Jack said

Jack said

Originaltitel: Jack Said
Genre: Thriller
Regie: Lee Basannavar • Michael Tchoubouroff
Hauptdarsteller: Simon Phillips • Danny Dyer
Laufzeit: Ca. 101 Minuten
Label: MIG Filmgroup
FSK 18

Jack said   13.03.2012 von Mr. Holle

Wir befinden uns in London, mitten im Sumpf des Verbrechens. Der berüchtigte Mafiaboss Gu´vnor hält so ziemlich alle Fäden in der Hand und weitet sein Imperium aus. Um ihm endlich das Handwerk zu legen, wurde der Undercover-Cop Jack Adleth eingeschleust, doch die wirkliche Gefahr lauert in den eigenen Reihen ...

Jack Adleth (Simon Phillips) ist einer der besten Undercover-Cops der englischen Polizei. So verwundert es auch nicht, dass er auf den gefährlichen Mafia Boss Gu´vnor (David O’Hara) angesetzt wird. Mit viel Geduld erarbeitet er sich langsam den Respekt der Gang und schließt dabei Freundschaft mit dem Kleinganoven Nathan (Danny Dyer), der schon viele Jahre für Gu´vner arbeitet.


Aber je länger sich Jack in diesem Milieu voller Gewalt und Extremen bewegt, desto mehr verliert er sich selbst. Einerseits darf er den Boss und die Gang nicht enttäuschen, damit er nicht auffliegt, gleichzeitig muss er für die Polizei wertvolle Hinweise sammeln, um irgendwann alle hinter Schloss und Riegel bringen zu können. Andererseits möchte er auch noch loyal Nathan gegenüber sein und seine Freundschaft festigen. Diese schwierige Situation wird noch komplizierter, als sich Jack mit der Schwester von Nathan zu ihrem Geburtstag trifft und sich in Erin (Rita Ramnani) verliebt. Als dann auch noch Nathan einige wichtige Dokumente von Gu´vnor stiehlt, bricht das Chaos vollends aus. Nathan muss natürlich untertauchen und bittet Jack, auf Erin aufzupassen. Jetzt muss sich Jack noch mehr bemühen, den Schein gegenüber der Gang zu wahren. Besonders die psychopathische und machthungrige Tochter vom Boss, Natalie (Ashlie Walker), macht ihm dabei das Leben schwer, denn sie verlangt immer mehr Gräueltaten von ihm. Dabei verfolgt sie ganz eigene Ziele, die selbst Gu´vnor zu spät erkennt. Jake ist nun mehr denn je in der Zwickmühle und muss ein paar weitreichende Entscheidungen treffen, um aus dem Strudel der Gewalt lebend herauszukommen.

Die Geschichte von Jack Said entstammt der Graphic Novel von Paul Tanter und ist der mittlere Teil von einer derzeit aus drei losen Folgen bestehenden Serie. Der erste Teil „Jack Says“ und der dritte Teil „Jack Falls“ sind jedoch ebenso wenig bekannt, was bei Low-Budget-Produktionen nicht unbedingt verwundern muss.

Die Story springt zeitlich zwischen Gegenwart und Vergangenheit immer wieder hin und her. Die Gegenwart wird dabei in schwarz-weiß dargestellt und auch der Rest des Films ist farblich nachbearbeitet, wodurch das Bild leicht verwaschen wirkt. Vielleicht ließ man sich hier von Filmen wie beispielsweise. „Sin City“ inspirieren. Generell ist das Bild auf der DVD bestenfalls durschnittlich zu bewerten. Allerdings musste, wie bei einer Low-Budget-Produktion meist nicht anders zu erwarten, an vielen, weiteren Stellen gespart werden. Die Schauspieler versuchen ihr Bestes, doch leider kommt in dem Film nur selten Stimmung oder Spannung auf. Die Synchronstimmen klingen ebenfalls gelangweilt und wirken bei den eher schlechten Tonspuren in Deutsch (Dolby Digital 2.0 und Dolby Digital 5.1) wie aufgesetzt und zu stark im Vordergrund. Das macht die englisch Tonspur (Dolby Digital 5.1) besser, diese ist jedoch auch nur Durchschnitt. Neben dem üblichen Wendecover gibt es noch ein Making-of, den Originaltrailer, Deleted Scenes und ein paar Trailer.


Das Fazit von: Mr. Holle

Mr. Holle

Filmische Umsetzungen von Graphic Novels sind ja schon lange nichts Neues mehr. Geschichten über die Mafia oder ähnliche Gruppierungen ebenfalls nicht. Daher hatte ich auch gerade bei einer Low-Budget-Umsetzung nicht allzu viele Erwartungen. …und diese wurden auch erfüllt. Alles versinkt in Mittelmäßigkeit, von der Story über die Schauspieler, dem Ton und dem Bild. Der ganze Film plätschert über die 101 Minuten dahin und wirkt amateurhaft. Deshalb blieb auch bei mir die Begeisterung höchstens mittelmäßig. Lediglich der Titelsong „No Way Out“ von Annalu konnte mir ein Lächeln auf die Lippen zaubern. Da bietet die Filmindustrie einige, spannendere Alternativen.


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