Lenovo YOGA Tablet 3 Pro

Lenovo YOGA Tablet 3 Pro

Publisher: Lenovo
Genre: Tablet / Tablet-PC

Lenovo YOGA Tablet 3 Pro   10.12.2015 von Panikmike

Mittlerweile gibt es viele Gründe, warum man sich ein Tablet und keinen PC beziehungsweise ein Notebook kaufen sollte. Immer mehr Hersteller bauen Alternativen zum iPad und bringen somit auch neue Ideen und Features an den Mann. Wir haben uns daher mal das Lenovo YOGA Tablet 3 Pro mit eingebauten Beamer angesehen und sagen Euch genau, warum wir dieses Ding richtig gut finden…

 

Unter uns gibt es viele Fanboys, die sich zum Beispiel nur Geräte von Apple kaufen. Doch neben dem bekannten abgebissenen Apfel gibt es viele Alternativen, die entweder auf Windows oder aber auch Android laufen. Die Bedienbarkeit ist darauf natürlich anders, doch wie bei fast jedem Gerät dauert es nicht lange, bis man sich darauf eingestellt hat. Der größte Computerhersteller aus China hat seit 2013 Hewlett Packard mit allen verkauften Notebooks weltweit überholt und macht jährlich einen Gewinn im dreistelligen Millionenbereich. Seit einiger Zeit geht Lenovo aber auch mit dem Trend und baut Tablet-PCs, die mittlerweile in vielen Wohnzimmern eingezogen sind. Das ist auch der Grund, warum wir uns den neuesten Streich mit dem Namen YOGA Tablet 3 Pro mal genauer angesehen haben.

 

Die Einrichtung

 

Der Karton ist gerade mal ein wenig größer als das Tablet selbst, das Tablet liegt schön verpackt mit einer Plastikumhüllung darin. Darin enthalten sind ebenso ein USB-Kabel mit Anschluss an die Steckdose, eine Beschreibung des Registrierungsvorgangs in 40 Sprachen und ein viersprachiger Quickstartguide. Wer aber schon einmal mit einem Tablet auf Android gearbeitet hat, der kann direkt einschalten und loslegen. Vorher sollte natürlich der Akku aufgeladen werden, da es nicht gewährleistet ist, dass dieser nach der langen Reise bis zu uns nach Hause noch Saft hat.

 

Sobald man den seitlichen Einschaltknopf gedrückt hält, legt das Tablet auch schon los. Nachdem man die Sprache gewählt hat, muss man sich gleich bei Google mit seinem Konto registrieren, oder aber ein neues Konto erstellen. Auch wenn das vielleicht einige Nutzer nervt, so ist es dadurch aber auch gewährleistet, dass zum Beispiel alle Emails nicht verloren gehen. Natürlich muss man sich vorher auch in seinem W-Lan einloggen, was aber nach der Dateneingabe nur wenige Sekunden dauert. Die Uhrzeit und das Datum werden eigenständig übernommen und wenige Minuten später kann man komplett auf eigene Faust loslegen. Zuvor gilt es nur noch die Lenovo Lizenzvereinbarung zu akzeptieren, die Displaysperre aufgrund von Sicherheit für den Nutzer und die Benachrichtigungen einzurichten und abschließend die Lenovo ID zur Registrierung und für spezielle Inhalte zu aktivieren. Der komplette Vorgang dauert keine fünf Minuten, insofern man seine persönlichen Daten alle zur Hand hat.

 

Die Bedienung und die Möglichkeiten

 

