Knock Out - uncut -

Knock Out - uncut -

Originaltitel: Tapped Out
Genre: Action
Regie: Allan Ungar
Hauptdarsteller: Michael Biehn • Cody Hackman
Laufzeit: DVD (104 Min) • BD (109 Min)
Label: Tiberius Film
FSK 18

Knock Out - uncut -    03.11.2015 von MarS

Der Kampfsport Mixed Martial Arts (MMA), populär geworden in den 90er Jahren, ist ein moderner Vollkontaktsport der immer beliebter wird und öffentliches Interesse weckt, nicht zuletzt dank der Unterstützung des Fernsehens. Durch die teilweise hohe Brutalität, u.a. auch weil hier Schläge im Bodenkampf und Tritte erlaubt sind, unterlag MMA von 2010 bis 2014 sogar einem Sendeverbot im Deutschen Fernsehen, und auch heute noch stößt der Kampfsport auf scharfe Kritik. Nichts desto trotz hat MMA längst auch in der Filmlandschaft Einzug gehalten, und wir haben den aktuellen Actionfilm Knock Out auf uns einwirken lassen...

 

Michael wird als kleiner Junge Zeuge der Ermordung seiner Eltern und lebt fortan bei seinem Großvater. Der Täter wird nie gefasst und Michael kann den Abend einfach nicht vergessen, weswegen er auch aufhört seine durch seine Eltern geförderte und erfolgreiche Karatekarriere fortzusetzen. Jetzt, sieben Jahre später, ist Michael auf die schiefe Bahn geraten und auch in der Schule geht es steil bergab. Da schickt ihn sein Großvater zu einem alten Freund seines Vaters, der ein Dojo betreibt, um dort seine fälligen Sozialstunden abzuarbeiten. Als er eines Abends mit dessen Nichte eine MMA-Veranstaltung besucht, erkennt Michael in dem Champion vor Ort den Mörder seiner Eltern. Im Stich gelassen von der Polizei und getrieben von Wut und Rache steigt Michael wieder ins Training ein, um dem übermächtigen Gegner im Ring gegenüber stehen zu können. 

 

Die Story von Knock Out birgt keinerlei Neuerungen fürs Genre und präsentiert dem Zuschauer standardisierte Kampfsport-Kost. Den deutlich vorhandenen Parallelen, beispielsweise zum originalen Karate Kid, ist sich der Film allerdings zu jeder Zeit bewusst, was z.B. ein Spruch während des Trainings verdeutlicht, als der Trainer zum Schüler sagt: "Was hast du erwartet? Links auftragen, rechts polieren?". Nichts desto trotz kann Knock Out über die gesamte Laufzeit ohne jegliche Längen oder nervende Passagen unterhalten, was vor allem an den Hauptpersonen liegt. Cody Hackman, der Darsteller des Michael, welcher auch die Story zum Film lieferte und die Produktion übernahm, liefert eine authentische und glaubwürdige Leistung ab und kann trotz des geringen Bekanntheitsgrades überzeugen. Als fünffacher Weltmeister im Karate und MMA-Kämpfer sehen auf die Kampfszenen toll aus. Michael Biehn als sein Mentor ist ebenfalls trotz ungewohnter Rolle sehr stimmig besetzt. Heimlicher Star des Films ist allerdings der polnisch-kanadische MMA-Kämpfer Krzysztof Soszynski, der mit seiner unheimlich körperlichen Präsenz alleine durch seine Anwesenheit für eine angespannte, aggressive Stimmung sorgt. Die Kämpfe im Film werden die Zuschauer wohl in zwei Lager spalten. Für die einen sind die Fights wohl zu kurz und unspektakulär, die anderen jedoch werden gerade das an Knock Out lieben, denn hier wird nicht ewig auf einen Fighter eingedroschen, nur damit dieser dann einen spektakulären, unerwarteten Konter starten kann. Hier sind die Kämpfe kurz aber knackig (in manchen Fällen sogar mehr als kurz) und durch eben diese Darstellung extrem authentisch. 

 

Bildergalerie von Knock Out - uncut - (6 Bilder)

Das Bild der DVD ist insgesamt sehr gut und präsentiert dem Zuschauer eine angenehme Schärfe mit zahlreichen Details. Die Farbgebung ist etwas entsättigt aber sehr natürlich. Kontrast und Schwarzwert weisen ebenfalls kaum Mängel auf, ein leichtes Bildrauschen ist DVD-bedingt ab und an auszumachen aber nie wirklich auffällig. Der Ton bleibt leider hinter seinen Möglichkeiten zurück und leistet die meiste Arbeit im Frontbereich. Nur selten verirren sich kleinere Effekte auf die hinteren Boxen, diese sind dabei etwas zu leise abgemischt und fallen kaum auf.


Das Fazit von: MarS

MarS

Knock Out ist trotz altbekannter Kampfsport-Story ein überzeugender Actionfilm mit authentischen Fights, die jedoch gerade deshalb für den ein oder anderen Actionfan zu kurz ausgefallen sein dürften. Der Film liefert zwar keine Überraschungen, ist aber stimmig und atmosphärisch inszeniert und kann zusammen mit den tollen schauspielerischen Leistungen und der hühnenhaften Präsenz von Krzysztof Soszynski mühelos unterhalten. Ein Tip für Fans von Mixed Martial Arts und allen, die bei einem Actionfilm auch wert auf eine schön umgesetzte Geschichte legen.


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