Killzone 2

Killzone 2

Publisher: Sony
Entwicklerstudio: Guerrilla Games
Genre: Action
Sub-Genre: Ego-Shooter
Art: Vollpreistitel
Erscheinungsdatum: 25.02.2009
USK 18

Killzone 2   25.02.2009 von Panikmike

Helme fallen zu Boden, die Luft riecht nach Tod, Blutlachen verzieren die dunkle Erde, Metallplatten liegen umher und überall nur Gewalt. Der Krieg herrscht auf dem Planeten Helghan und wird vom besessenen Oberbefehlshaber „Scolar Viasari“ belagert. Du bist ein Soldat der interplanetarischen strategischen Allianz (kurz: ISA) und musst den Planeten retten sowie dem Krieg ein Ende setzen.


 Zur Begrüßung darf ich erstmal die Sprache auswählen, doch überraschenderweise gibt es da nicht nur die Standardsprachen wie Deutsch, Englisch und Französisch sondern noch viele andere, wie zum Beispiel: Dänisch, Polnisch oder Russisch. Danach geht’s noch zur Gammaeinstellung und schon kann es losgehen.


Die Sprachausgabe des Intros ist in Englisch mit deutschen Untertiteln. Die Stimme ist furchteinflößend und die Grafik ist unglaublich! Alleine das Intro ist den Kauf des Spiels wert. Die Stimmen sind wie in einem Hollywoodstreifen und das ganze Filmintro ist eine gelungene Einführung zu einem der besten Spiele auf der Playstation 3. Hier wird schon das mystische Flair des Spiels gezeigt und ebenso der hohe Gewaltgrad. Nach den fantastischen 5 Minuten Intro gelange ich ins Hauptmenü. Ich habe neben der Auswahl der Kampagne noch die Wahl online gegen die ganze Welt zu spielen oder ein Gefecht gegen computergesteuerte Bots zu starten. Natürlich werde ich zuerst die Hauptmission anfangen und mir ein Bild vom Spiel machen. Die Musik ist im Hauptmenü schon exzellent und lässt auf mehr Sounds im Kriegsstil hoffen. Ich wähle vorerst mal den Schwierigkeitsgrad „Soldat“, das ist der zweite von insgesamt vier, da ich mittlerweile bei Shootern ein wenig vorsichtig geworden bin. Von nun an ist auch die Sprachausgabe in Deutsch, diese ist auch sehr gut umgesetzt und jeder Charakter wurde von Profis gesprochen.
 

Eines fiel mir schon nach ein paar Metern im Spiel auf, die Kulisse auf dem Raumschiff ist bombastisch. Überall hört man menschliche Stimmen, Computer rattern und Soundeffekte klingen aus allen Boxen. Die Grafik dazu passt wie bei einem Science-Fiction Film super zum Set. Die Details sind unglaublich tief und auch die Farbgebung ist bunt, aber nicht übertrieben. Nach wenigen Minuten geht es dann auch endlich aufs Schlachtfeld. Sowas hab ich mein ganzes Leben noch nie in einem Spiel gesehen. Auch wenn ihr es euch nicht richtig vorstellen könnt, aber die Grafik stellt alles bisher Erschienene in den Schatten. Unglaubliche Detailtiefe, eine bombastische Stimmung in dem Kriegsgebiet (welch ironischer Satz) und das Ganze auch noch schnell ohne Ruckeln und Zuckeln. Überall Explosionen, Rauch und Schreie meiner Mannschaft. Killzone 2 schafft mit der dichten Atmosphäre schon eine fast beklemmend realistische Darstellung des Krieges.


Die Steuerung läuft gut von der Hand, wie bei jedem Shooter ist die Aufteilung klassisch. Die Schultertasten sind für die Handgranate und das Lösen der Schüsse reserviert, Viereck für Ducken, das X für Springen und das Dreieck für das Wechseln der Waffen. Leider hat man im Menü nicht die Möglichkeit die Steuerung frei zu konfigurieren, also muss man mit der vorgegebenen klar kommen. Aber als Shooterfan ist man diese bzw. eine ähnliche Steuerung gewohnt. Das einzige Manko ist die Trägheit der Spielfigur. Kann sein dass ich von vielen Shootern ein wenig verwöhnt bin, aber ich finde dass bei Killzone 2 alles ein wenig langsamer abläuft. An sich ist es auch sehr lobenswert, da hier nicht so schnell Hektik aufkommt, aber wenn man verwöhnt ist, sieht man natürlich sowas schnell als einen negativen Aspekt. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase, kam ich aber auch damit zurecht und konnte mich nun völlig dem Bann von Killzone 2 hingeben.
 

