Jamestown: Legend of the Lost Colony

Jamestown: Legend of the Lost Colony

Publisher: Final Form Games
Entwicklerstudio: Final Form Games
Genre: Shooter
Sub-Genre: Shoot em Up
Art: Lowprice Titel
Erscheinungsdatum: 08.06.2011

Jamestown: Legend of the Lost Colony   05.08.2011 von Benji

Es ist eine dieser schönen Geschichten aus dem Bereich der Independent Spiele. Drei Freunde gründen zusammen ein kleines Startup, um das zu tun, was ihnen am meisten Spaß macht: Spiele entwickeln! So geschehen bei der Gründung von Final Form Games, dem Entwickler des neuen Indie Spiels „Jamestown Legend of the Lost Colony“. Gleich mit ihrem ersten Titel räumen sie derzeit Topbewertungen en masse ab und soviel sei vorweg verraten; zu Recht!

 

Es ist das Jahr 1619. Die Briten haben die neue Welt kolonisiert und streiten sich dabei kräftigst mit den Spaniern um fruchtbaren Boden, riesige Reichtümer und den optimalen Platz für Siedlungen. Bis jetzt eigentlich nichts Ungewöhnliches, aber die neue Welt ist nicht etwa Amerika, sondern der Mars. Ihr schlüpft in die Haut von Walter Raleigh, der am britischen Hofe in Ungnade gefallen ist und nun versucht, in der neuen Welt seine Ehre zu retten. Dazu will er das mysteriöse Schicksal der verlorenen Kolonie Roanoke aufdecken, deren 117 Siedler allesamt verschwunden sind.

 

Eine Aufgabe, die sich natürlich im Vorfeld einfacher anhört, als sie es eigentlich ist. Denn Jamestown ist ein Shoot em Up der ersten Güte. Ihr steuert eines von insgesamt vier freischaltbaren Raumschiffen durch eine Armada von Marsianern und Spaniern, die sich zu eurem Nachteil auch noch verbündet haben. Dabei kann es einem als Spieler schon mal kalt den Rücken herunterlaufen, wenn man im Sekundentakt einem Bildschirm voller Laserbeams ausweichen muss. Bereits ein einziger Treffer in das Herz Eures Schiffes kann das Aus bedeuten. Wie oft das passiert, hängt vor allem vom gewählten Schwierigkeitsgrad ab. In insgesamt fünf Stufen ist für alle Spieler etwas dabei und wem das Überleben alleine nicht ausreicht, der kann sich über ein intelligent gestaltetes Score-System von seinen Mitspielern abgrenzen. Bei diesem müsst Ihr von Euren Gegnern hinterlassene Golddukaten aufsammeln. Mit jeder Dukate steigt euer Vaunt-Meter, und sobald dieser voll ist, könnt Ihr die „Vaunt Power“ aktivieren, was Euch zum einen für einen kurzen Moment unverwundbar macht und zum anderen so lange für Abschüsse die doppelte Punktzahl verpasst, wie der Vaunt Meter noch Energie hat. Sprich: Ein geübter Spieler versucht über das wiederholte Einsammeln von Golddukaten die Vaunt Power aktiv zu halten, um möglichst viele Punkte abzugreifen.

 

Obgleich Jamestown eigentlich ein typisches Konsolenspiel ist, wird es derzeit nur über die großen Download-Händler auf dem PC vertrieben. Hier ist es zwar bekanntlich auch möglich ein Gamepad anzuschließen, dieses ist aber nicht Pflicht. So ist es genauso möglich, Eure Schiffe über Maus oder Tastatur zu steuern, was im ersten Moment zwar komisch klingt, aber in der Umsetzung tatsächlich halbwegs gelungen ist. Im Allgemeinen merkt man aber auch schnell, dass sich die drei Jungs von Final Form Games Mühe gegeben haben. So wird das Versprechen von „feinsten Pixelgrafiken“ durchweg eingehalten während Euch beim Spielen zusätzlich ein Soundtrack begleitet, der auch mit größeren Produktionen mithalten kann.

Erwähnt werden muss leider auch, dass sich die Spieldauer von Jamestown in einem überschaubaren Rahmen befindet. So ist die Kampagne selbst bereits nach fünf Runden vorbei und diese werden nach einigen Iterationen auch schnell langweilig. Ein wenig Abhilfe schafft hier immerhin der Challenge Modus. Hier werdet Ihr in 20 Level auf unterschiedlichste Art und Weise herausgefordert. Teils müsst Ihr eine bestimmte Zeit überleben, teils sollt Ihr eine bestimmte Punktzahl erreichen. Die Aufgaben sind stets schwieriger, als sie sich im ersten Moment zeigen und für Wettkämpfer wird freilich ein Leaderboard angeboten.

 

Zum Schluss sollte noch erwähnt werden, dass Jamestown mit bis zu vier Spielern im Coop gezockt werden kann. Zwar ist diese Option nur am gleichen Rechner verfügbar, aber ob man ein Shoot em Up überhaupt via Internet spielen möchte, sei erst mal offen gelassen. Fakt ist, dass eine gepflegte Runde zu viert zwar chaotisch werden kann, aber dem Spielspaß enorm steigernd zugutekommt.


Das Fazit von: Benji

Benji

Jamestown bringt in mir gute Erinnerungen zurück. Das waren noch Zeiten, als Spiele aus nicht weniger als handgemachten Zeichnungen, verrückten Geschichten und einem guten Batzen Spielspaß bestanden. Generell wurden Shoot em Up’s in letzter Zeit rar, weswegen ich mich umso mehr über das Spieldebüt von Final Form Games gefreut habe. Einzig die Spieldauer trübt meine Laune, aber was will man für gerade mal 10€ auch mehr erwarten? In jedem Fall ist Jamestown Legend of the Lost Colony für jeden Fan abgedrehter Balleraction ein Pflichtkauf!


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positiv negativ
  • Tolle 2D Grafiken
  • Großartiger Soundtrack
  • Starkes Leveldesign
  • Gelungener Coop Modus
  • Retro-Feeling
  • Kurze Spieldauer
  • Nur vier Schiffe
  • Nur über Downloadhändler erhältlich





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