Killer Grizzly

Killer Grizzly

Originaltitel: Grizzly
Genre: Horror • Thriller
Regie: William Girdler
Hauptdarsteller: Christopher George • Andrew Prine • Richard Jaeckel
Laufzeit: ca. 87 Minuten
Label: Voulez Vous Film
FSK 16

Killer Grizzly   18.10.2010 von Chris

Diesmal hat man mir einen Blockbuster der besonderen Sorte in die Hand gedrückt. Der 6 (!) Meter große, menschenfressende Terror aus dem Wald: Ein Killer Grizzly. Kann ein Film mit so einem Namen gut sein? Wir werden sehen…

Die Story ist im Allgemeinen relativ simpel gehalten. In einem Nationalpark läuft ein Bär zur Campingzeit Amok und greift Menschen an. Teilweise frisst es sie sogar. Der tapfere Ranger Kelly bekommt Druck von seinen Tyrannen-artigen Arbeitgeber und fängt an den Bären mit allen Mitteln zu jagen. Eine richtige Hetzjagd gegen ein scheinbar unsichtbares Tier beginnt. Und nicht nur die Ranger des Nationalparks jagen den braunen Gesellen, sondern auch jeder Bauerntölpel, der mit einem Gewehr umgehen kann. Hilfe hat Ranger Kelly von einem Verhaltensforscher, der lieber in den Wäldern lebt als in einer Wohnung und von einem depressiven Piloten, der seinen Kriegsdienst nicht verkraften kann.

Viel mehr gibt es nicht zu erzählen. Der Film ist aus den späten 70er Jahren und hat auch die dementsprechende Atmosphäre, was positiv ist. Denn auch wenn die Story total aus den Fingern gesogen wirkt, schaut man da gerne darüber weg. Der Verlauf des Films ist an und für sich recht spannend erzählt, auch wenn man sich über das Verhalten des Bären (anscheinend steht er auf Blondinen?), fragwürdigen Schauspielerinnen (ja, wir grinsen gerne in Krisensituationen), seltsamen Requisiten und mangelnde Kenntnisse von Größenverhältnissen (6 Meter sind MEGA....) Gedanken macht. Über manche Logikfehler kann man sogar beherzt lachen (Zitat: Wenn ich packe und es stampft ein 6 Meter Koloss auf mich zu, HÖRE ich das!) Zudem ist der Bär mehr niedlich als bedrohlich.... Positiv zu vermerken ist der Hauptdarsteller Christopher George, der seine Rolle als Ranger Kelly mehr als gut gemeistert hat.

Und wieder kommen wir zum Negativen. Das Bild des Films ist nicht wirklich gut gealtert. Man sieht ab und an Verfärbungen oder Aufblendungen des Bildes. Hier hätte man sich ein wenig mehr Mühe geben können, statt Geld in ein neu-modernes Cover Motiv zu stecken (was allerdings ein Wendecover ist). Der Ton ist okay, doch auch kein Wunder. Es ist eine über 30 Jahre alte Synchro, die man am besten so stehen lässt, da sie den Charme der 70er beibehält.


Das Fazit von: Chris

Chris

Ein netter Film für Zwischendurch der besonders zum Ende hin seine Längen hat. Auch wenn der Titel etwas abschreckt, der Film ist sehenswert. Wenn sich die Gelegenheit bietet, den Streifen für fünf Euro zu ergattern, dann könnt ihr beruhigt zugreifen. Ein Horrorfilm für schwächere Nerven, 70er Jahre Fans und Bärenliebhaber ;) Allerdings würde ich von dem Film abraten, wenn ihr vor habt einen Campingausflug zu planen. Das vermiest euch den Spaß, denn man weiß nie, wann ein fast ausgestorbener (Killer) Grizzly im Schlafsack mit einem kuscheln will...


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