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Let me in

Originaltitel: Let Me In
Genre: Horror-Thriller
Regie: Matt Reeves
Hauptdarsteller: Chloe Moretz
Laufzeit: Ca. 116 Minuten
Label: Universal Pictures Home Entertainment
FSK 16

Let me in   19.04.2012 von Panikmike

Vor einiger Zeit kam eine Bestseller-Verfilmung mit dem Namen „Let The Right One In“ auf dem Markt. Nur kurze Zeit später machte sich Matt Reeves (Regisseur von Cloverfield) daran, ein Remake zu drehen. Sein Werk nennt sich „Let Me In“ und ist in meinen Augen einer der besten Filme, der in den letzten Jahren erschienen ist …

Owen (Kodi Smit-McPhee) ist ein normaler zwölfjähriger Junge. Er ist gesund, geht zur Schule und lebt bei seiner Mutter. Doch glücklich ist er nicht! Seine Mitschüler hänseln ihn tagein tagaus, seine Eltern lassen sich scheiden und er hat keine Freunde. Daher spielt er auch lieber täglich abends im Vorhof des Wohnkomplexes, als mit seiner Mutter irgendetwas zu machen. Diese ist anderweitig beschäftigt und kümmert sich darum kaum um Owen. Eines Tages trifft er auf dem Klettergerüst im Hof auf Abby (Chloe Moretz). Sie ist vor Kurzem mit ihrem Vater in die Gegend gezogen, und auch sie ist ein Einzelgänger. Daher verstehen sie sich auf Anhieb und kommen ins Gespräch. Doch Abby erklärt Owen nach ein paar Minuten, dass beide keine Freunde werden können. Owen bleibt hartnäckig, weil er Abby von Anfang an lieb gewonnen hat. Täglich treffen sie sich abends im Vorhof und verstehen sich prächtig. Dies geht sogar so weit, dass Abby ihm Tipps zur Abwehr gegen seine Schulfeinde gibt. Er soll sich wehren und nicht drangsalieren lassen. Durch diese schönen und aufbauenden Worte stärkt sich Owens Selbstbewusstsein so weit, dass er sich eines Tages gegen die Schulschläger wehrt.

Während der kleinen Liebesgeschichte passiert im Dorf aber Schreckliches – es wurden einige grausame Morde ausgeübt. Der Täter war jedoch schlampig und so führt eine Spur direkt zu ihm. Daher hat der Detektive (Elias Koteas) des Dorfes ein leichtes Spiel und kann ihn überführen. Dummerweise kann sich der Täter vorher noch bis zur Unkenntlichkeit mit einer Säure übergießen und somit eine Identifikation seiner Person verhindern. Die Polizei hofft, den Mörder im Krankenhaus ausquetschen zu können, dieser bringt sich jedoch noch vor dem Verhör um, in dem er aus dem Fenster in den Tod springt. Die Fälle bleiben ungeklärt, bis Owen einen Verdacht hat. Er glaubt, Abby hat mit den ganzen Vorfällen etwas zu tun …

Bildergalerie von Let me in (14 Bilder)

Die Neuverfilmung von Matt Reeves hat es in sich. Der komplette Film ist sehr düster gestaltet und hält sich mit extremer Brutalität zurück. Das ist auch gut so, da der Film nicht von Blut und Gewalt lebt, sondern von seiner Machart, der Spannung und der gut inszenierten Geschichte. Eine Story ist meist nur dann super, wenn die Charaktere darin auch leben und die Schauspieler sie gut darstellen können. Die Wahl der beiden Hauptdarsteller war eine unglaublich gute Entscheidung, Kodi Smit-McPhee und Chloe Moretz spielen ihre Rolle wirklich hervorragend. Es wird sehr viel Gefühl transportiert und man fühlt zu jederzeit mit den Charakteren mit. Besonders beeindruckend ist es aber, wenn man sich das Alter der beiden betrachtet. Der Filmfan sollte Chloes Karriere in den nächsten Jahren beobachten, sie könnte eine ganz große Nummer werden.


Die Blu-ray bietet ein sehr schönes und klares Bild. Die Farben sind sehr natürlich, der komplette Film ist frei von Artefakten und generell ist alles in Ordnung. Beim Ton ist es fast genauso, allerdings wurde hier ein wenig Potenzial verschenkt. Vieles passiert im vorderen Bereich, man hätte die hinteren Boxen aber mehr beanspruchen können. Nichtsdestotrotz ist die Umsetzung auf Blu-ray sehr gelungen, man sollte sie der DVD auf alle Fälle vorziehen.



Cover & Bilder © ...


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Im Vorfeld muss ich sagen, dass ich das Original „Let The Right One In“ nicht kenne. Das Remake konnte mich aber total überzeugen, es ist in meinen Augen einer der besten Filme, den ich in den letzten Jahren gesehen habe. Die Geschichte ist wirklich gut und entwickelte sich komplett anders, als ich dachte. Somit bleibt der Spannungsbogen bis zum Schluss erhalten. Auch wenn das Ende ein wenig gewöhnungsbedürftig ist, so konnte mich der komplette Film in den Bann ziehen. Doch alleine schon die Jungschauspielerin Chloe hat einen Oscar verdient. Sie konnte schon in diversen Produktionen glänzen (z. B. Kick-Ass), doch diese Rolle ist ihr wie für sie geschrieben. Wer nur ein wenig Faible für Horror-Thriller hat, für den ist dieser Film ein absolutes Pflichtprogramm!


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