Kein Cover vorhanden: upload/articles/KinectJoyRide_Cover_uJEfLw5VxZLgEU2vwbzd.jpg

Kinect JoyRide

Publisher: Microsoft
Entwicklerstudio: Big Park
Genre: Racegame
Sub-Genre: Funracer
Art: Midpricetitel
Erscheinungsdatum: 10.11.2010
USK 0

Kinect JoyRide   17.11.2010 von DeWerni

Mit Kinect JoyRide präsentiert Microsoft zum Kinect Launch auch gleich ein Rennspiel auf Basis der neuen Bewegungssteuerung. Wie der Name bereits sagt, sollte man an dieser Stelle möglichst keine reale Rennsimulation erwarten. Ob der Funracer aber wenigstens auch als solcher zu gebrauchen ist, erfahrt Ihr hier…

Wir haben euch ja in den letzten Tagen mit einer Menge an Tests und Berichten zu den Kinect Launchtiteln versorgt. Darunter alle möglichen und unmöglichen Spiele, meist aus den Bereich Sport- und Minispielsammlung. Ein Racegame war aber bisher noch nicht dabei, weder als Teil einer Minispielsammlung noch als eigenständiges Spiel. Doch auch in diesem Bereich hat Microsoft nicht gepennt, sondern mit Kinect JoyRide entsprechendes Material im verspielten Comicstil geliefert. Dabei handelt es sich, wie man das auch schon dem Namen entnehmen kann, allerdings weniger um einen ernstzunehmenden Konkurrenten für Racingsimulationen wie die Forza Motorsportserie sondern vielmehr um einen Funracer, den man einfach mal einlegen, gedankenlos drauf losspielen kann und mit dem eigentlich auch Einsteiger problemlos zurechtkommen sollten. Genauso ist es auch bei JoyRide. Ihr bekommt beim Einstieg in das Spiel gleich ein Tutorial geliefert, das euch die Steuerung kurz erläutert. Ihr haltet eure Hände generell immer vor euch, als ob Ihr ein Lenkrad mit den Händen umgreifen würdet. Entsprechend bewegt Ihr eure Hände auch, um zu lenken, also so als ob Ihr ein Lenkrad drehen würdet. Dabei ist es wichtig, dass das virtuelle Lenkrad praktisch links und rechts auf der gleichen Höhe in der Hand gehalten wird. Driften könnt Ihr dann, indem Ihr euch noch zusätzlich mit dem Körper in die entsprechende Kurve legt. So lenkt Ihr jedenfalls den Wagen. Dagegen ist eine Steuerung der Geschwindigkeit des Wagens kaum möglich, es gibt weder Gas noch Bremse, das übernimmt das Spiel für euch. Man hat lediglich die Möglichkeit, einen Turbo zu zünden. Um diesen aufzuladen, muss man den Oberkörper zurückziehen, sich also praktisch nach hinten lehnen, und die Hände zum Körper ziehen. Am unteren Bildschirmrand lädt sich dann die Turboleiste auf. Den Turbo kann man anschließend mit einem  Lehnen nach vorne inklusive dem Ausstrecken der Arme aktivieren. Das ist eine sehr gute Idee und funktioniert vom Prinzip her sehr gut. Eine Kostprobe der Steuerung bekommt Ihr im nachfolgenden Trailer geliefert.

 

 

An die Steuerung in Generellen muss man sich allerdings erst sehr gewöhnen, denn sie reagiert relativ feinfühlig auf die Bewegungen der Hände. So passiert es des Öfteren, dass man beim Fahren von der Straße abkommt, weil man den Wagen nicht wirklich ruhig zum Geradeausfahren bekommt. Aber auch an dieser Stelle macht Übung den Meister, so dass man dann aber nach kurzer Eingewöhnungszeit ganz gut damit zurechtkommt, egal ob man Raceprofi oder Anfänger ist, das hat hier nämlich gar nichts zu bedeuten. Etwas schwieriger wird allerdings die Kontrolle des Turbos, denn wenn man diesen aktiviert und nur ein wenig zu viel lenkt, geht der Wagen sofort seitlich weg, ähnlich verhält es sich anfangs mit dem Driften.

