhause, aber da sind regelmäßig die Batterien leer, weil ich nicht dazu komme. Zum Zocken selbst hab ich keine Zeit, denn wenn man mal anfängt, dann hört man nicht mehr auf. Ich möchte die Zeit lieber ins Filme Machen investieren.

Sofahelden: Markus, wir danken Dir für Deine Zeit und wir sehen uns auf alle Fälle bald wieder, weil wir euch während der Drehzeit auf alle Fälle besuchen werden.

Markus Kleinhans: Ja gerne, das Angebot steht. Danke fürs Interview und dann bis bald!




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