Lady Justice - Im Namen der Gerechtigkeit

Lady Justice - Im Namen der Gerechtigkeit

Originaltitel: Fighting For Freedom
Genre: Drama • Justiz-Thriller
Regie: Farhad Mann
Hauptdarsteller: Bruce Dern • Kristanna Loken
Laufzeit: DVD (84 Min) • BD (87 Min)
Label: Tiberius Film
FSK 12

Lady Justice - Im Namen der Gerechtigkeit   01.09.2016 von MarS

Die US-amerikanische Schauspielerin Kristanna Loken ist nicht unbedingt bekannt für den hohen Anspruch ihrer Rollen und zeigte sich bisher kämpferisch und vor allem sexy. Im vorliegenden Lady Justice - Im Namen der Gerechtigkeit begnügt sie sich mit ihrer kämpferischen Natur, dieses Mal jedoch als meist hochgeschlossene Anwältin. Was der Film sonst noch zu bieten hat erfahrt Ihr in der folgenden Kritik.

 

Oscar ist Mexikaner und arbeitet nach illegaler Einreise in die USA seit seiner Kindheit auf der Love Orchard Farm, dessen Besitzer er liebevoll Papa Christo nennt. Zusammen mit seiner Frau hat er drei Kinder, von denen zwei in den USA geboren wurden und damit die amerikanische Staatsbürgerschaft besitzen. Die jüngste, Angelica, ist jedoch während eines Besuchs in Mexiko auf die Welt gekommen, weswegen ihnen die Rückreise in die USA untersagt wird. Erneut muss Oscar illegal über die Grenze, um seine Familie wieder zu vereinen, und wird dabei stets von Papa Christo unterstützt. Jahre später werden die Zollbehörden bei einer Überprüfung der Love Orchard Farm auf Angelica aufmerksam und so beginnt ein Prozess um deren Abschiebung. Da schaltet sich Papa Christos Tochter ein, eine erfolgreiche Anwältin, die mit all ihren Mitteln um das Recht von Oscars Familie kämpft...

 

Lady Justice - Im Namen der Gerechtigkeit beschäftigt sich mit einem realen Einzelfall aus einem Themengebiet, dass in den USA ein stetiger Begleiter ist: die illegale mexikanische Einwanderung. Dabei bezieht der Film ganz klar Stellung und stellt ein Plädoyer für Menschenrechte und Familie dar, ohne dabei zu sehr auf die Tränendrüse zu drücken. Leider verpasst es Lady Justice - Im Namen der Gerechtigkeit dabei auch, Spannung oder emotionale Bewegung zu schaffen und präsentiert sich gänzlich vorhersehbar und unspektakulär, während diverse unlogische, konstruiert wirkende bzw. für die Handlung gänzlich unrelevante Nebenhandlungen mit in die Inszenierung verbaut wurden, wie beispielsweise ein später nicht mehr beachtete Alkoholabhängigkeit der Anwältin oder deren Beziehung zu ihrem Chef in der Kanzlei. Lediglich die angeschlagene Beziehung zwischen Vater und Tochter ist hier zumindest in Teilen nachvollziehbar und glaubwürdig, was aber vor allem an der stimmigen Leistung von Bruce Dern liegt. Kristanna Loken bleibt im Gegensatz dazu eher blass und steril, obwohl sie eigentlich die Hauptfigur im Film darstellt. Den interessantesten Teil von Lady Justice - Im Namen der Gerechtigkeit stellt das Finale dar, welches sich auf den eigentlichen Gerichtsprozess konzentriert und dabei sogar ein paar denkwürdige Momente und Fakten liefert, die zum Nachdenken anregen könnten. 

 

Bildergalerie von Lady Justice - Im Namen der Gerechtigkeit (6 Bilder)

Das Bild der Blu-ray weist eine sehr gute Schärfe und hohen Detailreichtum auf. Der Kontrast ist in einigen Szenen etwas zu stark eingestellt, was für unschönes Kantenflimmern sorgt und die Farben zu kräftig und damit unnatürlich wirken lässt. Hin und wieder macht sich in dunklen Bereichen etwas Filmkorn breit, welches aber nie negativ ins Gewicht fällt. Der Ton ist genrebedingt eher frontlastig und besitzt kaum Dynamik. Eine echte Surroundeinbindung sucht man vergeblich, die für den Film ausschlaggebenden Dialoge sind jedoch stets klar und deutlich. 


Das Fazit von: MarS

MarS

 

Lady Justice - Im Namen der Gerechtigkeit ist ein Justiz-Drama, das in weiten Teilen recht langweilig und unspektakulär vor sich hin läuft, ohne dabei Spannung oder eben Dramatik zu erzeugen. Erst gegen Ende zeigt der Film dann, was eigentlich drin gewesen wäre, was aber letztendlich nicht ausreicht um einen interessanten Film zu schaffen. Lady Justice - Im Namen der Gerechtigkeit hat Potential und brauchbare Ansätze und auch die schauspielerischen Leistungen sind solide, letztendlich wäre aber bei strafferem Drehbuch und dem Verzicht auf unsinnige Nebenplots deutlich mehr drin gewesen.


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