Macroscope

Macroscope

Genre: Würfelspiel • Ratespiel
Autor: Martin Nedergaart Andersen
Spieleverlag: Game Factory / Lifestyle Boardgames
Empfohlenes Alter: 6
Spieldauer: 30 Minuten
Anzahl Spieler: 2-6

Macroscope   08.03.2017 von Born2bewild

Macroscope klingt vom Namen her eher wie ein Experimentierkasten denn ein Spiel. Ob das Spielkonzept aufgeht und Spaß macht, erfahrt Ihr in unserem Review…

 

Das Material und die Vorbereitung

 

Die Verpackung von Macroscope ist eher klein und quadratisch. Auf der Front ist eine Art Wissenschaftler abgebildet, der durch ein merkwürdiges Gerät, das Macroscope, blickt. Im Hintergrund versuchen ein paar intelligent wirkende Personen vor einer Tafel ein Rätsel zu lösen. Vor Ihnen steht ein Elefant, der von mehreren Leuten begutachtet wird. Im Inneren der Verpackung findet man unter der Anleitung erstmal zwei Kartonbögen mit Spielzubehör. Dieses muss erst aus den Stanzbögen herausgetrennt werden. In der zweigeteilten Verpackung befinden sich außerdem noch die gelben und blauen Kristalle sowie die Würfel in zwei getrennten, wiederverschließbaren Beuteln. Die Bildkarten sind extra in einer Folie eingeschweißt. Insgesamt macht das Spielmaterial bis auf die Bildkarten einen guten Eindruck. Sie sind keine Karten, sondern eher Blätter, was zwar nicht sonderlich stabil, aber für den Verwendungszweck gut geeignet ist.

 

Vor dem ersten Spiel müssen noch mit Hilfe der beigelegten Klebestreifen die Deckel für das Macroscope mit den kleinen Rechtecken verbunden werden. Außerdem muss das Macroscope an sich aus den Kartonteilen zusammengesteckt werden. Hier fällt sofort positiv auf, dass es im Ganzen in die Verpackung passt und nicht bei jedem Mal auseinander und wieder zusammen gebaut werden muss. Nachdem der Zusammenbau erfolgt ist, geht es an den eigentlichen Spielaufbau. Hierfür wird das Macroscope in die Mitte gestellt und die Bildkarten müssen eingelegt werden. Anschließend wird die Abdeckung mit den zwölf Deckeln über den Bildkarten in Position gebracht. Die oberste Bildkarte, die man ja beim Aufbau schon gesehen hat, wird ohne die Rückseite anzusehen zurück in die Verpackung gelegt. Abschließend erhält noch jeder Spieler zwei gelbe Kristalle und die Rundenleiste wird mit dem Rundenzähler auf Feld eins auf den Tisch gelegt. Nun darf der älteste Spieler beginnen.

 

Die Anleitung

 

Die Anleitung ist im Format der Verpackung und umfasst insgesamt achtzehn Seiten, von denen aber nur fünf für deutschsprachige Spieler relevant sind. Für den eigentlichen Spielablauf werden die Regeln mit vielen Stichpunkten auf etwas mehr als zwei Seiten erklärt. Somit sollten die Regeln innerhalb von drei bis fünf Minuten gelesen und verstanden sein.

 

Das Spielziel

 

Ziel des Spiels ist es, Runde um Runde möglichst schnell das verdeckte Bild zu erraten. So erhält man Kristalle. Das Spiel endet nach elf Bildern. Der Spieler, der dann am meisten Kristalle hat, gewinnt das Spiel.

