L.A. Noire

L.A. Noire

Publisher: Rockstar Games
Entwicklerstudio: Team Bondi
Genre: Action
Sub-Genre: Third-Person-Action
Art: Vollpreistitel
Erscheinungsdatum: 20.05.2011
USK 16

L.A. Noire   01.06.2011 von Luckeslos

Lange haben wir auf diesen Titel gewartet und nun ist er endlich im Handel erhältlich. Rockstar Games verspricht ein spannendes Abenteuer in der Haut eines Polizisten. Alles spielt in den 40er Jahren in Los Angeles. Ob Rockstar dieses Versprechen halten können, lest Ihr hier…

Ihr spielt den Kriegshelden Cole Phelps, der nach dem Krieg bei der Polizei in Los Angeles anfängt. Phelps ist Streifenpolizist und ziemlich ehrgeizig, was man auch gleich bei dem ersten Fall zu spüren bekommt. Ihr werdet zu einem Mord in einer Gasse gerufen. Die hiesige Mordkommission ist schon vor Ort, wenn Ihr eintrefft und erklärt den Fall. Ein dunkelhäutiger Mann wurde erschossen, laut Augenzeugenbericht von einem großen weißen Mann. Euer Auftrag ist es, die Mordwaffe zu finden, denn diese soll er angeblich weggeschmissen haben. Hier beginnt dann auch gleich die Erklärung für die Steuerung im Spiel, aber dazu kommen wir später. Nach gründlicher Untersuchung der Gasse entdeckt Phelps die Tatwaffe, die sich in einem gekippten Fenster spiegelt. Nachdem wir die Mordwaffe geholt haben, schaltet sich gleich unser Partner ein. Dieser will das Beweisstück so schnell wie möglich los werden und bei der Mordkommission abgeben. Doch Phelps ist das nicht genug, er will auf eigene Faust ermitteln. Deswegen geht es zum nächstgelegen Waffenhändler, um zu erfahren, wem diese Waffe gehört. Und siehe da, nach etwas Gestöber in dessen Waffenbüchlein, haben wir den Besitzer der Mordwaffe herausgefunden und sind auf den Weg zu ihm. Dort angekommen will uns der Waffenbesitzer erzählen, sie sei ihm gestohlen worden. Das glauben wir natürlich nicht und daraufhin versucht er zu fliehen. Phelps ist aber ehrgeizig und wir verfolgen den Flüchtigen. Nach kurzer Jagd haben wir ihn auch geschnappt. Mit dem Verdächtigen im Revier angekommen erwartet uns auch schon der Captain, der von Phelps Enthusiasmus so begeistert ist, dass er das Verhör führen darf. Hier heißt es nun ganz genau auf das Gesicht des Verdächtigen während der Befragung achten, ob es irgendwie ersichtlich ist, ob er lügt oder die Wahrheit sagt. Dies ist zwar anfangs nicht allzu leicht, aber keine Angst, der Captain schickt euch so lange zu ihm, bis Ihr das Geständnis habt. Danach geht es auch gleich zu dem nächsten Mord, aber hier will ich nicht zu viel verraten,  am besten Ihr spielt es selbst. So viel sei verraten, die Beförderung zum Detectiv lässt nicht allzu lange auf sich warten.


