Am 02. März 2012 bringt Nintendo den neunten Teil der beliebten Mario Party Reihe heraus. Einige Regelneuerungen und viele brandneue Minispiele lassen die Fans weltweit bereits in Vorfreude schwelgen. Auch Nintendo selbst freut sich scheinbar tierisch über den neuesten Ableger ihres Vorzeige-Partyspiels. Deshalb luden sie eine Reihe von Medienvertretern zu einer ganz eigenen Party im Mariostil ein. Es war ein lustiger Abend und die Sofahelden durften zeigen, wo der wahre Mario-König arbeitet ...
Was ein Winterabend. Der kalte Wind schmerzt im Gesicht und der Schnee unter meinen Füßen fühlt sich für meinen Geschmack ein wenig zu weich an. Am Tag habe ich mich in einem Fortbildungsseminar mit Wissen vollsprudeln lassen und unter anderen Umständen wäre ich jetzt eher froh über ein warmes Bett und einen spannenden Film. Doch Nintendo hat uns zu einer Party
eingeladen, und wenn Mario ruft, dann sagt man gefälligst nicht „Nein“. Es ist 19:30 Uhr und das Event hat bereits vor einer halben Stunde begonnen. Naja – eine leichte Verspätung gehört ja heute fast schon zum guten Ton.
Direkt am Eingang der Bar gibt es eine Überraschung. Nintendo hat sich nicht lumpen lassen und scheinbar ein paar arme Studenten in dicke Kostüme gesteckt. Da warten also Mario und Luigi vor der Tür winkend auf die Medienvertreter und dass, obwohl wir frierende Minusgrade haben. Erst als wir näher kommen erkenne ich die düstere Gestalt in der Mitte der beiden Figuren. Ein Türsteher der Marke „Kommst-hier-net-rein“ soll unangemeldete Gäste abschrecken. Das Bild hätte nicht skurriler sein können. Da stehen jetzt also zwei witzig grinsende und winkende Figuren an der Seite eines düster dreinblickenden Türstehers, der mich grimmig mit einem Wort fragt: „Gästeliste?“. Ich weise mich als „Sofaheld“ aus und werde freundlich rein gelassen.
Dort angekommen begrüßen mich bereits die freundlichen Vertreter von Nintendo. Zwischen den zahlreichen Medienvertretern ist es mittlerweile ziemlich eng in der kleinen Bar, aber freie Getränke und die vielen Spielstationen lassen keinen Frust aufkommen. Neben Mario Party 9 werden auch einige weitere Neuerscheinungen präsentiert, wie z. B. die Rollenspiele „The Last Story“ und „Pandoras Tower“. Leider lässt der Trubel
aber nur wenige Möglichkeiten, die Rollenspiel-Vertreter ausführlich zu testen. Diese sind nämlich viel zu umfangreich, als dass man sie im Vorbeigehen vernünftig beurteilen könnte. Da hat es Marios neuester Partyableger natürlich wesentlich einfacher.
Die verschiedenen Spielstationen sehen einladend aus, und nachdem Nintendo ein Turnier ausgerufen hatte, bei dem der „Beste Mario Party 9 Spieler“ gesucht wird, waren die Medienvertreter nicht mehr zu bremsen. Also hin zum Wettbewerb und das Spiel ansehen. Die einzelnen Minispiele wirken ein wenig abwechslungsreicher als beim letzten Titel. Natürlich wird die WiiMote diesmal wieder bis in die letzten Ecken ausgereizt. Dabei spielen sich die einzelnen Spiele überraschend flüssig, denn die geniale Idee dahinter ist erhalten geblieben. Ob eine Pizza belegen oder Blumen pflücken - die Regeln sind meist schnell erklärt und die Steuerung ist innovativ. So hat selbst der ungeübteste Spieler auf Anhieb eine Chance.
Der Abend wird reifer und die Laune steigt. In den meisten Spielen bin ich schlichtweg unschlagbar, auch wenn mein Kollege das nicht so recht glauben möchte. Tatsächlich spiegelt sich mein "Können" * hust* auch in den Turnierergebnissen wieder. Praktischerweise haben vier Spieler die gleiche Punktzahl erreicht und ich gehöre dazu. Es wird also zum großen Finale gerufen, und nachdem mich den ganzen Abend bereits eine Siegessträhne verfolgt, fühle ich mich tatsächlich siegessicher.

Blöd nur, dass der gesamte Rest scheinbar ebenfalls eine Siegessträhne hatte. Das erste Spiel verliere ich kläglich. Nur mit etwas Glück schaffe ich das zweite Spiel zu gewinnen und erst beim dritten Spiel fühle ich mich auf meiner Platzierung wieder wohl. Bleibt die Frage nach dem Punktestand. Tatsächlich erblicke ich meinen Namen auf Platz 1. Die Sofahelden stellen also den „Besten Mario Party 9 Spieler“ unter den Medienpartnern. Als Preis gibt es ein kleines, fernsteuerbares Mario-Kart. Bei der Siegerehrung lache ich zwei bis drei Mal in die Kameras der Kollegen und frage mich zugleich: „Wie habe ich das bloß geschafft?“
Mittlerweile ist es nach 23 Uhr und der Club lehrt sich. Auch ich merke langsam, wie meine Augen zu schmerzen anfangen. Ich verlasse die Mario Party mit einem neuen Spielzeug, dem guten Gefühl des Sieges und der geballten Vorfreude auf Mario Party 9.
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