Jaime ist mit seiner Frau und seiner Tochter gerade in ein neues Haus am Rande der Stadt gezogen. Als der Abend des Umzugs gekommen ist, scheint alles ganz entspannt zu werden. Doch plötzlich dringen drei Maskierte ins Haus ein und nehmen seine Frau und seine Tochter als Geisel. Während Jaime Geld auftreiben muss, geht es für die anderen beiden um Leben und Tod…
Jaime (Fernando Cayo) bezieht mit seiner Frau Marta (Ana Wagener) und seiner Tochter Isa (Manuela Vellés) gerade ein neues, riesiges Haus etwas außerhalb der Stadt. Am Abend plant Marta, mit der Familie in ruhiger Runde ein gemütliches Einstandsessen. Doch als Jaime und sie sich am Abend gerade in ihrem neuen Schlafzimmer über die schwierige Phase von Isa unterhalten, schlagen drei schwarz maskierte Männer die Scheiben ein und stehen plötzlich bewaffnet im Haus. Sie schleppen die drei gewaltsam ins Wohnzimmer und nehmen ihnen alles ab inklusive Kreditkarten, Geheimnummern und Handys. Des Weiteren machen sie durch Gewalteinwirkung klar, wie ernst ihnen die Sache ist. Als Jaime nicht sofort den Aufbewahrungsort seines Handys preisgibt, drohen die Einbrecher sofort mit der Vergewaltigung von Isa.
Nachdem die Machtverhältnisse klar gestellt sind, muss Jaime mit dem Anführer der Verbrechertruppe Jefe (César Diaz) in die Stadt fahren. Er möchte, dass sie von Geldautomat zu Geldautomat tingeln, um so viel Geld wie möglich abzuheben. Währenddessen bleiben die anderen beiden Einbrecher im Haus bei den beiden Geiseln. Jefe macht klar, dass Jaime keine Dummheiten anstellen darf, wenn er nicht möchte, dass seiner Familie etwas zustößt. Zunächst läuft alles planmäßig, doch an einem Geldautomaten steht eine junge Frau vor ihm, er versucht ihr flüsternd seine Situation klar zu machen. Als sie ihm ihr Geld in die Hand drückt und panisch die Flucht ergreift, wählt Jefe sofort die Nummer eines Komplizen. Jaime muss mit anhören, wie Marta gewaltsam zugesetzt wird. Doch Jefe gibt ihm noch eine Chance, bei der nächsten Kleinigkeit wird Marta sterben. Währenddessen ist Isa komplett durch den Wind, sie kommt mit der Situation nicht klar. Die Atmosphäre wird immer beklemmender, als es plötzlich an der Tür läutet und Isas Freund César (Xoel Yanez) davor steht. Den Geiselnehmern bleibt nichts übrig, als ihn auch zu überwältigen. Während dessen gelingt es den beiden Geiseln in einem günstigen Moment, sich in einen verschließbaren Kellerraum zu flüchten. Doch als die Geiselnehmer mitbekommen, was da läuft, hört Isa nur die verzweifelten Schreie Césars und schließlich einen Schuss. Plötzlich wird allen klar, in welcher Situation sie sich befinden. Ein blutiges Spiel auf Leben und Tod beginnt…
Werden die Kidnapper schließlich an das begehrte Geld kommen? Was steckt eigentlich hinter der ganzen Sache und warum wurde ausgerechnet Jaime und seine Familie ausgesucht? Auf welche Gewaltakte müssen sich Jaime und seine Familie noch einstellen?
Die technische Realisierung der Blu-ray geht durchaus in Ordnung. Die Schärfe des Bildes ist meist gewährleistet, wenn auch in vielen der dunklen Szenen ein leichtes Bildrauschen zu erkennen ist. Trotzdem kommt das Bild meist recht plastisch rüber. Die Farben sind etwas blass gehalten, was die Atmosphäre des Films aber unterstützt. Der Ton liegt auf einem ähnlichen Niveau. Er kommt mit ordentlich Druck aus den Boxen und sorgt mit einer gelungenen Kanalabstimmung für einen räumlichen Klang. Trotzdem sind die Dialoge meist gut verständlich. Insgesamt kann man von einer guten durchschnittlichen Realisierung im HD-Bereich sprechen, die aber sicher keine neue Referenz darstellt. Wer die Möglichkeit hat, sollte trotzdem eher zur Blu-ray greifen.
Das Fazit von: DeWerni
Spannend, real, mitreißend – aber ziemlich brutal. Kurz gefasst sind das die Hauptaussagen zu Kidnapped. Was so einfach klingt, ist aber keinesfalls negativ gemeint. Aus meiner Sicht etwas überraschend überzeugt gerade die Story, die keinesfalls mit einem einfachen Hauseinbruch inklusive Geiselnahme sehr spektakulär klingt. Trotzdem ist sie einfach gut aufgezogen, die beklemmende Atmosphäre kommt sehr gut rüber. Man kann mit den Opfern wirklich mitfiebern. Und dazu braucht es noch nicht einmal eine übermäßige Anzahl an brutalen und blutigen Szenen. Man muss allerdings zugeben, dass die wenigen gezeigten, gewaltreichen Bilder schon sehr brutal sind, ohne sinnlos viel Blut zu verspritzen. Dis Schauspieler können überzeugen, allen voran die Rolle der Tochter durch Manuela Vellés. Insgesamt gesehen ein Geheimtipp und ein absolutes Muss für Fans des Genres.
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