Jurassic Robots

Jurassic Robots

Genre: Experimentierkasten
Spieleverlag: Kosmos
Empfohlenes Alter: ab 8 Jahren

Jurassic Robots   19.07.2016 von MarS

Bereits im Jahr 1922 veröffentlichte der Kosmos Verlag den ersten Experimentierkasten, um Kindern und Jugendlichen die Welt der Naturwissenschaften und Technik auf spielerische Weise verständlich zu machen. Bis heute hat sich an dieser Idee nichts verändert, und so erscheinen stetig neue Experimentierkästen, welche immer wieder durch ihre Inhalte faszinieren. Mit Jurassic Robots haben interessierte Kinder nun die Möglichkeit, ferngesteuerte Dinosaurier in cooler Roboteroptik selbst zu bauen, und auch wir haben uns für Euch ans Werk gemacht...

 

Die Spielbeschreibung


Von Stegosaurus bis Tyrannosaurus Rex – 8 verschiedene Urzeit-Kreaturen einfach aus den Kosmos Systembauteilen zusammenbauen und mit metallisch glänzender Spezialfolie individuell gestalten. Jedes der Urzeit-Modelle hat eine für ihn typische Bewegungsart und kann mit der Fernsteuerung gelenkt werden. Die Anleitung verrät, wie man die Motoreinheit konstruiert, damit der T-Rex Furcht einflößend trampelt, der Raptor flink um die Ecke rennt und die urzeitliche Krabbe seitwärts davon huscht. 

 

Das Material und die Vorbereitung

 

Der rechteckige Umkarton im Format von ca. 43 x 29 x 8 cm ist auf der Vorderseite relativ schlicht gehalten und zeigt dort zwei mögliche Dinosaurier-Modelle sowie die Infrarot-Fernbedienung, mit der diese gesteuert werden können. Auf der Rückseite kann man bereits einen ersten Blick auf den Inhalt des Sets sowie alle acht erstellbaren Modelle werfen. Öffnet man den Karton finden sich innenliegend die einzelnen Komponenten, welche sich jeweils sortiert in einer separaten Tüte eingeschweißt befinden, sowie die umfangreiche Anleitung. Alle Plastikteile erscheinen sehr massiv und stabil und sind frei von Graten. Die Folienstanzbögen erweisen sich bei genauer Betrachtung als deutlich dünner als zunächst erwartet, was im späteren Verlauf beim Zusammenbau aber durchaus ein Vorteil ist - dazu später mehr. Bevor man mit dem ersten Modell starten kann, müssen noch die nicht im Lieferumfang enthaltenen Batterien in die IR-Fernbedienung und den Motor eingesetzt werden, wozu ein sehr kleiner Kreuzschlitz-Schraubendreher benötigt wird. 

 

Die Anleitung

 

Die mit 36 Seiten sehr umfangreiche Anleitung enthält neben den ausführlichen Aufbauanleitungen der einzelnen Dinosaurier-Modelle und den obligatorischen Sicherheitshinweisen sowie Aufführung des Inhalts auch nützliche und interessante Informationen über die zu bauenden Lebewesen, aber auch wichtige Tipps für den Aufbau. Deswegen ist es hilfreich, die Anleitung zunächst einmal in Ruhe zu studieren und sich mit den Materialien vertraut zu machen, bevor man mit seinem ersten Modell startet.

 

Der Aufbau und die Experimente

 

An dieser Stelle gleich ein Hinweis vorab: Wir haben uns beim ersten Modell für den T-Rex entschieden, also eines der anspruchsvolleren und umfangreicheren Modelle. Im Nachhinein überlegt hätten wir vielleicht zunächst eines der einfacheren Roboter-Modelle auswählen sollen, dies aber nur am Rande erwähnt. 