Die Vielfalt ist das was mich begeistert, in jedem Spiel sind ja eine Menge an Neuerungen oder Details, die einen wirklich guten Shooter ausmachen. Hier sind es viele Kleinigkeiten, die man beim Betrachten schon fast als automatisch ansieht. Aber genau das ist in meinen Augen das I-Tüpfelchen. Gegner fallen vom Balkon, schreien nebenbei und kommen unsanft auf dem Boden auf. Die Engine leistet hier grandiose Arbeit. Überall stehen Objekte rum, die man per Schuss zur Explosion bringen kann. Das fördert die Abwechslung und bringt ein wenig Taktik mit ins Spiel. Besonders, weil bei es bei einem erhöhten Gegeneraufkommen wichtig ist, nicht einfach den Rambo zu spielen. Funken sprühen, Nebel zieht übers Land und das Wasser wogt in einer unglaublich realistischen Bewegung. Gewaltige Granatenexplosionen zerstören durch ihre Druckwellen Lampen an der Decke. Gasflaschen bewegen sich wenn man draufballert, bei mehreren Schuss bekommen sie Risse, Gas strömt aus, was zu einer Explosion führt. Bei vielen Spielen könnte man einfach nur einen Schuss lösen und schon wäre das Feuer da, aber nicht in dieser Vielfalt. Sonnenspiegelungen, Metalleffekte und das Schimmern des schmierigen Blutes, je öfter man hinschaut, desto mehr wird man entdecken. Ich könnte hier noch viele Details schreiben, aber ich glaube fast, man hätte dann einen Artikel in Länge eines Hollywooddrehbuches.


Das Spiel geht fast komplett ineinander über, die Ladezeiten sind meistens sehr kurz. Alle paar Minuten hält das Spiel für ca. 1 Sekunde an und dann kann man schon weitermachen. Sehr gut gelöst, da die langen Zeiten vor der Konsole endlich passé sind. Allerdings kommt es nicht selten vor, dass die Ladezeiten den Spielfluss ein wenig stören. Man ist gerade in einer spannenden Mission unterwegs, biegt vorsichtig um eine Ecke und denkt nichts Böses, als dann der Bildschirm kurz stehen bleibt, weil die Konsole nachladen muss. Gott sei Dank ist mir das nie bei Gefechten mit den gegnerischen Soldaten passiert.

Die Geschichte zieht sich über mehrere Spielstunden, geübte Spieler werden Killzone 2 aber in ca. 8 bis 10 Stunden komplett fertig haben. Allerdings motiviert das Spiel durch das Einsammeln diverser Gegenstände zum erneuten Spielen. Da aber nicht der Einzelspielermodus, sondern die Mehrspielergefechte das Hauptaugenmerk sind, kann man sich nach dem ersten Durchspielen dem eigentlichen Krieg widmen. Man kann gegen eine Horde Bots antreten oder gegen Spieler aus der ganzen Welt. Die Bots selbst sind mit einer guten Intelligenz ausgestattet, doch einen Menschen können sie nicht ersetzen. Man kann bis zu 15 computergesteuerte Gegner einstellen, die je nach Schwierigkeitsgrad schon heftig sein können.


In der Kriegszone habe ich auch mehrere Auswahlmöglichkeiten, wie zum Beispiel eine Statistik, eine Clan-Erstellung, ein Optionsmenü und eine Möglichkeit zu sehen, wer gerade online ist und das Spiel spielt. Im Moment sind acht Multiplayerkarten auswählbar, fünf verschiedene Spieltypen und die Spielgröße der Karten. Die Spieltypen sind ähnlich wie bei den meisten Onlineshootern: Eliminierung, Überfall, Suche, Eroberung und Zerstörung. Eliminierung kennen die meisten unter Team-Deathmatch. Bei Überfall gilt es einfach einen gegnerischen Hauptmann zu töten, oder den eigenen zu beschützen. Eroberung ist wie der Name schon sagt: Man muss einfach verschiedene Punkte erobern und halten. Die gegnerischen Teams versuchen natürlich dasselbe. Bei Zerstörung müssen die Teams Sprengladungen an gewissen Orten platzieren und das gegnerische Team muss diese wiederum entschärfen. Im Laufe des Spiels kann man auch Ränge aufsteigen, diese bekommt man durch Siege bei den jeweiligen Missionen und durch Töten des Gegners. In höheren Rängen kann man dann auch besseres Equipment benutzen. Es lohnt sich also. Das Online-Erlebnis lief bei mir zu jederzeit sehr flüssig und auch die Grafik ist online unglaublich detailiert und nahezu perfekt.


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Ich bin ja im Allgemeinen ein großer Shooter Fan, dachte mir aber nicht, dass Killzone 2 so der Brenner wird. Die Grafik ist unglaublich und die Stimmung war in einem Spiel noch nie so gigantisch wie hier. Da stimmt einfach alles. Der Sound, die Steuerung und der Mehrspielermodus, alles ist nahezu perfekt. Lediglich die etwas träge Steuerung ist ein kleines Manko, was man aber durch mehrmaliges Spielen wieder weg denken kann. Alles in allem ein Muss für jeden Playstation 3 Besitzer. Alle anderen sollten einen Kauf der PS3 in Erwägung ziehen.


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positiv negativ
  • Unglaubliche Grafik
  • Wahnsinnige Details
  • Filmreifer Soundtrack
  • Düstere Kulissen
  • Super Mehrspielermodi
  • Alles sehr flüssig
  • Kein Coopmodus
  • Etwas träge Steuerung
  • Kurze Hauptstory (ca. 8-10 Stunden)
  • Keine Installationsmöglichkeit





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