Mario & Sonic bei den Olymp. Spielen Rio 2016

Mario & Sonic bei den Olymp. Spielen Rio 2016

Publisher: Nintendo
Genre: Sport
Sub-Genre: Minispiele
Art: Fullprice
Erscheinungsdatum: 24.06.2016
USK 0

Mario & Sonic bei den Olymp. Spielen Rio 2016   30.06.2016 von LorD Avenger

Du kommst nach Rio, um dir bei den Olympischen Spielen einen Namen zu machen, und stellst fest, dass zwischen Marios Studio und Sonics Studio eine erbitterte Rivalität herrscht. Du musst dich jedoch für eines entscheiden, bevor Du mit dem Training beginnen und an zahlreichen olympischen Disziplinen teilnehmen kannst...

 

Mehr oder minder hat Nintendo zweifelsohne mit der Wii U abgeschlossen und baut bereits auf deren Nachfolger, dennoch können wir uns ab und zu noch über einen kleinen Exklusivtitel freuen – wie in diesem Fall die Mario & Sonic Olympia-Reihe. Zu den Olympischen Spielen in Rio hat sich das Franchise-Crossover wieder zusammengefunden, um mit Mario, Luigi, Bowser, Sonic, Shadow, Tails und Co. an den Strand von Rio de Janeiro zu reisen und dort in 17 olympischen Kategorien gegeneinander anzutreten. Rund 30 Charaktere aus beiden farbenfrohen Welten stellen sich dem sportlichen Wettkampf und selbst Mario und Bowser lassen für diesen Anlass ihre Streitigkeiten sein.

 

Wie nicht wenige der Mario-Ableger handelt es sich auch hierbei um eine reine Minispielsammlung, die anderen Nintendo-Wii U-Titeln nicht unähnlich ist. Ihr beginnt in einer unscheinbaren Lobby, die sich dieses Mal stilecht über einen sonnigen palmengesäumten Strand erstreckt, von der aus Ihr Zugriff auf sämtliche Spielfunktionen, -modi und Online-Spielereien habt, wie das Auftauchen von Miis aus der ganzen Welt, die Euch ein kurze Geschichtsstunde über ihr Land erteilen und womit Ihr die jeweilige Landesflagge freischaltet. Ihr habt auch ein eigenes Haus, zu dem Euch Big The Cat führt und in dem Ihr Euch beispielsweise umziehen könnt – verschiedene Kostüme haben nämlich Auswirkungen auf die Stärken-und-Schwächen-Statistik Eures Miis.

 

Im Vordergrund steht die Entscheidung, ob Ihr alleine oder mit mehreren Spielen wollt. Da es eine Minispielsammlung UND ein Nintendo-Spiel ist, empfiehlt sich selbstverständlich der Multiplayer – gerade der lokale, der bis zu vier Freunde auf der eigenen Couch einbinden kann. Auch habt Ihr die Wahl, ob Ihr gegeneinander spielen wollt oder gemeinsam gegen den Computer – ebenso wie Ihr aus den zahlreichen mehr und weniger bekannten Charakteren der beiden Franchises auswählen oder Euren eigenen Mii spielen könnt. Mario & Co. haben feste Werte, die der Miis hängt von ihren Kostümen ab, die in den diversen Wettkämpfen freigeschaltet werden können. Auch ist es natürlich möglich online gegen die Miis anderer Spieler anzutreten, die nach Schwierigkeit gestaffelt werden. Ihr könnt sogar lokal mit mehreren Leuten online gegen andere antreten und dabei stolz Eure Nation vertreten.

 

Der Look ist typisch Nintendo, süß, knuddelig, farbenfroh und technisch vollkommen zufriedenstellend, wenn auch sicherlich nicht wegweisend. Dennoch fallen einige Elemente positiv auf, wie die Spuren, die die Spielfiguren durch den wunderbaren Pulverschnee ziehen, wenn sie hindurchlaufen oder im Volleyball-Match hineinspringen.

 

Bildergalerie von Mario & Sonic bei den Olymp. Spielen Rio 2016 (5 Bilder)

Das freudige Zusammensein auf Couch oder online ist also gegeben, jetzt stellt sich nur noch die Frage der Qualität. Auch wenn es optisch alles sehr schick aussieht, vermisst man doch ein wenig den guten alten Wii-Charakter. Im Gegensatz zum Vorgänger braucht man nun zwar keine Wii-Fernbedienung Plus mehr, auf der anderen Seite könnte man das gesamte Spiel aber auch genauso gut mit einem PlayStation- oder Xbox-Controller spielen. Auf Bewegungssteuerung wurde dieses Mal komplett verzichtet und nicht einmal das Touchpad des Wii U-Controllers kommt in irgendeiner Form zum Einsatz. Das ist zwar nett für die Leute, die nicht gerne Herumzappeln oder ihren Blick ungern vom Fernseher abwenden, im Umkehrschluss bringt es aber auch gehörige spielerische Einschränkungen mit sich, da alles mit den begrenzten Knöpfen der Wii-Fernbedienung gesteuert werden muss. Man hat unter dieser Vorgabe zwar versucht alles zumindest ein wenig abzuwandeln, viele Disziplinen ähneln sich aber sehr stark und wirken zudem äußerst primitiv. So schnell wie möglich auf eine Taste einzuhämmern beim 100m-Lauf oder mit den Richtungstasten Hindernissen beim Reiten auszuweichen – das wurde mir auch schon in kostenlosen Browsergames geboten. Leider Gottes sind selbst die „großen drei Disziplinen“, die man auch im Duell-Modus ausüben kann, mit sehr eingeschränkten Mechaniken gestraft. Am meisten Spaß macht tatsächlich Fußball, dummerweise wissen Fans von Mario Strikers Charged Football wie es noch viel besser und spaßiger geht. Rugby ist höchstens für jemanden anspruchsvoll, der absolut keine Ahnung von den Regeln hat und diese im Vorfeld erst einmal 10 Minuten studieren muss und Volleyball kriegt Abzüge in der B-Note für unvorteilhafte Kameraperspektiven und quasi vollkommen automatisiertes Gameplay.


Das Fazit von: LorD Avenger

 LorD Avenger

Es ist unbezahlbar mit fiesen Schwergewichten wie Bowser oder Wario die Rhythmusspiele in der ästhetischen Disziplin Gymnastik auszuführen und sich über ihre ungewohnt grazilen Bewegungen totzulachen und es mag auch ganz nett sein das ein oder andere Minispiel ausführen zu können, ohne sich seitenweise Anleitungen durchlesen zu müssen, aber alles in allem, ist das Gameplay um Längen zu einfach gehalten und verzichtet einfach stur und vielleicht auch bequem auf sämtliche einzigartige Funktionen der Wii U, für die Fans sie eigentlich lieben. Gerade von einem Nintendo-eigenen Exklusivtitel hätte ich in dieser Hinsicht mehr erwartet. Das bestärkt nur die Annahme, dass man die eigene Konsole bereits aufgegeben hat. Es mangelt nicht an Charakteren und Disziplinen, auch wenn diese nun mal sehr ähnlich sind, man kann durch aktives Spielen oder Herumtrödeln in der Strandlobby haufenweise Content freischalten und zumindest das ein oder andere nette Stündchen mit Freunden verbringen – gerade jetzt, wo nicht jeder von ihnen eine Motion Plus-Erweiterung für seine Fernbedienung benötigt. Dennoch schade um das Potenzial, das einen vielleicht doch eher zu Mario Party und Wii Sports tendieren lässt.


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