Wenn Ihr das Game in die Konsole werft, werdet Ihr zu Beginn von eurem Avatar im Menü begrüßt, der neben dem gewählten schicken roten Wagen steht. Von dort aus könnt Ihr dann zwischen diversen Fahrzeugen wählen, dabei ist vom Sportwagen, über den VW-Bus bis hin zu Buggy und Jeep fast alles enthalten. Da sich alles in einer Art Comicstil präsentiert, machen auch die Fahrzeuge da keine Ausnahme und passen sich schön in die verspielten Strecken und Landschaften ein. Eure Lackierung lässt sich übrigens über die Erfassung einer Farbe eines Gegenstands durch die Kinect-Kamera festlegen – ein sehr nettes Feature. Außerdem könnt Ihr im Menü natürlich die diversen Spielmodi anwählen, die ich euch im Folgenden etwas genauer darstellen werde:

Profi-Rennen

Hier handelt es sich um ein eigentliches, normales Wettrennen, bei dem es um keinerlei Tricks oder ähnliches geht, sondern nur darum, möglichst weit vorne zu landen. Ihr könnt dabei gegen sieben computergesteuerte Gegner fahren.

Wettkampf-Rennen

Das Wettkampf-Rennen orientiert sich am Profi-Rennen. Auch dabei ist euer primäres Ziel, möglichst den ersten Platz zu erreichen, ganz egal wie. Außerdem gibt es ähnlich wie beim Arcaderacer Blur Gimmicks zum Aufsammeln, mit denen ihr eure Gegner angreifen könnt. Es stehen euch dabei die Gimmicks Schwebemine, Raketen, Super-Tempo, Explosion, Tiefkühler und Teleportieren zur Verfügung, die ihr bekommt, wenn ihr eine Objektkiste aufsammelt. Diese enthält dann ein zufälliges der genannten Gimmicks, die ja eigentlich selbsterklärend sind. Aktivieren könnt ihr sie, indem ihr den linken Arm während der Fahrt zur Seite ausstreckt. Also, nichts wie rein ins Auto und den Weg zum Ziel freigeballert.

Stunt

Bei Stunt fahrt ihr praktisch in Half-Pipes herum. Wenn ihr auf den Seiten hochspringt, so könnt ihr durch Beugen nach vorne, hinten oder den Seiten diversen Drehungen und damit Stunts ausführen. Während des Flugs werden dabei zahlreiche Extras, wie Zeitboni, Extra-Multiplikatoren oder ähnliches eingesammelt. So müsst ihr mit Hilfe des Turbos versuchen, möglichst hoch zu springen, viele Stunts zu vollbringen und einige Extras einzusammeln, um so möglichst viele Punkte zu erzielen.

Sprint
Der Modus Sprint orientiert sich ein wenig an dem entsprechenden Modus von der Need for Speed-Reihe. Es geht nur darum, möglichst schnell das Ziel auf einer kurzen, relativ geraden Strecke zu erreichen und dabei diversen Hindernissen auszuweichen. Gegner gibt es dabei keine. Die Aktivierung des Turbos sollte logischerweise relativ oft geschehen.

Zerstörungsrennen

Das Wort Zerstörungsrennen sagt eigentlich schon alles aus. In einer bestimmten Zeitvorgabe solltet Ihr möglichst viele Gegenstände zerstören und dadurch Punkte sammeln. Hauptziel ist in jedem Level eine Boss-Statue. Um diese zu finden, müsst ihr diverse normale, große Statuen zerstören, um so den Weg zur Boss-Statue frei zu machen und euch durch deren Zerstörung die Bonuspunkte zu sichern.

Trick

Trick hat im Grunde mit Autorennen recht wenig zu tun. Ihr startet dabei ab in die Lüfte, steigt auf die ausgebreiteten Flügel eures Fahrzeugs und zeigt alle möglichen Posen, die euch vorgegeben werden. Desto besser und fehlerfreier ihr diese nachmacht, desto mehr Punkte bkommt ihr. Hört sich verrückt an? Ist es auch, macht aber gerade mit mehreren Personen eine Menge Spaß, vor allem wenn man sich danach die Fotos der Kinect-Kamera anschaut.

