Mario Power Tennis - New Play Control!

Mario Power Tennis - New Play Control!

Publisher: Nintendo
Genre: Sportspiel
Sub-Genre: Tennis
Art: Midprice Titel
Erscheinungsdatum: 06.03.2009
USK 0

Mario Power Tennis - New Play Control!   16.04.2009 von Manu

Die New Play Control-Serie von Nintendo geht in die zweite Runde. Das Wiimake des beliebten Mario Power Tennis weckt die Hoffnungen aller Wiimote-Athleten. Wenn das Game damals mit Gamepad schon so viel Spaß gemacht hat, dann kann es ja mit einer authentischen Steuerung a la Wii Sports nur besser werden, oder? Ob die Portierung gelungen ist und was sich sonst noch geändert hat, erfahrt ihr hier.

Seit dem Launch der Wii und unzähligen Stunden Wii Sports Tennis wartet die Fangemeinde sehnsüchtig auf ein neues Mario Tennis. Nintendo lässt uns aber noch eine Weile warten und beschloß, erstmal auf Nummer sicher zu gehen und das gute alte Mario Tennis des Gamecubes als Wiimake in Namen der „New Play Control“ Serie neu aufzulegen, bzw. zu re-releasen. Die Gamecube Version aus dem Jahre 2004 wurde weltweit von Kritikern gefeiert und von Spielern geliebt. Viel kann also nicht schief gehen, oder?

Die Änderungen zum Original

Was hat sich zum großartigen Vorgänger geändert? Wie bei Pikmin, dem ersten in Deutschland erschienenen „Wiimake“, wurde die Auflösung an die aktuelle Generation der TV-Geräte angepasst und hat einen 16:9 Modus spendiert bekommen. Die Steuerung wurde natürlich auf die Wiimote umgestellt und die Gamepad Steuerung komplett entfernt. Das war's dann leider auch. An Grafik, Gameplay und Sound hat sich nichts geändert. (Nun, „fast“ nichts. Beim Aufschlag sind nun kleine „inBild“ Einblendungen und es gibt Neue Replay-Options.) Interessanterweise fällt das aber überhaupt nicht auf. Das Spiel sieht besser aus, als jedes zweite Durchschnitts-Wii Spiel und hat tolle Effekte und die immens schnellen Ballwechsel flutschen ruckelfrei über den Bildschirm. Auch soundtechnisch kann man nichts aussetzen, die typische, bunte und quitschige Mario-Welt quillt aus allen Poren des Spiels und die Schlachtrufe eurer Spieler tröten sogar aus der kleinen Box in eurer Wiimote-Hand. Aber Nintendo... warum gibt es keinen Online-Modus? Bei Mario Fußball hat das doch auch funktioniert?