 

Dank der ausreichend bebilderten Anleitung gestaltet sich der Aufbau des ausgewählten Modells denkbar einfach und ist mit dem Aufbau eines Lego-Modells zu vergleichen. Dabei ist selbstverständlich darauf zu achten, die Hinweise zu beachten und die Teile exakt nach Anleitung zusammen zu stecken, da das Modell ansonsten später nicht das tut, was es sollte. Bei jedem Modell ist der Ablauf prinzipiell gleich, denn zunächst werden die benötigten Teile rund um den Motor angeordnet und verbunden, und im Anschluss die entsprechenden Folien aus dem Folienbogen am Grundgerüst befestigt. Vor der Befestigung der Folien können diese noch mit den passenden Aufklebern aus dem Stickerbogen beklebt und verziert werden. Hier sind die oben bereits erwähnten dünnen Folien von Vorteil, da sich das Befestigen am Skelett gerade bei den umfangreicheren Modellen etwas schwierig gestaltet - Grobmotoriker könnten hier das ein oder andere Problem bekommen. Ist der Dinosaurier-Roboter fertig, muss sowohl an der Fernbedienung als auch am Motor die gleiche Frequenz eingestellt werden (1-4), und schon geht das selbst erschaffene Urzeitmonster auf die Reise. Je nach Modell unterscheiden sich dabei sowohl die Art der Fortbewegung als auch die Geschwindigkeit, also ganz wie in der realen Natur. Passend dazu finden sich am Ende der Anleitung auch noch diverse Experimente, die mit den Modellen durchgeführt werden können, wie zum Beispiel:

 

  • Experiment 1: Wer ist der schnellste? Dieses Experiment beschäftigt sich mit den Zusammenhängen zwischen Masse und Geschwindigkeit.
  • Experiment 2: Wie stark ist dein Modell? Dieses Experiment zeigt auf, wie sich eine höhere Masse auf die Kraft auswirkt.

 

Natürlich können mit dem Set Jurassic Robots auch ganz eigenen Modelle und Versuche entwickelt werden, was für langanhaltenden Spielspaß sorgt und sowohl Kreativität als auch Wissendurst fördert. In der folgenden Bildergalerie findet Ihr übrigens auch einen kleinen Einblick in den Aufbau des T-Rex sowie die fertigen Modelle von Libelle, Velociraptor und Triceratops.

 

Bildergalerie von Jurassic Robots (18 Bilder)

 

Abschließend der Lieferumfang von Jurassic Robots:

 

  • Rahmen
  • Lochstäbe
  • Zahnräder
  • Achsen und weitere Systembauteile
  • 1 Motor
  • 1 IR-Fernbedienung
  • Folienstanzbögen
  • 1 Stickerbogen
  • 1 Anleitung

 

Zusätzlich wird benötigt, da nicht im Lieferumfang enthalten:

6 x 1,5-Volt-Batterie Typ LR03 (AAA, Micro) oder 6 x 1,2-Volt-Akku Typ HR3 (AAA, Micro), kleiner Schraubendreher sowie weitere, haushaltsübliche Materialien.

 

Sicherheitshinweis:

ACHTUNG! Für Kinder unter 3 Jahren nicht geeignet. Erstickungsgefahr, da kleine Teile verschluckt oder eingeatmet werden können.

 

Das Fazit von: MarS

MarS

Jurassic Robots ist ein hervorragender Experimentierkasten für kleine Techniker und Dino-Fans, der die Kreativität fördert, interessante Einblicke in die Physik sowie Modellbau liefert und dazu noch jede Menge Spaß macht. Die Modelle sind recht einfach zu bauen, mit Ausnahme der Folien, die etwas Feingefühl erfordern, und die fertigen Roboter faszinieren durch ihre Bewegung und Funktion. Minimale Abzüge bekommt das Set auf Grund der eingeschränkten Funktion der IR-Fernbedienung, die immer wieder kleinere Aussetzer in unseren Experimenten hatte, sowie die fehlende Fachaufteilung im Innenraum, mit der man die ausgepackten Einzelteile besser sortieren bzw. ordentlich halten könnte, aber das ist natürlich Jammern auf höchstem Niveau. Insgesamt bekommt Jurassic Robots eine ganz klare Empfehlung ausgesprochen, denn Spielspaß und langfristige Motivation sind gegeben und machen den Experimentierkasten zu einer Bereicherung für jedes Spielzimmer, in dem es auch mal um die spielerische Vermittlung von Wissen geht.


Die letzten Artikel des Redakteurs:




Kommentar verfassen

Schreibe hier einen Kommentar. Du musst einfach alle Felder, die mit einem *-markiert sind, ausfüllen.

Noch 1000 Zeichen übrig

Meine Eingaben merken?

Ich akzeptiere die AGBs


Kommentare[X]

[X] schließen