Lost After Dark

Lost After Dark

Originaltitel: Lost After Dark
Genre: Horror • Thriller
Regie: Ian Kessner
Hauptdarsteller: Sarah Fisher
Laufzeit: DVD (84 Min) • BD (88 Min)
Label: Mad Dimension
FSK 18

Lost After Dark   12.03.2016 von Mario von Czapiewski

Filme, die versuchen so wirken, als wenn sie mehrere Jahrzehnte zuvor gedreht hätte, haben es immer schwer. Man muss viele Details und Einzelheiten beachten um an dieser Stelle überzeugen zu können. Lost After Dark ist einer dieser Film, der genau dies versucht. Er erscheint aktuell bei uns auf DVD und Blu-ray.

 

Eine Gruppe Teenager schleicht sich von einer Schulfeier davon und klaut einen Schulbus um zu einer Waldhütte zu fahren, wo sie ungehemmt feiern können. Durch eine Autopanne allerdings gelangen sie nur zu einem entlegenen Bauernhof, auf dem jedoch ein Wahnsinniger Jagd auf fremde Eindringlinge macht.

 

Lost After Dark hat ein ganz großes Grundproblem. Der Film schafft es in fast keiner Situation glaubhaft zu vermitteln, es würde sich um einen Horrorfilm der achtziger Jahre handeln. Somit ist die Grundprämisse des Films, mit welcher der Film auf allen Kanälen wirbt von Anfang an hinfällig. Dabei startet er eigentlich sehr vielversprechend. Die erste Szene des Films in der eine junge Frau durch den Killer das zeitliche segnet, ist (abgesehen von dem überzogenen Störfilter) inszenatorisch sehr nah an seinen Vorbildern und lässt für einen kleinen Moment auf eine überzeugende achtziger Reproduktion schließen.

 

Was allerdings folgt ist B-Movie-Ware von der Stange, garniert mit sämtlichen Klischees der achtziger Jahre. So wirken die Klamotten durchweg eher wie Kostüme und dass zwischendurch mal einer der Figuren einen Zauberwürfel in der Hand hält, macht noch lange keinen achtziger Film. Ganz im Gegenteil wirkt Lost After Dark durch zahlreiche Szenen eher wie ein moderner B-Slasher, der keine Ahnung von seinen Vorläufern zu haben scheint. Die Charaktere sind teilweise so unangenehm überzeichnet, dass ein Mitfiebern kaum möglich ist und viele Situationen schreien geradewegs heraus: Schwachsinn. Insgesamt gesehen ist auch die flache Story zu vernachlässigen, genauso wie die teilweise arg unglaubwürdigen und schwachen Darstellerleistungen.

 

Einziger Pluspunkt, einige Splattereinlagen sind überzeugend und handgemacht. Somit bietet der Film zwar in diesem Punkt „old-schooliges“, doch selbst diese wirken vor allem in ihrem Gewaltgrad viel zu modern, als dass man das wirkliche Gefühl hat, Horror der alten Schule zu sehen.

 

Bildergalerie von Lost After Dark (8 Bilder)

Die DVD- und Blu-ray bietet den Film in guter Qualität mit einer schwachen deutschen Synchronisation und dem englischen Originalton. Zusätzlich gibt es leider nur den originalen Trailer und einige weitere Werbetrailer zu begutachten.


Das Fazit von: Mario von Czapiewski

Mario von Czapiewski

 

Lost After Dark schafft es in keiner Situation glaubhaft achtziger Horror zu reproduzieren. Alles ist zu modern, zu überzeichnet und in keiner Situation glaubwürdig. Als flacher B-Slasher geht der Film zwar weitgehend durch, doch sein eigentliches Ziel erreicht der Film so gut wie nie. Schade.


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