Wenn laute Prügelgeräusche durch die Wohnung schallen und ein Fightszenario über den Bildschirm flackert, sind wieder wilde Kampfabende angesagt. Koordiniertes Tastendrücken gehört zur Tagesordnung. Angefangen hat wohl alles an den Automaten in den 90’ern mit Tekken oder auch Street Fighter. Doch dank den Konsolen bleibt uns der Prügelspass in den Wohnzimmern nicht verwehrt. Mit King of Fighters XII geht es in die nächste Runde und macht nach 15 Jahren den Sprung auf eine Next-Gen Konsole. Geht das Flair dadurch verloren?
Spiel eingelegt und los geht’s. Als erstes wird das Spiel ohne Installation gestartet. Diese kann allerdings über das Menü nachgeholt werden. Das Menü sieht eher klassisch und sehr übersichtlich aus, es stehen nämlich nur zwei verschiedene Modi zur Auswahl, „Arcade“ und „Versus“. Neben diesen findet sich noch ein Online-Modus sowie Optionen, Training und der PS3 Marktplatz wieder.
Fangen wir mit dem Arcade-Modus an. Als erstes wird von einer netten Anime Figur dieser Modus näher erklärt. Wichtig, hier heißt es 3 vs. 3. So werden erst mal 3 Spieler ausgesucht, was anfangs nicht sehr leicht ist, da ein Duzend zur Verfügung stehen. Jeder Charakter hat seine eigenen Kampfstile welche entsprechend Vor- und Nachteile haben. Anfangs ist ausprobieren angesagt und schnell ist man in der Materie. Dann hat man fix seine Favoriten und die Kombos laufen schnell über den Kontroller. Die ersten drei Gegner werden angezeigt und die Reihenfolge meiner ausgewählten Kämpfer wird von mir festgelegt.
Zum Gameplay muss ich sagen: Die Bewegungen sind flüssig, aber irgendwie fehlt etwas. Der Look ähnelt den alten Spielen an den Automaten und die Figuren sind ziemlich pixelig was das Feeling noch sehr verstärkt. Die Grafik sieht eher aus wie in eine Manga-Serie, was allerdings hier wahrscheinlich genau erreicht werden sollte. Wenn man sogar im Menü einige Sachen ausprobiert, fällt einem auf, das man einen Softfilter einstellen kann. Dadurch sieht das ganze etwas „runder“ aus.
Runde für Runde kämpft man sich durch die Gegner. Falls alle drei Kämpfer besiegt werden, können wir sogar unser Team neu zusammenstellen.
Doch die Zeit, die im „Arcade“ Modus gestoppt und letztendlich auch in einer Tabelle angezeigt wird, läuft weiter. Eine Bestzeit ist hier also nicht mehr möglich. Die Bestenliste mit dem entsprechenden Team und der Durchlaufszeit bleibt offline, das heißt man kann nur seine eigenen Rekorde aufstellen und auch wieder brechen. Neben dem Kampf läuft auch noch eine Rundenzeit. Sobald diese abgelaufen ist und kein Sieger feststeht, gewinnt derjenige mit der meisten Lebensenergie. In „Arcade“ ist es jederzeit möglich durch drücken des Startbuttons, dass ein 2ter Spieler mit ins Geschehen eingreift.
Der „Versus“ Modus bietet an sich auch nichts Neues. Nur hier sind eure Freunde und ihre Geschicklichkeit gefragt. Auch wenn man die Tasten nicht kennt, kann man seine Siege einfahren da durch einhämmern auf die Tasten Kombos möglich sind. Doch wenn jemand ein absoluter Profi ist, ist die Chance auf einen Sieg sehr gering. Der meiste Spaß tritt bei einem gleichen Stärkelevel auf, da jeder eine Chance hat. Die Arenen sind nett animiert und überall auf der Welt verteilt. Ob auf einem Marktplatz oder in einem rießen Stadion, für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Das „Training“ bietet einem einen Gegner der sich nicht wehrt und man getrost ohne einen zeitlichen Rahmen einprügeln kann. Bei Einstellungen können dem Gegner noch Eigenschaften wie z.B. Blocken Ein/Aus, harter Schlag oder auch verschiedene Positionen wie z.B. Knien zugewiesen werden. Hier vor allem können Kombos, Griffe und Taktiken ausprobiert werden. Für Kämpfe im Profibereich sicherlich sehr wichtig und somit unabdinglich...
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