Julias Eyes

Julias Eyes

Originaltitel: Los ojos de Julia
Genre: Horror • Thriller
Regie: Guillem Morales
Hauptdarsteller: Belén Rueda • Lluís Homar
Laufzeit: Ca. 118 Minuten
Label: Studiocanal
FSK 16

Julias Eyes   20.10.2011 von xXMaNu3lXx

Draußen herrscht ein Unwetter – Sara, die kürzlich erblindete, tappt hastig im Dunkeln durch ihr Haus. Es scheint ein Mann bei ihr zu sein, doch niemand ist zu sehen. Bildet sie sich den Unbekannten nur ein? Sara fühlt sich sichtlich bedroht und flüchtet in den Keller des Hauses, doch ist dieser ein Ausweg?

Sara, gespielt von Belén Rueda, ist vor etwa einem Jahr an einer Augenkrankheit erblindet. Das Leben ist seither schwer für sie, denn mit der Tatsache zurechtzukommen, nicht mehr so leben zu können wie zuvor und die Dinge nicht mehr mit eigenen Augen sehen zu können, nagt stark an ihrer Lebensfreude. Vor allem da Sara und ihre Zwillingsschwester Julia im Streit vor etwa einem halben Jahr auseinander gingen. Draußen wütet ein starkes Unwetter und in Saras Haus ist es nahezu dunkel. Auch wenn Sie das Licht nicht wirklich wahrnehmen kann, ist es doch merkwürdig, warum eine blinde Frau sich völlig im Dunkeln in ihrem Haus bewegt. Sie wirkt sichtlich angespannt und spricht mit einem Mann, der in einer dunklen Ecke im Raum steht. Nach dem Gespräch zu urteilen kennt sie ihn. Der Dialog ist mit vielen Beschimpfungen gespickt und wird mit Anspannung, Angst und einem Lied im Hintergrund untermalt, das aus dem CD-Spieler ertönt. Sara hasst das Lied nach eigener Aussage – somit bestätigt sich unser Verdacht, dass sie den Mann wohl kennen muss. Schließlich spitzt sich die Stimmung zu, Sara fühlt sich immer mehr bedroht beziehungsweise verleitet, eine Tat zu begehen, die nicht mehr rückgängig zu machen ist. Sie rennt in den Keller und stellt sich in der Mitte des Raums auf einen kleinen Hocker über den ein Strick hängt – es hat den Anschein als wäre alles bereits vorbereitet worden. Sara schreit den Mann an, dass er es doch so wolle und er sie endlich ihre Ruhe lassen solle! Plötzlich stößt der Unbekannte mit einem Ruck den Hocker um und schießt mehrere Fotos während Sara um ihr Leben ringt, leider vergeblich!

Zur selben Zeit erleidet Julia, die Hunderte Kilometer entfernt wohnt, einen starken Schmerz am Hals, als würde sie das gleiche erleiden wie ihre Schwester. Ihr ist bewusst, dass Sara etwas Schlimmes zugestoßen sein muss, und macht sich mit ihrem Ehemann direkt auf den Weg.

Im weiteren Verlauf des Films versucht Julia die Hintergründe zu erfahren, was in der besagten Nacht in Saras Haus vorgegangen ist.
Nach Aussagen der Ärzte, der örtlichen Polizei und sogar Julias Ehemann hat Sara Selbstmord begangen, da sie das Ergebnis der kürzlich durchgeführten Augenoperation nicht verkraftet hat. Doch Julia kennt ihre Schwester besser und kann dem keinen Glauben schenken. Schließlich erforscht sie die Sache auf eigene Faust, um mehr über den obskurem Freund, von dem die Rede in der Nachbarschaft ist, zu erfahren. Die Geschichte setzt Julia ganz schön mit und sie fürchtet, bei der nervlichen Belastung auch zu erblinden, wie zuvor ihre Schwester. Denn beide haben eine erblich bedingte Krankheit, die zur Erblindung führen kann. 25 Prozent der Sehstärke hat Julia bereits verloren.

Schritt für Schritt kann sie das Puzzle zusammensetzen, doch Julia gerät dadurch auch immer mehr in das Visier des Unbekannten.
Sie fühlt sich verfolgt, die Angst steigt, doch keiner will ihr glauben, nicht mal ihr Ehemann…

Regisseur Guillem Morales weiß die Mittel eines guten Horror Thrillers gekonnt einzusetzen, um die nötige Spannung aufzubauen.
Die Kameraführung passt zu der Inszenierung der Schauspieler – die Atmosphäre wird zusätzlich mit entsprechender Musik untermalt – alles, was zu einem guten Horror-Thriller gehört! Oftmals wird sogar ein Schleier über die Kamera gelegt, um die Sehschwäche von Julia zu simulieren und die Anspannung und Angst so auf den Zuschauer zu übertragen. Wie bereits aus anderen Filmen bekannt spielt die Schauspielerin Belén Rueda gekonnt ihre Rolle. Doch auch wenn der Film im Ganzen durchaus gut gelungen ist und er von vielen Leuten gelobt wurde, hat er mich zeitweise nicht ganz überzeugt. Es gab einige Momente, wo man bereits ahnen konnte, was als Nächstes passiert und etwas genervt war von dem „Unbekannten, der im Schatten wandelt“. Doch dies könnte genau das Vorhaben des Regisseurs gewesen sein, die Anspannung, die Julia seit ihrer Ankunft bei Sara hat, auf den Zuschauer zu übertragen. Schließlich vermittelt Julias Eyes definitiv ein beklemmendes Gefühl und bringt einige Schauermomente mit sich - auf das kommt es schließlich an!


Das Fazit von: xXMaNu3lXx

xXMaNu3lXx

Wie der Regisseur bereits in anderen Filmen beweisen konnte, ist ihm mit Julias Eyes erneut ein guter Horror-Thriller gelungen, den man sich auf jeden Fall ansehen kann. Die Spannung ist die meiste Zeit vorhanden, auch wenn es kleinere Durchhänger gibt. Belén Rueda, die Sara und Julia spielt, inszeniert gekonnt die Angst der beiden Figuren und vermittelt dem Zuschauer die Bedrängnis durch den Unbekannten. Alles in allem bringt Julias Eyes alles mit sich, was ein guter Horror-Thriller haben muss!


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