Wie bei jedem neuen Smartphone oder Tablet üblich, steuert man das komplette Menü und die Apps per Touch, was unglaublich gut und smart funktioniert. Jeder Klick sitzt und man muss auch nicht zu fest aufs Display drücken, um einen Befehl zu geben. Allerdings ist es mir an dieser Stelle auch schon passiert, dass der Finger gefühlt nur auf dem Display lag, das Tablet es aber schon als Befehl angesehen hat. Im Klartext heißt das also: Finger weg vom Display, wenn ihr nichts bedienen wollt. Doch lieber ist es mir so, als wenn ich halb das Glas einschlagen muss. Wer übrigens gerade keinen Finger zur Hand hat – Vorsicht kein Witz – der kann zum Beispiel auch eine Gabel zum Bedienen verwenden. Die sogenannte AnyPen-Technologie erlaubt jede Eingabe eines elektrisch leitenden Objekts als Stift, was ich allerdings nur zum Testen ausprobiert habe. Ich hätte an dieser Stelle zu viel Angst, dass mir das Metall das Glas beschädigt und ich kann mir beim besten Willen keine Situation vorstellen, warum man keinen Finger, aber „nur“ eine Gabel verwenden könnte.

 

Beim ersten Mal in die Hand nehmen fällt zuerst einmal das eher unangenehme Gewicht auf. Das YOGA Tablet 3 Pro wiegt satte 662g, was für ein Tablet kein Fliegengewicht darstellt. Mein altes Samsung 10 Zoll Tablet wiegt ganze 100g weniger, hat allerdings viel weniger Technik mit an Bord. Im Internet gibt es viele, die über das Gewicht schimpfen – das finde ich jedoch sehr ungerecht. Zum einen muss man die eingebaute Technik mit dazurechnen, zum anderen stellt sich mir selbst immer die Frage, für was ich ein Tablet benutze. Im seltensten Fall laufe ich damit wie mit einem Smartphone vor mir her oder mache damit den ganzen Tag Fotos, da mir bei solch einer Aktion natürlich die Hand abfallen würde. Ergo ist mir das Gewicht nicht ganz so wichtig, denn dadurch gibt es auch einige Vorteile. Die Fotofunktion geht übrigens sehr leicht von der Hand und die Qualität der Videos und Fotos sind akzeptabel. Wer ein ruhiges Händchen hat und gute Lichtverhältnisse, der kann mit den 13 Megapixeln gute Fotos machen. Die Frontkamera hat 4,9 Megapixel und reicht für Videotelefonie und Selfies total aus.

 

Ein Vorteil des höheren Gewichts ist der eingebaute Standfuß, der selbst schon einige Gramm auf die Waage bringt. Damit kann man das Tablet in jegliche Position bringen, in der es dann auch hält. Oftmals kann bei einem Notebook zum Beispiel nicht gewährleistet werden, dass jeder Winkel eingestellt werden kann, ohne dass es auf Dauer selbstständig die Position verlässt. Beim YOGA Tablet 3 Pro ist dies definitiv der Fall! So kann man das Ding also auf den Tisch stellen und zum Beispiel darauf etwas ansehen oder surfen. Zugleich ist hinten aber ein daumendickes Loch, mit dem man das Tablet zum Beispiel beim Kochen in die Küche an einen Nagel oder Haken hängen kann. Das Ganze ist aus hochwertigen Metall, ein Defekt oder ein unangenehmer Sprung ist also ausgeschlossen. Klappt man den Standfuß hoch verbirgt sich ein kleines unscheinbares Loch, in das man eine erweiterte Speicherkarte einlegen kann. Übrigens braucht ihr keine Sorgen haben, dass beim Kochen mal ein Spritzer aufs Display kommt, da Lenovo ihr Tablet nach Schutzklasse IP21 gegen Spritzwasser geschützt hat.

 

Doch auch das Tablet selbst ist aus sehr hochwertigen Materialien gebaut worden. Zum einen der Metallfuß, zum anderen aber auch die mit Kunstleder überzogene Rückseite, die sich in der Hand besonders beim Tragen sehr gut anfühlt. Einzig und allein hätte ich mir an dieser Stelle Fingerlöcher oder ähnliches gewünscht, da es nämlich bei einer leichten Unachtsamkeit aus der Hand rutschen kann.

