König des Dschungels, doch anstatt den altbekannten Tarzan erwartet uns hier „Kaspa – Der Löwenmann“. Ein Jahr nach dem „Tarzan, der Affenmensch“ 1932 mit dem legendären Johnny Weißmüller in der titelgebenden Hauptrolle die Kinokassen eroberte erschien dieses Rip Off von H. Bruce Humberstone. Ob wir auch ohne Tarzan und Cheeta um Dschungel gut unterhalten werden?
Ein junges Forscher-Ehepaar begibt sich mit ihrem ca. 4 jährigen Sohn tief in den Dschungel Afrikas. Im nach hinein scheint das jedoch keine so gute Idee gewesen zu sein, da ihr Camp von wilden Tieren überfallen wurde und die beiden ihr Leben verloren. Ohne seine Lage zu verstehen streift der kleine Junge durch den Dschungel und knüpft Freundschaft mit den Babys einer Löwin. Jahre später, er hat längst das Leben und die Sprache der Löwen angenommen, dringt die Zivilisation bis kurz vor dem Lebensraum des weißen Löwenmannes vor. Nach einigen Überfällen auf die Kuhherden der Eindringlinge wird der Löwenmann gefangen genommen und als Zirkusattraktion nach Amerika verschifft. Hier gelingt es ihm erstmals zu fliehen, doch bald ist er die größte Attraktion bei einem Wanderzirkus. Doch verliert er nie den Wunsch mit seinen Löwen zurück in den Dschungel zu Reisen…
Wird ihm dieser Wunsch gelingen, oder wird er ewig als Attraktion durch das Land ziehen müssen?
SchröderMedia ist nach eigenen Aussagen auf der Coverrückseite stolz darauf, die letzte Kinorolle dieses Filmes auf dieser DVD präsentieren zu dürfen. Desweiteren handelt es sich hier wohl auch um eine deutsche Erstaufführung dieses mittlerweile 75 Jahre alten Filmes. In diesen Anbetracht ist das Bild ganz in Ordnung, aber es sind garantiert auch keine Wunder zu erwarten. Es ist im Ganzen ein wenig überzoomt, was besonders bei den Schriften am Anfang auffällt. Hier fehlen oft der erste sowie der letzte Buschstabe. Auch treten teilweise massive analoge Bildstörungen auf, die bei Szenenwechsel durchs Bild laufen.
Der Ton klingt als wär er von einer uralten, zerkratzten Schallplatte aufgenommen worden. Das Rauschen macht die Stimmverständlichkeit in der englischen Tonspur zur Geduldsprobe. In der Deutschen ist dies nicht viel besser.
Bonusmaterial ist für diesen fast vergessenen Film natürlich nicht mehr aufzutreiben gewesen.
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