 

Der Spielablauf

 

Das Macroscope wird vor dem Spieler so hingestellt, dass der Pfeil auf der Bildkarte von ihm weg zeigt. Nun darf der Spieler würfeln, anschließend pro Würfel einen Deckel mit der entsprechenden Zahl entfernen. Ist diese Zahl nicht mehr vorhanden, so darf er sich einen beliebigen anderen Deckel aussuchen. Nach jedem entfernten Deckel darf er entscheiden, ob er rät. Tut er es auch nach dem Entfernen des zweiten Deckels nicht, so erhält er zwei gelbe Kristalle aus dem Vorrat. Anschließend haben die anderen Spieler, beginnend mit dem mit den wenigsten Kristallen, die Möglichkeit ebenfalls zu raten. Wird geraten, so winkt als Gewinn bei einem Treffer der Wert der noch zugedeckten Löcher in Kristallen. Doch rät man falsch, so muss man diesen Wert in Kristallen zurück in den Vorrat legen. Hat man nicht genug, so gibt man einfach alle ab. Um zu prüfen, ob die Spieler richtig lagen werden erst alle Deckel wieder auf die Löcher gelegt und anschließend die Bildkarte herausgezogen. Allerdings ist auch hier wieder darauf zu achten, dass man die Rückseite nicht ansieht und die Karte anschließend in die Schachtel zurücklegt. Dies wird ebenfalls gemacht, wenn alle Gucklöcher offen sind, da man dann keine Kristalle mehr bekommen kann. Beginnt man mit einer neuen Karte, so wird der Rundenzähler um ein Feld vorgesetzt. Nachdem geraten wurde ist der nächste Spieler an der Reihe. Es wird so lange gespielt bis der Rundenmarker auf Feld zehn kommt. Nun wird noch die letzte Bildkarte gespielt und anschließend die Kristalle ausgezählt. Der Spieler mit den meisten Kristallen gewinnt. Die blauen Kristalle zählen dabei zehn Punkte. Sie kann man eintauschen, wenn jemand zu viele gelbe Kristalle gesammelt hat.

 

Bildergalerie von Macroscope (7 Bilder)

Variante

 

Es gibt noch eine Risikovariante, bei der die Spieler alle nach jedem entfernten Deckel raten dürfen. Vorrang hat natürlich trotzdem der würfelnde Spieler. Doch jedes Mal, wenn er einen anderen Spieler raten lässt, erhält er von diesem zwei Kristalle. Gleiches gilt, wenn einer der Spieler etwas anderes raten möchte als die anderen.

 

Lieferumfang

 

  • 200 Doppelseitige Bildkarten
  • 2 Würfel
  • 54 Gelbe Kristalle
  • 10 Blaue Kristalle
  • Das Macroscope
  • 12 Deckel (Scheiben, Klebestreifen und Rechtecke)
  • 1 Rundenzähler
  • 1 Rundenleiste

Das Fazit von: Born2bewild

Born2bewild

Alex:

Macroscope ist eine Art Glücksrad mit Bildern. Durch das von Fortuna beeinflusste Würfelglück gibt es zwar eine gewisse Zufallskomponente, die sich aber ziemlich schnell relativiert. Denn es gibt jede Zahl zweimal auf den Deckeln und die entscheidenden Punkte sind sehr schnell aufgedeckt. Die Altersempfehlung ab sechs würde ich so unterschreiben, da die Bilder für kleinere Kinder relativ schwer zu erkennen sind, selbst wenn sie die Abbildungen schon kennen. Sie sind eben etwas zu abstrakt für die Kleinen. Dafür ist es aber auch für Erwachsene fordernd. Allerdings kann man dazu sagen, das man meistens nach drei bis viermal würfeln genug aufgedeckt hat, um richtig raten zu können. Daher dürfte es bei vier bis sechs Spielern häufig passieren, dass das Bild erraten wird, bevor alle Spieler an der Reihe waren. Alles in allem empfinde ich es als ein gutes Familienspiel, da es sehr einfach, kurzweilig ist und einfach Spaß macht.

 

Josi:

Für mich ist Macroscope irgendwie eine gute Idee, ist aber auf Dauer ein eher langweiliges Spiel. Auch wenn es immer neue Bilder sind, bleibt bei mir der Spielspaß auf der Strecke. Insofern von mir nur 6 Punkte…das drückt unseren Durchschnitt.


Die letzten Artikel des eingeschworenen Redaktions-Teams in leidenschaftlicher Kooperation:




Kommentar verfassen

Schreibe hier einen Kommentar. Du musst einfach alle Felder, die mit einem *-markiert sind, ausfüllen.

Noch 1000 Zeichen übrig

Meine Eingaben merken?

Ich akzeptiere die AGBs


Kommentare[X]

[X] schließen