Just Cause 2

Just Cause 2

Publisher: Square Enix
Entwicklerstudio: Avalanche Studios
Genre: Action
Sub-Genre: 3rd Person Shooter
Art: Vollpreistitel
Erscheinungsdatum: 26.03.2010
USK 18

Just Cause 2   01.04.2010 von Panikmike

Just Cause 1 war seinerzeit eines meiner Lieblingsspiele auf der Xbox 360. Auch wenn die internationale Fachpresse es nur durchschnittlich bewertet hatte, so machte es mir total Spaß. Es waren einige nervige Bugs enthalten, die den Spielspaß zwar nach unten beförderten, aber man konnte damit leben. In Just Cause 2 ist alles anders. Es ist gigantischer, besser und ohne erkennbare Bugs. In der Vergangenheit wurden einige Fehler gemacht, doch Square Enix hat draus gelernt und präsentiert hier einen totalen Knaller. Unser Agent Rico ist wieder unterwegs, allerdings dieses Mal in Panau. Nur egal wo er ist, es ist Ärger vorprogrammiert.

Kommen wir erst mal zur Geschichte des Spiels, wobei dies relativ schnell beschrieben ist. Rico muss im Endeffekt nur den hiesigen Diktator stürzen und nebenbei ordentlich Chaos veranstalten. Nur hier werde ich alleine keine Chance haben, also bekomme ich Unterstützung von drei Gruppierungen. Diese unterscheiden sich immens von einander. Die Einen sind naturverbundene Jungs, die einfach nur keine Fremde auf die Insel kommen lassen wollen. Die Zweiten sind die Nachfolger von Che Guevara und die letzten sind eine Art Mafia. Auch wenn sie im ersten Augenblick alle unterschiedlich scheinen, so haben sie eines Gemeinsam: Den Sturz des Diktators Pandak. Nebenbei erwähnt sind sie alle korrupt und machthungrig, quasi wie unsere Politiker.

Von Anfang an kann man auf der kompletten Insel hin und her düsen, egal ob man nun zu Fuß läuft, sich ein Vehikel schnappt oder per Wasser oder in der Luft weiterkommt. Zu Fuß könnt ihr wahrscheinlich 24 Stunden Echtzeit in eine Richtung laufen und seit noch nicht am Ende angelangt, das Areal ist unglaublich groß. Mit dem Auto oder dem Motorrad ist es schon einfacher, aber auch hier braucht ihr ewig. Zu Wasser könnt ihr es versuchen, doch sobald wieder Land in Sicht ist, müsst ihr eh umsteigen. Ein Flugzeug oder ein Helikopter ist allerdings schnell gefunden und somit steht euch nichts mehr im Weg, überall hin zu kommen. Doch um unserem eigentlichem Ziel näher zu kommen, müssen wir ein paar Duzend Missionen erfüllen und damit es nicht langweilig wird, gibt es noch unzählige Nebenmissionen dazu. Ebenso wie im ersten Teil werdet ihr lange Freude daran haben, denn so schnell kann man es nicht durchzocken. Mal müsst ihr nur was abholen, mal jemanden beschützen, doch die meisten Missionen drehen sich nur um Zerstörung. Wenn man was demoliert, dann bekommt man sogenannte Chaospunkte, mit denen man sich dann auf dem Schwarzmarkt Objekte freispielen kann. Hier ist die Abwechslung großgeschrieben, ihr könnt unglaublich viele unterschiedliche Objekte zerstören. Überall wo man hinsieht, gibt es was zum Abfackeln. Fahrzeuge, ganze Basen, Gebäude, Radarstationen, Kisten, Fässer und vieles mehr könnt ihr beseitigen. Hier könnt ihr es ordentlich krachen lassen. Ich glaube ich habe noch in keinem Spiel solche Zerstörungsorgien gesehen als hier! Dafür benötigt man natürlich Waffen, aber hier mangelt es nicht an Ideen. Von Sprengstoff über Handgranaten und diversen Schusswaffen mangelt es an gar nichts.