L. A. Noire ist nicht der gängige Action-Shooter oder das alltägliche Abenteuerspiel. Hier geht es ums rum schnüffeln á la CSI und das mit aller Ruhe, denn die meisten sind ja schon Tod. Das Ganze läuft wie in einem Film, in dem Ihr die einzelnen Szenen durchspielen müsst. Ihr bekommt einen Auftrag und dann heißt es Arbeiten, indem man Hinweise sucht, Augenzeugen befragt oder die Verdächtigen verhört. Habt aber keine Angst, jeder Hinweis den man findet, jeder Ort und jede Person werden im Notizbuch gespeichert, auf das Ihr jederzeit zurückgreifen könnt. Und das ist auch gut so, denn von Fall zu Fall werden es immer mehr Hinweise die benötigt werden, um den Täter zu stellen. Bei den Verhören kann man diese dann auch mit Einbauen, wenn man den vermeidlichen Täter der Lüge beschuldigt. Dieses ist sogar wichtig um das Geständnis herauszulocken, vorausgesetzt man verwendet den richtigen Hinweis zu der gestellten Frage. Hier kommt dann auch der Motion-Scan besonders gut zur Geltung. Man sieht wirklich allerlei Gesichtszüge in den Gesichtern der Charaktere und wer etwas Menschenkenntnis hat, kann anhand der Gesten, Mimik und an dem Verhalten der Charaktere erkennen ob dieser lügt, die Wahrheit erzählt oder nur die halbe Wahrheit. Aber es wird einem nicht zu einfach gemacht. Nicht jeder Charakter der weg sieht lügt, hier wurde das menschliche Verhalten wirklich sehr gut nachgeahmt. Es gibt ja schließlich auch Menschen, die einem in die Augen sehen und lügen. Dies gilt es hier herauszufinden. Je mehr Fragen man richtig deutet umso schneller gelangt man ans Ziel der Mission. Falls man nur wenige richtig deutet, dauert es halt etwas länger, bis man an das gewünschte Ziel gelangt. Lösen wird man die Fälle immer: mal schneller, mal langsamer.

 

Rockstar Games hat hier ein kleines Meisterwerk geschaffen. Die einzelnen Fälle sind spannend aufgebaut, sodass man immer weiter machen will. Grafisch kann man auch nicht meckern, die Bilder sind scharf und die Grafische Atmosphäre der Stadt ist genial. Ab und an gibt es vereinzelt ein Paar ruckler wenn die Texturen laden und die Hintergründe sind teils etwas verschwommen, aber das stört beim eigentlichen Spielen kaum. Hauptaugenmerk sind die Emotionen in den Gesichtern und diese sind wirklich überwältigend. Schon nach wenigen Spielminuten bei den ersten Verhören war ich begeistert was Rockstar hier geschaffen. Es ist zwar relativ wenig Action im Spiel, eigentlich so gut wie gar keine. Aber darum geht es hier ja nicht. Sondern um das Schnüffeln, das Gespür zu haben einen Mord oder Raubüberfall zu lösen. Nicht jeder Gegenstand den man anwählen kann liefert einen Hinweis. Hier wurde es den Spielern sogar etwas vereinfacht, wenn man an einem Hinweis vorbei läuft, vibriert der Controller und die „Hinweis-Musik“ im Hintergrund hat einen kurzen Aufheller. Die Gegenstände kann man mit „A“ anwählen und dann meist sogar noch hin und her bewegen um zu sehen ob er einen brauchbar Hinweis liefert. Man kann die Hilfe aber natürlich auch ausschalten was dem ganzen dann einen besonderen Reiz verabreicht. Dieses würde ich sogar allen empfehlen, weil man sich dann wirklich auf die Suche macht und nicht nur einfach blindlings rum läuft und darauf wartet, bis der Controller anfängt zu vibrieren. Klanglich ist das Game mit der passenden Musik der 40er ausgestattet. Auch die Gespräche der Charaktere sind erste Sahne. Wie man es von Rockstar natürlich nicht anders kennt, laufen diese in der Originalsprache ab (Englisch) und sind mit deutschen Untertiteln versehen. Dieses verleiht dem Spiel noch mal einen besonderen Reiz. Wer GTA und Red Dead Redemption mochte und gerne mal einen auf CSI der 40er Jahre machen möchte, wird dieses Game lieben.


Das Fazit von: Luckeslos

Luckeslos

Rockstar hat sich hiermit selbst übertroffen. Ich habe noch nie so dermaßen geile Gesichtszüge und Emotionen bei einem Videospiel gesehen, wie bei L. A. Noire. An dieser Stelle ein großes Lob von mir. Die Fälle sind spannend aufgebaut und werden nie langweilig. Wenn man die Hilfen ausschaltet, dann nimmt der Schwierigkeitsgrad noch etwas an und man kann das Spiel in seiner vollen Pracht genießen. Wenn man von den teils verschwommenen Hintergründen drüber hinwegsehen kann, wird man L. A. Noire lieben. Trotzdem gibt es von mir nur eine 8 von 10, da die immer wieder kehrenden Ruckler nerven und es das Spiel nicht auf Deutsch gibt. Spieler, die der englischen Sprache nicht mächtig sind, müssen permanent lesen und können dadurch das Spiel nicht richtig genießen.


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