MähJongg DS

MähJongg DS

Genre: Denk-/Puzzle-Spiel
Erscheinungsdatum: 24.05.2009
USK 0

MähJongg DS   24.05.2009 von derstefan

Ohne dich ist alles doof! Da allein sein bekanntlich auch doof ist, dürft ihr euch in dieser MahJongg-Umsetzung auf dem Nintendo DS mit dem Zusammensuchen von Steinpärchen die Zeit vertreiben. Macht das Spaß oder ist eher doof? Lest hier...

 

Zum ersten Mal wurde ein Spiel mit den putzigen Schäfchen aus dem Hause „Sheepworld“ umgesetzt. Ihr kennt sie sicher alle von tausenden Postkarten, Schlüsselanhängern oder auch sogar Bettwäsche-Motiven. Auf dem DS ist jetzt auch alles doof:

Sonne: doof
Krabbelkäfer: doof
Großes Label für Altersfreigabe: auch doof

Das Spiel-Prinzip von Mäh Jongg DS ist altbekannt und schnell erklärt: Euer Ziel ist es, das Spielfeld möglichst schnell abzuräumen, indem ihr die Spielstein-Paare findet und das komplette Spielfeld abräumt. Wenn ein Stein zum Beispiel zwischen zwei anderen liegt, könnt ihr ihn erst dann entfernen, wenn mindestens eine Längsseite des Spielsteins komplett frei liegt und kein anderer Spielstein ihn in irgendeiner Weise verdeckt. Man braucht also schon eine gute Portion Gehirnschmalz und natürlich auch Dusel um das Spielfeld komplett zu leeren.



Kleiner Ausflug zurück in die Geschichte: Der Spiele-Klassiker hat seinen Ursprung in China und ist dort circa in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden, die ältestesten noch erhaltenen Spiele datieren um 1870. Ich war zuerst erstaunt und dachte, dass das Spielprinzip schon älter sei. Der Mythos, dass es das Spiel bereits zu Zeiten der Schang-Dynastie vor 4000 Jahren gegeben hätte, ist aber eher ein Marketing-Gag gewesen und nicht bewiesen.

 

Was ist jetzt das Besondere an dieser Umsetzung? Die Spielsteine sind hier mit den typischen Sheepworld-Motiven umgesetzt: Ihr müsst Krabbelkäfer-Paare wegklicken und das gleiche auch mit Schmetterlingen, Blümchen und noch einigen anderen Motiven mehr. Das Spiel bringt zwei verschiedenen Spielmodi mit: Der „Klassikmodus“ umfasst 40 verschiedene Level in jeweils zwei Schwierigkeitsstufen, die ihr der Reihe nach durchspielen dürft. Mit jedem erfolgreich abgeschlossenen Level wird der nachfolgende automatisch freigeschaltet. Im oberen Teil des Bildschirms seht ihr euren aktuellen Status. Hier seht ihr zum Beispiel, wie viele Steinpaare noch offen daliegen und Daten wie erspielte Punkte und die bisher gespielte Zeit.

 

Wenn ihr bei einem Level nicht mehr weiterkommt, weil die Spielsteine die ihr braucht wieder mal verdeckt sind, dann gibt euch das Spiel automatisch einen Hinweis, dass keine Möglichkeiten mehr offen sind. Dann habt ihr die Wahl ob ihr das Level noch einmal von vorne spielen oder durch das Mischen von Steinen eine zweite Chance haben möchtet. Von anderen Spielumsetzungen ist man es gewohnt, dass man eine Zeitstrafe oder einen Punktabzug bekommt, hier ist dies nicht der Fall.


Die 40 Levels des „Klassikmodus“ sind schnell durchgespielt, in circa zwei Spielstunden seid ihr durch. Der „Stress-Modus“ ist ein wenig anders aufgebaut: Da laut Anleitung hier ein doofer Schaf-Napper unterwegs ist, der die Schafe und andere Tiere entführen will, spielt ihr in diesem Modus gegen die Zeit. Das bedeutet: Ihr habt ein Zeitlimit, in dem ihr das Spielfeld abgeräumt haben müsst. Solltet ihr es nicht schaffen heißt es: Nächster Versuch.

Die Steuerung ist allgemein gut gelungen, hier kann man nicht meckern. Mit dem Stylus geht das Spiel locker flockig von der Hand. Das Spielprinzip ist auch leicht verständlich, nur manche Steinpaare sind nicht auf Anhieb als zusammengehörend erkennbar.


Der Spielumfang ist leider ziemlich gering. In wenigen Stunden habt ihr es geschafft, alle Level in beiden Modi auf beiden Schwierigkeitsgraden erfolgreich zu meistern. Was noch Motivation verschaffen könnte, ist die Jagd nach den Highscore. Aber heutzutage zieht das irgendwie nicht mehr. Ein Spiel dieser Art braucht einfach einen Multiplayermodus, downloadbare Zusatzlevel oder etwa einen Leveleditor.


Grafisch gibt´s nix auszusetzen, der Comicstil ist sehr niedlich und hat mir gut gefallen. Der Sound ist nett, aber ein paar Effekte passten nicht ganz in das süße Spieleuniversum. Auch wenn das Spiel kein Vollpreistitel ist und für maximal 29€ zu haben ist, kann man doch ein bisschen mehr erwarten.


Das Fazit von: derstefan

derstefan

Das Spiel ist schon sehr niedlich, kann aber nur großen MahJongg- und Sheepworld-Fans empfohlen werden. Die Spielepräsentation ist durchaus gelungen, aber auf die Dauer passiert hier erstens nicht viel Neues und zweitens ist recht schnell Schluss mit dem lustigen Treiben der Schafe. Grafik und Musik sind zwar nichts Besonderes, aber doch sehr nett. Wer seinem Schatz also eine kleine Freude machen möchte, ihn aber nicht zulange mit dem Nintendo DS teilen möchte, der kann hier zuschlagen.


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positiv negativ
  • Niedliche Grafik
  • Alle bekannten Sheepworld-Charaktere vorhanden
  • Soundeffekte sind stellenweise unpassend
  • Zu kurze Spieldauer
  • Zu wenig Abwechslung





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