 

Der eingebaute Beamer und ein kleines Kinofeeling

 

Lenovo selbst schwört auf ihre eingebaute Beamer-Technologie und preist dies auch oftmals in einer Werbung oder auf diversen Homepages an. Im Internet gibt es aber einige Tests beziehungsweise auch Feedback der User, die dieses Feature extrem anprangern. Ich für meinen Teil bin aber davon begeistert. Dies hat mehr Gründe, die ich Euch hier kurz erläutern möchte. Wichtig ist an dieser Stelle, dass der eingebaute Beamer natürlich nicht mit einem hochwertigen Standalone-Beamer zu vergleichen ist – wer dies macht, ist in meinen Augen nicht seriös. Natürlich kann ich mit dem YOGA Tablet 3 Pro keine Kinofilme über eine Distanz von mehreren Metern ansehen, das möchte ich damit aber auch gar nicht. Um zum Beispiel innerhalb der Familie ein paar Fotos oder Videos von YouTube an die Wand zu werfen, ist diese Funktion aber ideal. Ebenso habe ich es ausprobiert, zum Beispiel über Amazon Video oder auch Flixster Videos zu streamen und auch das war prima. Auf einer Größe von ca. 1 Meter Bilddiagonale auf unseren Kamin im Esszimmer (siehe Foto) sah das Bild sehr gut aus und es hat Spaß gemacht, nebenbei was zu gucken. Wichtig dabei ist jedoch, dass das Licht sehr gedimmt sein muss (siehe Foto), da die Lichtstärke des eingebauten Beamers in der Tat sehr gering ist. Ebenso ist es problemlos möglich im Bett mal schnell einen Film anzusehen, insofern man das Tablet gut positionieren kann und eine weiße Wand zur Verfügung hat.

 

 

Wichtig dabei ist jedoch auch der Ton, der mich total überrascht hat. Die Klänge kommen sehr gut aus den kleinen Löchern an der Front des Tablets und dank der vier eingebauten JBL-Lautsprecher klingen sie auch noch toll. Einzig und allein der Bass geht ein wenig flöten, der Vorgänger hatte zumindest eine separate Bassbox verbaut – an dieser Stelle ist das aber Meckern auf hohem Niveau. Das Display selbst hat 10,1 Zoll und eine Auflösung von 2560x1600 Pixel. Die Farben kommen unglaublich brillant in die Augen und auch die Helligkeit und der Kontrast sind fast unbeschreiblich.

 

Schlimm wäre bei so einem tollen Gerät aber dann eine kurze Akkulaufzeit, was ich hier aber auch gleich abnicken möchte. Der Hersteller selbst verspricht bis zu 18 Stunden Akkulaufzeit, was ich selbst leider nie geschafft habe. Es ist aber auch ein sehr großer Unterschied, ob man nun stundenlang Filme schaut, damit im Internet surft oder Akku-fressende Spiele spielt. Generell kann man aber mit einer gesunden Mixtur in der Früh nach dem Aufstehen das Tablet ausstecken, um es dann nachts wieder aufzuladen. Mit mein Samsung Galaxy zum Beispiel konnte man das nicht mal annähernd. Wer übrigens unterwegs keine Steckdose bei der Hand hat, kann sein Tablet auch zur PowerBank umfunktionieren und sein Smartphone über das YOGA Tablet 3 Pro aufladen.

 

Mankos bei der Benutzung

 

Doch ein technisches Gerät ohne Mankos wird man auf dem Markt nie finden, oder? Auch ich habe einiges zum Beanstanden, was ich hier ein wenig näher erläutern möchte. Gleich am Anfang ist mir einige Male passiert, dass ich das Gerät dummerweise versehentlich ausgeschaltet habe. Der Power-Button zum Ein- beziehungsweise Ausschalten befindet sich an der Seite beim Tragegriff/Scharnier. Er ist sehr sensibel was hin und wieder zur Folge hat, dass man beim Tragen oder beim Verschieben versehentlich den Knopf trifft. Die Positionierung ist in meinen Augen suboptimal und sollte bei der nächsten Generation ausgebessert werden.

