Jetzt wird es wild! Alex, Marty, Gloria und Melman sind wieder da. Bekannt sind die Charaktere aus Madagascar, dem Film von Dreamworks. Sie sind aber nicht alleine, denn auch ihre Freunde sind alle bei dem neuen Abenteuer dabei und sogar noch neue Charaktere. Spielt eure Lieblinge durch 12 actiongeladene Level.
Am Anfang dürft ihr mit jedem der vier Hauptcharaktere das Trainigslevel absolvieren. Natürlich beginnt ihr mit „Alex“, dem coolen Löwen,
gefolgt von Marty, Gloria und Melman. Die verrückte Truppe ist immer bereit, wenn es um spaßige Abenteuer geht. Dieses mal flieht ihr mit einem Flugzeug nach Afrika und müsst dort jede Menge Minispiele absolvieren. Moment, ihr dachtte Madagascar 2 ist ein Jump & Run? Ja und Nein. Eigentlich sind es viele aneinander gereihte Minispiele, mit ein wenig Lauf und Sprungeinlagen, aber später ist es dann doch eher ein Jump & Run. Die Geschichte wird mit schönen Zwischensequenzen erzählt und danach dürft ihr dann wieder einen Charakter spielen. Ihr habt keine zur Auswahl, denn ihr müsst alle wichtigen Charaktere spielen. Sogar mit den kleinem „Mort“ dürft ihr mal rumlaufen. Könnt ihr euch erinnern, wer das ist? Der kleine Angsthase im ersten Teil? Genau und auch er spielt in Madagascar 2 eine große Rolle.
Jeder der Charaktere hat seine eigenen Spezialfähigkeiten. Alex ist zum Beispiel in der Lage, Gegner anzubrüllen und diese somit in die Flucht zu schlagen. Dafür kann er nicht schwimmen und man muss in den Wasserlevels Gloria verwenden. Die schüchterne Giraffe Melman hat die Fähigkeit, Nägel in den Boden zu schlagen oder damit Gegner zu besiegen. Ebenso kann sie sich in der Luft drehen und langsam zu Boden schweben. Im Spiel gibt es an gewissen Punkten einen Baumstamm, an dem ihr einen der vier Hauptcharaktere nehmen könnt. Aber nicht mit jedem kann man die Abschnitte schaffen, deswegen müsst ihr immer wieder durchswitchen.
Die Missionen sind meist gleich gestrickt. Ihr müsst nacheinander die verschiedensten Minispiele absolvieren. Habt ihr eines mal nicht geschafft, so kann man von der Stelle aus gleich weiterspielen. Das Niveau ist aber nicht sehr hoch, also ist es selbst für einen Gelegenheitsspieler nicht schwierig. Neben den Missionen, könnt ihr auch Münzen aufsammeln und dann im Shop nette Goodies freischalten. Da wären zum einen Videos aus dem Spiel, zum anderen Kostüme und Extras zu den Multiplayerspielen.
Ebenso wichtig sind die Affen. Es gibt insgesamt
100 Stück und man kann sie erst zu einem bestimmten Zeitpunkt aufsammeln. Jeder dieser Affen hat einen Namen und man kann sie dann in einer Art Museum angucken. Hier kann man die Münzen in Möbelstücke und Dekoration für die Affen ausgeben. Sinn hat das Ganze leider keinen, denn mit dem Spiel hat das Ganze nichts zu tun. Die Shopgegenstände sind meistens sinnlos und bringen dem Hauptspiel fast nichts. Man hätte hier zum Beispiel Charaktere einbauen können, die man dann freischalten kann. Der Ansatz mit den Zusätzen für die Minispiele ist gut, aber da gibt es auch nur eine Hand voll. Die Motivation lässt deswegen auch leider sehr zu wünschen übrig.
Die Minispiele selbst sind meist liebevoll gemacht und machen durchaus auch Erwachsenen Spaß. Obwohl ich sagen muss, dass das Spiel generell nichts für Ältere ist, da es einfach viel zu leicht ist. Manche Minispiele dauern nicht mal eine Minute und das find ich sehr schade, das hätte man sich definitiv sparen können. Die Auswahl und Abwechslung ist allerdings immens. Die Programmierer haben sich hier sehr viel einfallen lassen und selten gleicht eines dem anderen. Oft wird die Reaktion getestet, wie zum Beispiel beim Förderband-Spiel. Ihr seid das Zebra „Marty“ und müsst Koffer von einem Förderband auf ein anderes kicken. Ihr könnt da nur die Richtung angeben und müsst nur zum richtigen Zeitpunkt auf eine Taste drücken. Oder es gibt eine Art Autorennen, nur ohne Autos. „Marty“ muss nämlich mal kräftig in die Hufe steigen und zeigen, dass er der schnellste ist. Ach ja ein Autorennen gibt es doch, nämlich mit den Pinguinen. Am Schrottplatz müsst ihr Lastwagen verfolgen und diese dann anschließend rammen. Ich könnte hier noch mehr aufzählen, aber ich will euch ja nicht im Vorfeld schon den Spaß verderben und die Spannung rauben!
Die Welten drehen sich alle rund um Afrika. Einmal müsst ihr hoch hinaus in die Berge oder auch mal tief runter ins Wasser. Zentrum ist das sogenannte Wasserloch, von dem aus ihr in die anderen Levels gelangen könnt. Die Abwechslung dort ist nicht zu verachten, aber durch die geringe Durchspielzeit ist es auf Dauer trotzdem ein wenig langweilig. „Madagascar 2“ steht auf keinen Fall auf der gleichen Stufe wie Mario Party oder Ähnliches. Fingerakrobaten und Partyspieler sind hier gut aufgehoben, vor Allem weil ihr die meisten Minispiele im Partymodus mit bis zu vier Spielern spielen könnt. Einen Onlinemodus gibt es leider nicht, so müsst ihr euch die Leute an eine Konsole holen.
Das Spiel ist eine gute Filmumsetzung und der Handlungsspielraum ist fast identisch. Die Zwischensequenzen aus dem Film unterstreichen diesen Effekt. Der Humor ist allerdings ein wenig auf der Strecke geblieben. Um zu lachen, sollte man dann schon ins Kino gehen. Hin und wieder ist zwar ein Lacher im Spiel zu finden, aber generell ist es nicht urkomisch, wie man denken mag. Die Grafik ist schön gemacht, aber leider ein wenig detailarm. Man sieht zwar immer wieder nette Effekte, aber richtiges Next-Gen Niveau ist das nicht. Die Texturen sind eher matschig und nicht super hochauflösend. Der Sound ist sehr passend im Afrika Stil gehalten, die Effekte passen gut dazu, sind aber auch ein wenig spärlich.
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