June

June

Originaltitel: June
Genre: Horror
Regie: L. Gustavo Cooper
Hauptdarsteller: Casper Van Dien • Victoria Pratt
Laufzeit: DVD (80 Min) • BD (84 Min)
Label: Ascot Elite
FSK 16

June   19.10.2015 von MarS

Trügerische, reißerische Coverabbildungen sind ein immer wieder gern gewähltes Mittel zur Steigerung der Verkaufszahlen, vor allem bei kleineren Produktionen oder, im schlimmsten Fall, trashigen C-Movies. Der vorliegende June allerdings fällt gerade in diesem Bereich kaum auf und wird durch seine schlichte Farbgebung schnell übersehen, oder sogar mangels Kreativität schon vorab als schlecht abgestempelt. Ob der Film wirklich lieber im Regal bleiben sollte kann vielleicht folgende Kritik klären.

 

Das Waisenkind June führt kein schönes Leben. Andere Menschen halten sie für unheimlich und seltsam und so wird sie von einer Pflegefamilie zur nächsten weitergereicht, nur um dort erneut gemobbt zu werden. Doch June hat tatsächlich ein dunkles Geheimnis, denn in ihr wohnt eine uralte, finstere Macht namens Aer, die immer dann herausbricht wenn sie wütend wird. Junes Umfeld allerdings hält Aer für eine imaginäre Freundin und betrachtet die Ereignisse als Unfälle. Als das Mädchen eines Tages auf Lili und Dave trifft fühlt sie sich das erste Mal in ihrem Leben wirklich wohl - nur Dave scheint von Aer nicht akzeptiert zu werden und wird schon bald Opfer erster Angriffe. June muss Aer irgendwie loswerden, um endlich ein Zuhause zu finden... doch plötzlich offenbaren sich Umstände, die alles verändern sollen. 

 

Der Mystery-Horrorfilm June schafft es leider nicht zum unverhofften Highlight. Dies liegt vor allem an der Geschichte, die einfach zu vollgepackt mit diversen Erzählsträngen ist und dadurch absolut unstimmig erscheint. Der Film hat einige sehr atmosphärische Szenen, vor allem wenn June und Aer interagieren, diese verpuffen aber im Gesamtbild, da das Geschehen insgesamt einfach zu unglaubwürdig und abstrakt ist und der Film einfach keinen echten Erzählfluss oder Spannungsaufbau entwickelt. Das letzte bisschen Spannung wird dann durch die Erzählerin aus dem Off verschenkt, da hier viel zu viele Informationen zu früh abgegeben werden und der Film dadurch zusätzlich vorhersehbar wird. Ebenfalls völlig unpassend wirkt der 80er Jahre Synthesizer-Score, der eher zu einer Folge Akte X passen würde als zu einem Mystery-Horrorfilm aus dem Jahr 2015. Die Schauspieler agieren alle solide und versuchen das Beste aus dem wirren Drehbuch herauszuholen, schaffen dies aber nur in ganz wenigen Momenten. Lediglich Kennedy Brice als June kann durch ihr Schauspiel überzeugen und sorgt für den ein oder anderen gruseligen Moment. 

 

Bildergalerie von June (5 Bilder)

Das Bild der Blu-ray ist insgesamt sehr gut und liefert saubere Schärfe bei natürlicher Farbgebung. Nur selten trüben etwas weichere Momente und Bewegungsunschärfe das ansonsten positive Gesamtbild. Der Ton ist zwar dynamisch und die Dialoge jederzeit verständlich, konzentriert sich aber häufig auf den vorderen Boxenbereich. Surround-Effekte im Film sind zwar vorhanden, kommen aber wenig differenziert daher und bringen dadurch nicht den gewünschten atmosphärischen Effekt. Die deutsche Synchronisation wirkt ebenfalls nicht immer stimmig.


Das Fazit von: MarS

MarS

 

Anfangs erinnert June noch stark an Das Omen und erreicht dank Kennedy Brice auch immer wieder eine ähnlich beklemmende Atmosphäre. Diese verliert sich aber in der unausgereiften und unstimmigen Geschichte und sorgt so nicht nur für einige Längen im Verlauf sondern auch dafür, dass der Film es nicht schafft einen durchgehenden Erzählfluss oder Spannungsaufbau zu erreichen. June hätte durchaus Potential gehabt, dieses wurde aber durchs wirre Drehbuch völlig verschenkt.


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