Übrigens sammelt ihr in allen Modi je nach Erfolg unterschiedliche Mengen an Fans. Diese Fans wiederum öffnen euch den Zugang zu weiteren Strecken, Fahrzeugen, Lackierungen und ähnlichem. Ihr solltet also immer darauf aus sein, möglichst viele Fans zu gewinnen. Außerdem gibt es bei jeder der Herausforderungen drei Medaillen (Gold, Silber und Bronze), die ihr verliehen bekommen könnt. Dazu müsst ihr dann eine vorgegebene Zeit oder Punktzahl erreichen, so kann man sich Bonusfans sichern. Als besonderes Schmankerl bekommt man nach Abschluss jedes Rennens die besten Fotos der Kinect Kamera präsentiert, die man sich nur anschauen oder auch auf die KinectShare-Plattform hochladen kann, um sie auf dem PC weiterzuverarbeiten. Einen Online Multiplayermodus gibt es auch noch. Dieser bietet euch die Möglichkeit, mit bis zu acht Personen parallel zu spielen, aber auch vor einer Linse können sich bis zu zwei Spielern tummeln.

Grafik und Sound
Von technischer Seite gesehen präsentiert sich das Spiel vom Stil her sehr verspielt und damit passend für einen Funracer. Der Comicstil kann dabei überzeugen, ohne wirklich neue technische Glanzpunkte zu setzen. Jedenfalls ist er in einer Full-HD Auflösung gehalten, die für klare und scharfe Bilder sorgt. Dadurch wird von den Entwicklern eine sehr schöne Atmosphäre geschaffen. Der Sound dagegen nervt schon relativ schnell. Eine Moderation per Sprachausgabe gibt es nicht, es dudelt lediglich permanent eine eintönige Musik im Hintergrund, die zwar zum Rahmen passt, aber einem beim Fahren doch nach kurzer Zeit zum einen Ohr rein und zum nächsten wieder rausgeht. Da hätte man sich vielleicht etwas mehr Mühe geben können und die Sounds etwas abwechslungsreicher wie beispielsweise bei Kinect Sports gestalten können. Motorensounds und Umgebungsgeräusche sind OK, mehr aber auch leider nicht.


Das Fazit von: DeWerni

DeWerni

Generell macht das Rasen mit Kinect JoyRide schon eine Menge Spaß, der aber leider nicht wirklich allzu lange anhält. Wie die meisten Casual-Games mach auch dieser Racer natürlich am meisten Laune, wenn man in geselliger Runde mit ein paar Freunden spielt. Da kann man aber auch den Entwicklern ein Kompliment machen, dass sie wenigstens eine Option zum Online Multiplayerspiel mit bis zu acht Mitspielern eingebaut haben. Außerdem besonders erwähnenswert ist der Modus Trick, bei dem man sich mit mehreren Personen wirklich kaputt lachen kann, vor allem wenn man im Anschluss an die Spielrunde die geschossenen Fotos des Kinect Sensors betrachtet. Generell gesehen ist JoyRide eine nette Abwechslung für zwischendurch, aber sicherlich kein Game, das ununterbrochen stundenlang an den Bildschirm fesselt. Trotzdem macht es aus meiner Sicht ordentlich Spaß und hat damit auch seine Daseinsberechtigung unter den Kinect-Titeln.


Die letzten Artikel des Redakteurs:


positiv negativ
  • Spaßige Mehrspielermodi
  • Generell viele Spielmodi
  • Lustige Ideen
  • Viele Features zum Freischalten
  • Witzige Strecken
  • XBOX-Live Rennen
  • Gewöhnungsbedürftige Steuerung
  • Handling des Turbos sehr schwierig
  • Keine Steuerung von Gas und Bremse





Kommentare[X]

[X] schließen