Küss den Frosch

Küss den Frosch

Publisher: Disney Interactive
Genre: Jump & Run
Art: Fullprice
Erscheinungsdatum: 19.11.2009
USK 0

Küss den Frosch   12.11.2009 von Panikmike

Bald erscheint in den Kinos der neue Disney Film, in dem es um einen verzauberten Frosch geht, der sich nichts anderes wünscht, als von einer Prinzessin geküsst zu werden, so dass er wieder zum Prinzen wird. Fast zeitgleich erscheint von Disney auch das Spiel für den Nintendo DS. Wir haben es mal genauer unter die Lupe genommen.

Es war einmal ein junger Prinz, der auf der Suche nach Reichtum und Vergnügen war. Er wollte mit seinem Diener nach New Orleans und suchte dort eine wohlhabende Frau, die er heiraten kann, um so ebenso reich zu sein. Obwohl er selbst ein Prinz ist, hatte er kein Geld und war arm. Dr. Facilier stieß zufällig auf den Prinzen Naveen und versprach ihm, der reichste Mann auf Erden zu werden, wenn er nur in den Voodooladen mitkommt. Naveen konnte gar nicht so schnell schauen und ein dunkler Zauber lag über ihm. Flugs verwandelte er sich in einen Frosch und sein Diener Lawrence wurde zum Abbild des Prinzen. Lawrence und Dr. Facilier heckten einen bösen Plan aus. Der „neue“ Prinz sollte nun Frau LaBouff heiraten und beide Verbrecher reich machen….

Das ist die Vorgeschichte, gleich nach dem Vorspann beginnt ihr aber auch schon das Spiel. Ihr steuert Tiana, eine nette hübsche junge Frau. Sie träumt von einem eigenen Restaurant und spart jeden Penny, um sich so bald ihren Wunsch erfüllen zu können. Das erste Missionsziel ist: Such das Diner, das Charlotte LaBouff gehört. Übrigens, das ganze Geschehen spielt sich im oberen Bildschirm ab, unten sind die ganzen Bildschirmtexte und die Spiele, zu denen ich nachher noch komme, zu sehen. So gehe ich nach rechts meinem Missionsziel entgegen, bis ich auf einen dicken Mann stoße. Big Daddy begrüßt mich freundlich und fordert mich auf, mit ihm zu tanzen. Nun kommt auch schon das erste Minispiel. Im unteren Bildschirm sehe ich Tasten eines Klaviers. Von oben fallen Noten nach unten und im richtigen Zeitpunkt muss ich mit dem Stylus die Tasten drücken! Big Daddy meinte aber anfangs zu mir: Wir spielen Jazz, hier ist auch deine Improvisation gefragt! Ergo kann man auch im Takt andere Noten zusätzlich spielen! Während ich die Noten drücke, sieht man im oberen Bildschirm Tiana und Big Daddy tanzen. Leider kann ich mich nicht auf die Animation konzentrieren, da ich unten mit den Noten zu tun habe. Was ich an dieser Stelle nicht gut finde, spielt man sehr viele Noten falsch oder überhaupt nicht, so hat man nachher trotzdem die Quest geschafft. Wo bleibt denn hier der Spaß und die Herausforderung???

Nun gut, aber weiter geht’s, vielleicht war das ja nur bei diesem Spiel. So finde ich kurze Zeit später auch das Diner, kann jedoch nicht reingehen. Tiana´s Putztrieb hält sie auf, der Spieler muss ihr nun kurz helfen, den zusammengeknüllten Papiermüll vor dem Restaurant zu beseitigen. Also nimmt man seinen DS und bläst ins Mikrofon, so dass der Müll weggeblasen wird. Nett! Nun kann ich endlich ins Haus gehen und mit Charlotte sprechen. Sie erzählt mir, dass der Prinz heute ankommt und in ihrem Haus übernachten würde. Man merkt sofort, dass sie total von ihm schwärmt. Sie ist so gut gelaunt, dass sie unbedingt tanzen möchte. Ist ja kein Problem, das Minispiel mit dem Piano kennen wir ja bereits. Leider ist es auch hier so, drücke ich nichts, so ist die Quest trotzdem geschafft. Hmmmm.

Charlotte möchte nun, dass wir ihr ein Essen zubereiten, allerdings können wir das erst machen, wenn wir drin sauber gemacht haben. Ergo wieder in den DS blasen, dann die Zutaten einsammeln und ran an den Herd. Das erste Rezept, das wir zubereiten müssen, sind Beignets. Nun kommt das nächste Spiel. Wir sehen in der Mitte einen Topf und müssen nun entweder links- oder rechtsrum rühren. Der Computer zeigt mir immer die Richtung an, die er möchte. Der linke Balken zeigt den Erfolg der Zubereitung an, wenn es nicht weitergeht, so muss ich eine Zutat hinzugeben. Rechts ist ein roter Balken zu sehen, der mir die Temperatur anzeigt. Wird alles zu heiß, passiert irgendwas. Doch ich hab es nicht geschafft, das Essen verbrennen zu lassen. Bin ich einfach zu gut oder ist das Spiel einfach immer so, dass man nicht draufgehen beziehungsweise verlieren kann? Wir werden es im Laufe des Spiels sehen, nun weiter mit der Geschichte.

Am Abend ist ein Maskenball voll im Gange. Tiana macht eine Pause und trifft auf einen Frosch, der behauptet, der „echte“ Prinz zu sein. Er verspricht ihr große Reichtümer, wenn sie ihm nur einen Kuss geben würde. Auch wenn sie das nicht gerne macht, so ist sie neugierig und vollbringt die Tat. Doch was ist nun los? Tiana hat sich ebenso in einen Frosch verwandelt. So ein Mist! Vor allem weil beide dann noch ein Hund vertreibt und sie sich gerade noch so in die Sümpfe verschleppen konnten. Und nun?

