Henry Lehnbach (Til Schweiger) ist ein wirklich kreativer, wenngleich bisher noch nicht sehr erfolgreicher Drehbuchautor... und sein Privatleben das reinste Chaos. Doch als nach etlichen Folgen „seine“ TV-Serie „Der Förster vom Spreewald“ kurzerhand abgesetzt wird, erhält er unerwartet eine große Chance: Er soll als Co-Autor an der Verfilmung eines erfolgreichen Romans mitarbeiten. Nur leider ist die Autorin des Buches niemand anderes als die Frau, die er inmitten seines unsteten Liebeslebens einst wirklich liebte – und die sich leider nur zu gut daran erinnert, dass er Romanverfilmungen
verabscheut... und noch viel besser daran, warum die Beziehung damals in die Brüche ging. Doch trotzdem wählt sie gerade ihn als Co-Autor! Also doch eine zweite Chance? Henry legt sich wirklich ins Zeug, um es diesmal nicht zu versauen. Er gibt sogar mehrfach „klein bei“, um Katharina (Jasmin Gerat) wieder für sich zu gewinnen.
Doch dann sitzt auf einmal dieses kleine Mädchen vor seiner Tür und behauptet „Ich soll bei Dir wohnen!“. Der Brief, den sie ihm entgegenstreckt, ist von Charlotte (Meret Becker), die ihm darin erklärt, dass dieses entzückende kleine Wesen das Resultat des einstigen One-Night-Stands ist. Da Charlotte dringend verreisen muss und ihr Ehemann Tristan (Samuel Finzi) das gemeinsame Haus verlassen hat, seit er von dem „Kuckuckskind“ wusste, müsse er sich nun um Magdalena (Emma Tiger Schweiger) kümmern. Aber erst mal nur für vier Wochen, beruhigt ihn das Kind...
Doch wie sorgt man für ein Schulkind, wenn man nicht mal sein eigenes Leben im Griff hat und der Inhalt des Kühlschrankes entweder alkoholhaltig oder verdorben ist? Und wie soll man gleichzeitig 100% Einsatz für das Drehbuch des Romans und die Eroberung seiner großen Liebe zeigen? Der Ärger ist vorprogrammiert: Katharina ist mehr und mehr verärgert über sein seltsames Verhalten und Magdalena steckt beim Versuch, sich allein ein Spiegelei zu braten, seine Küche in Brand. Trotzdem versteht er mit der Zeit immer besser, was Tristan meint: „Wissen sie, wie das ist, ein Kind zu lieben? Wenn die Liebe pur ist, bedingungslos...“ Und als Tristan „sein Kind“ und seine Familie dann doch wieder zurück will und Henry aus diesem Familienleben verschwinden soll, beginnt er auch für diese Liebe zu kämpfen. Und gewinnt schließlich sogar seine Katharina zurück mit seinem ersten eigenen Roman „Kokowääh“ – eine Geschichte über ein Kuckuckskind und zwei Väter...

Schon in den Erfolgsfilmen „Keinohrhasen“ und „Zweiohrküken“ standen Til Schweiger und seine Tochter Emma gemeinsam vor der Kamera. In „Kokowääh“ rückt sie aber mit ihrem Vater in den Mittelpunkt des Films. Gedreht wurde daher an unglaublichen 38 Tagen während der Sommerferien von Emma, damit sie regulär die Schule besuchen kann. Zudem durfte sie, laut gesetzlichen Auflagen, nur drei Stunden am Tag drehen. Eine große Herausforderung also für die gesamte Film-Crew. Das Ergebnis aber kann sich wirklich sehen lassen!
„Kokowääh“ ist ein typischer Til Schweiger Film – eine Mischung aus Tragik und Humor mit tollen schauspielerischen Leistungen, vielen Mitgefühl erregenden Szenen und neckischen Sprüchen.
Kommentar verfassen
Schreibe hier einen Kommentar. Du musst einfach alle Felder, die mit einem *-markiert sind, ausfüllen.