 

Als zweites Manko ist mir aufgefallen, dass nicht alle Spiele oder Apps, die ich zum Testen benutzt hatte, flüssig liefen. Dies kann natürlich auch an einer schlechten Programmierung liegen, dennoch glaube ich, dass auch der eingebaute Speicher von „nur“ 2 GB dazu beiträgt. Warum man sich hier nicht für mehr entschieden hat, ist mir schleierhaft. Die eingebauten 32 GB Speicher sind ausreichend, es können jedoch nur 25 GB davon zum Speichern von Fotos, Videos etc. benutzen werden. Wem das nicht reicht, der kann den Speicherplatz durch eine Micro-SD Karte erweitern.

 

Natürlich könnte man an dieser Stelle noch viel meckern, dass zum Beispiel kein NFC-Standard dabei ist, der eine schnelle Kopplung von Bluetooth-Geräten gewährleisten würde. Doch ich gehe natürlich von mir selbst aus, und genau solche Features brauche ich nicht. Daher sollte jeder von Euch, der mit dem Gerät liebäugelt, vorher mal genau nachlesen, was er selbst haben möchte und auf welche Features er verzichten kann. Die wichtigsten Features beziehungsweise Spezifikationen haben wir hier für Euch aufgelistet.

 

Bildergalerie von Lenovo YOGA Tablet 3 Pro (13 Bilder)

Spezifikationen

 

  • Prozessor: Intel Atom x5-Z8500 Processor( 1.44Ghz ~ Up to 2.24GHz TurboGHz 1.440MHz 2MB)
  • Betriebssystem: ANDROID 5.1
  • Bildschirm: 10,1" IPS Multi-touch 2560x1600
  • Speicher: 2.0GB LPDDR3-1600 LPDDR3 1600 MHz
  • Festplatte: 32GB
  • Integrierter Wi-Fi-/WLAN-Adapter: 802.11abgn WLAN
  • Bluetooth: Bluetooth-Version 4.0
  • Garantie: 1 Jahr
  • Akku: 2 CELL Li-ion+1 CELL Li-Polymer
  • Integrierter drehbarer Beamer mit 50 Lumen
  • Brillante Bildqualität auf dem scharfen QHD-Display
  • Fesselndes Klangerlebnis mit vier eingebauten JBL-Lautsprecher
  • Extrem lange Akkulaufzeit von bis zu 18 Stunden
  • Mehrere Möglichkeiten der Tablet-Nutzung (Wand, Stehend, …)
  • Elegant und geschützt (Kunstleder, robustes Gehäuse, fester Standfuß)
  • AnyPen Technologie

Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Ich bin eigentlich ein PC/Notebook Nutzer, aber ich wollte fürs Wohnzimmer schon lange mal auf ein Tablet umstellen. Auch wenn ich seit langem ein Samsung Tablet zu Hause habe, so lag dies meistens im Eck und wurde nicht benutzt. Seitdem ich das Lenovo YOGA Tablet 3 Pro aber zu Hause habe, ist es stets mein Begleiter. Zum einen spiele ich gerne mal ein Spiel auf der Couch, wie zum Beispiel Hearthstone, was ich ansonsten hin und wieder auf dem PC gespielt habe. Am meisten nutze ich aber die Beamerfunktion, um einfach mal im Bett oder an Stellen, wo man normalerweise keinen Fernseher stehen hat, eine Folge einer Serie anzusehen. Ebenso cool ist es Fotos bei einem Freund an die Wand zu werfen oder einfach mal damit Musik zu hören. Die eingebauten Lautsprecher sind echt sehr gut, ebenso die komplette Bedienung des Geräts. Aber es gibt auch Mankos, denn alleine der Power-Knopf ist super dämlich positioniert und mich persönlich stört es ehrlich gesagt auch, dass es keine Griffe/Mulden zum Tragen gibt. Das sind zwar Kleinigkeiten, diese hätte ich mir jedoch gewünscht. Ansonsten kann man selbst über den Preis von 500 Euro (Stand 29.11.2015) nicht meckern, bekommt man mit dieser Ausstattung inklusive Beamer ansonsten keinerlei Alternative. Wer ein gutes und optisch schickes Tablet mit guten Spezifikationen haben möchte, der sollte sich das Lenovo YOGA Tablet 3 Pro auf alle Fälle zulegen oder sich vielleicht zum kommenden Weihnachtsfest schenken lassen.


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