Wir steuern nun den Frosch wie in einem Jump&Run von links nach rechts. Mit dem Steuerkreuz können wir laufen, mit „B“ hüpfen wir. Wenn wir an gewissen Punkten in der Luft erneut die „B“ Taste drücken, so können wir mit unserer Zunge schwingen, wie damals Tarzan mit einer Liane. Kurze Zeit später treffen wir auf ein rattenähnliches Tier. Nach einem kurzen Gespräch stellen wir fest, es wollte gerade Beignets machen. Zufälligerweise können wir das ja schon und können dem Tier helfen. Also machen wir uns wieder auf die Suche nach den Zutaten und kochen dann erneut lecker Essen. Ahhhh, nun hab ich es auch geschafft, alles anbrennen zu lassen. Doch wie ich vermutet hatte, es passiert nichts. Das einzige was ich machen musste: Einfach in den DS pusten, da ich sonst nicht weiter kochen hätte können.

Leider wiederholen sich diese Spiele immer wieder und wieder. Klar sind es mal andere Rezepte, eine andere Tanzmusik, verschiedene Minispiele und verschiedene Jump Sequenzen, aber die Erfüllung ist das definitiv nicht. Es reicht einfach nicht, ein paar kleine Spiele einzubauen und dann zu erwarten, dass das Spiel dadurch der Hit wird. Generell ist das Spiel echt putzig und niedlich, man muss auch immer davon ausgehen, dass ich ein Erwachsener bin und Kinder anders denken, jedoch finde ich, man hätte ein wenig mehr Abwechslung einbauen müssen. Später kommt zwar noch hinzu, dass man sich das Level mit der Mücke ansehen kann bzw. man kann einfach vorfliegen und schauen, was einen erwartet. Ob das eine tolle Idee ist, muss jeder für sich selbst entscheiden, ich finde es nett, aber das war es dann auch schon.

Ebenso gibt es im Laufe des Spiels drei verschiedene Möglichkeiten, was man aus den Schattenwesen machen kann. Hier gibt es dann verschiedene Passagen, die man nur so oder so erreichen kann. Gut gemacht, jedoch wird das Potential dieser Idee nicht ausgeschöpft! Ein geniales Feature ist allerdings die Lebensenergie, die man sich mit einem Trank wieder herstellen kann. Diese Tränke liegen hin und wieder rum, jedoch kann man sie selbst auch brauen, wenn man einen Topf und eine Feuerstelle findet. Dann einfach das Kochspielchen machen und man hat einen Trank. Sehr gute Idee! Aber nun wieder zurück zum Thema. Nebenbei kann man zwar noch verschiedene Items einsammeln, jedoch ist dies auch nicht wirklich tragisch, die meisten liegen mitten im Weg. Suchen ist hier nicht so wirklich angesagt. Die Geschichte ist allerdings schön erzählt, alle paar Minuten kommen neue Lesesequenzen, die nicht zu kurz, aber auch nicht zu lang sind. Man trifft auf die verschiedensten Tiere, die allesamt schön niedlich gestaltet sind.

Wenn wir schon einmal beim Thema sind, die Optik des Spiels ist sehr liebevoll gemacht. Die Jump&Run Einlagen glänzen mit einer schönen abwechslungsreichen Grafik. Die Sequenzen bestehen zwar aus leicht bewegten Standbildern, aber auch die passen gut ins Spiel und erzählen gekonnt die Geschichte. Die Farben sind prächtig und nicht zu grell, die Animationen der Charaktere ebenso liebevoll und gut. Das Ganze teilt sich übrigens in drei Akte mit insgesamt 27 Kapiteln auf.

Der Sound passt gut zum Ganzen. Alles erinnert an einen Zeichentrickfilm, was es ja an sich auch ist. Oder sagen wir so, es ist ja eine Umsetzung des gleichnamigen Kinofilms. Die Musik düdelt vor sich hin, selten kommt hier der Nervfaktor zum Vorschein. Hier ist genügend Abwechslung vorhanden. Die Effekte passen ebenso gut rein, man hört ein Blubb im Sumpf, ein Bling beim Aufsammeln und so weiter. Sprachausgabe gibt es im Übrigen keine, dafür gute deutsche Texte.


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Ja es ist ein Kinderspiel, aber einen kurzweiligen Spaß haben sogar auch Erwachsene dran. Der Sound dudelt sehr schön aus den Boxen, die Grafik ist sehr niedlich und passt sehr gut dazu. Die Jump&Run Sequenzen sind zwar nicht fordernd, jedoch macht es schon Laune, mit dem Frosch durch die Gegend zu springen und diverse Objekte zu suchen, auch wenn diese meistens auf dem Weg liegen. Was ich super finde, dass hier keinerlei Brutalität oder Ähnliches zu finden ist. Klar ist es ein Kinderspiel, aber man sieht oftmals doch Sequenzen, Bilder oder irgendwas in der Form, was unsere Kleinen nicht unbedingt sehen sollten. Hier gibt es allerdings nichts, alles ist super kindgerecht! Dafür gibt es von mir einen Kauftipp, Weihnachten steht ja vor der Tür. Also nicht nachdenken und dieses liebe Spiel schenken.


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positiv negativ
  • Gute Grafik
  • Toller Sound
  • Schön erzählte Geschichte
  • Gute Steuerung
  • Kleine tolle Features, wie z.B. Heiltrank brauen
  • Nette Dialoge
  • Zu wenig Abwechslung
  • Manchmal zu viel zu lesen
  • Immer wiederkehrende Levels, Passagen und die gleichen Missionsziele





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