Doch was ist aus dem Enterhaken aus Teil eins geworden? Jahhhh der ist noch da und auch noch viel besser als früher. Rico hat dazu gelernt und ist jetzt ein Akrobat geworden, wie man es nicht für Möglich gehalten hätte. Eine Taste bewegt den Haken aus seinem Handgelenk und ist man nicht allzuweit von einem Gebäude entfernt, so zieht sich Rico automatisch hin. Ist er am Ziel angekommen, hängt er nun am Gebäude und kann sich so weiter nach oben bringen, bis er an der Spitze angelangt ist. Das ermöglicht komplett neue Wege und Möglichkeiten,als beim ersten Teil. Doch Rico kann noch mehr, zum Beispiel kann man den Haken an einem Objekt oder Gegner befestigen und den anderen Teil des Seils zum Beispiel an einem Auto. Fährt man nun los, zieht man die andere Seite mit. Hat man grad´ keinen fahrbaren Untersatz, so schnappt man sich mit seinem Haken einfach ein vorbeifahrendes Auto und kann dieses dann mit einer Taste entern. Doch es geht noch weiter, denn Ricos Fallschirm ist auch wieder von der Partie. Man kann sich zum Beispiel aus dem fahrenden Auto in die Luft begeben und mit seinem Fallschirm entlang gleiten. Wenn ihr ein paar Fantasien habt, so fallen euch mit dem Fallschirm und dem Haken noch einige kranke Ideen ein.

Doch ein kleines Manko hat das Ganze. Die Steuerung ist zwar gut gelungen, doch sie ist nicht ganz so einfach. Da das ganze Joypad belegt ist, muss man schon einige Zeit üben, bis man Rico richtig beherrscht. Wenn man es genau nimmt, dann ist das Pad sogar doppelt belegt, denn die Befehle unterscheiden sich, je nachdem ob man in einem Vehikel sitzt oder zu Fuß unterwegs ist. Hat man das „Übel“ erst mal überwunden, so ist die Steuerung dann aber eine Offenbarung. Alles funktioniert einwandfrei und dann spielt sich alles runder und besser. Und dann ist es soweit, man kann das Spiel komplett genießen. Denn die Grafik und der Sound ist ebenso eine Wucht. Die Weitsicht ist unglaublich, man sieht schon auf einer großen Distanz die Details. Wenn man aus großer Höhe mit dem Fallschirm abspringt und langsam nach unten gleitet, dann wird  öfters ein "Ahhhh " und "Ohhhh" aus dem Mund kommen. Selbst mitten im Kampfgeschehen ruckelt das Spiel nicht und läuft immer noch super flüssig. Man bemerkt die professionelle Arbeit der Programmierer schnell . Alles wurde sehr sauber gemacht. Leider wurden die Gegner nicht abwechslungsreich gestaltet. Entweder gibt es auf der Insel ein Klon-Labor oder alle entstammen einer Inzucht. An dieser Stelle möchte ich aber gar nicht weiter überlegen, warum das so ist! Ebenso wie die Grafik ist der Sound sehr gut gelungen. Die basslastigen Explosionen lassen Objekte im Raum tanzen, Gläser zerspringen und bringen Vasen zum umfallen. Also kleiner Tipp am Rande, macht alles nicht ganz so laut. Die Waffen klingen sehr real und auch die deutsche Tonspur kann sich hören lassen. Jedoch muss ich dazu sagen, dass die englische Sprachausgabe weitaus besser gelungen ist. Die deutsche Synchronisation ist teilweise sehr unsympathisch, jedoch passt das wieder zu unserem Helden. Die Musik untermalt das Geschehen und schmiegt sich der Action an. Gut gemacht!


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Oh Mann, wo soll ich anfangen. Ich habe den ersten Teil ja schon geliebt und ausgiebig gespielt. Mal hier ein Camp befreit, mal da ein wenig Chaos angezettelt. Doch hier bei "Just Cause 2" wurde alles noch einmal gesteigert und das nicht zu knapp. Es gibt mehr Fahrzeuge, mehr Waffen, mehr Zerstörung und ein viel größeres Areal. Auch wenn die Story ein wenig öde ist, so punktet das Spiel mit seinen anderen Argumenten. Wer es wirklich durchspielen möchte und damit meine ich komplett, der wird wochenlang nichts anderes mehr in seine Konsole legen. Viel Spaß dabei und schaut gelegentlich mal nach draußen, ob es schon wieder hell geworden ist.


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positiv negativ
  • Riesengroße Welt
  • Zerstörbare Umwelt mit vielen Objekten
  • Der Greifhaken wurde optimiert und verbessert
  • Sehr weitsichtig
  • Viele Explosionen und schöne Effekte
  • Sehr viele Fahrzeuge und Waffen
  • Sehr lange Spielzeit
  • KI der Gegner nicht besonders gut
  • Manche Missionen sind eindeutig zu schwer
  • Zwischensequenzen lassen zu Wünschen übrig
  • Story bleibt ein wenig auf der Strecke





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