Die Steuerung

Als Simulation sehen sich Mario-Sportspiele ja nie und das ist auch gut so. Auch in Mario Tennis geht es sehr arcadelastig zur Sache. Im Gegensatz zu Genre-Verwandten wie Virtua Tennis oder Top Spin stehen hier die Action, Geschwindigkeit und der Einsatz vieler Gimmicks im Vordergrund. Doch hinter der bunten Fassade versteckte sich schon immer auch eine gehörige Portion Taktik und Strategie, schließlich gilt es, die Items und Powerschläge auch im richtigen Moment zum Einsatz zu bringen. Auf dem Gamecube wählte man mit dem Gamepad einfach per Analogstick aus, wohin der Ball nach dem Schlagen fliegen soll und über unterschiedliche Knöpfe bestimmten wir die Art des Schlages - Lob, Stopball, Topspin oder Slice – alles kein Problem und nur ein kleiner Tastendruck entfernt. Die Figur machte genau das, was man wollte. Das soll jetzt alles intuitiver werden. Wie man das von Wii Sports kennt, schwingt man nun bestimmt einfach die Wiimote wie einen echten Tennisschläger, richtig? Nein, ganz so einfach will uns das das neue Mario Tennis nicht machen. Klar schwingen wir für einen normalen Schlag einfach die Wiimote nach vorne, für einen Lob allerdings sollen wir senkrecht neben uns von unten nach oben schlagen und für einen Stopball von oben nach unten - ohne Vorwärtsbewegung. Für einen Slice oder Topspin drehen wir nicht wie bei WiiSport die Handhaltung sondern schlagen von unten nach schräg oben und andersherum. Das fühl sich nicht nur zu Beginn komisch an und so eindeutig die Gesten eigentlich sind, so unpräzise kommen unsere Bälle beim Gegner an. Noch dazu ist das Spiel für solche ausufernden Bewegungen viel zu schnell und wir beginnen früher oder später gezwungenermaßen nur noch aus dem Handgelenk zu spielen um überhaupt schnell genug zu sein. Aber selbst dann gleicht es mehr einem Glücksspiel, ob unsere Schläge auch so ausgeführt werden, wie wir sie haben wollten. Und wenn mal die Art des Schlages stimmt, dann die Richtung nicht und unser Gegner bekommt eine Einladung zum schmettern. Frustrierend. Noch dazu führt unsere Figur ständig ohne unser Zutun Powerschläge aus. Ein Blick in die Settings läßt Hoffnung aufkeimen: Es gibt Controller-Einstellungen! Als Standard ist alles auf Automatik gestellt, also stellen wir mal eben alles auf manuell um und stöpseln noch dazu das Nunchuck an. Jetzt ist es hoffentlich wieder unser geliebtes, taktisches Mario Tennis.

Ein paar Matches später weicht unsere kurz aufkeimende Hoffnung wieder der enttäuschten Feststellung, dass diese Wii-Version leider durch die neue Steuerung wirklich schlechter geworden ist. Auch in der Profi-Einstellung reagiert die Steuerung nur ab und zu unseren Wünschen entsprechend und in den höheren Schwierigkeitsgraden ist das Gefuchtel einfach zu langsam.

Die Spielmodi

Abgesehen von der Steuerung ist das Spiel eigentlich immer noch gut, was aber leider nicht viel nützt, da wir nicht optional das Gamepad anschließen können. Die Spielmodi sind vielfältig, es gibt etliche Minispiele und mein Favorit ist das Turnier mit Hindernissen. Mal verändert sich die Platzgröße dynamisch, mal versuchen euch Krokodile während des Matches zu verspeisen, die ihr vom Netz auch zum Gegner runterschlagen könnt oder ihr spielt in Luigis Mansion mit Besuch aus der Geisterwelt. Schildkrötenpanzer, Bananenschalen und unzählige weitere Powerups waren im Mario Universum schon immer gesellschaftlich akzeptiert und natürlich finden diese Gimmicks auch auf den Tenniscourts von Peachs Sandplatz, im Hof des Schloßes bis hin zu Bowsers Vulkan-Höhle ihre Verwendung. Natürlich sind alle Mario-Freunde mit von der Partie, von Luigi bis Bowser Jr. hat jeder Spieler seine Stärken und spektakulären Powermoves, die ihr wie gewohnt nach Aufladen eines Energiebalkens abfeuern könnt, sofern ihr die Steuerung auf manuell gestellt habt. Die Minispiele variieren von kleinen „Bossfights“ bis über eine „Mario Paint“-Variante mit Farbbällen - erweisen sich Dank der neuen Steuerung jedoch als noch unspaßiger als das Hauptspiel.


Das Fazit von: Manu

Manu

Mario Tennis und die Wiimote – mit der richtigen Umsetzung wäre dies eine wirkliche Gewinner-Kombination für die Wii gewesen. In der vorliegenden Variante jedoch taugt es nur als Partyunterhaltung. Für wirklichen Spielgenuß rate ich dringend zur Gamecube-Version, die grafisch immer noch viel hermacht. Völlig unverständlich ist die Tatsache, dass die Gamepad Steuerung nicht einfach optional eingeschaltet werden kann. Schade Nintendo, ein klarer Fall von „verschlimmbessert“. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt und ich warte weiter sehnsüchtig auf eine neue Wii-Version des Tennis-Klassikers mit Mario und seinen Freunden. Vielleicht klappt es ja mit der kommenden Wii Motion Plus, welches im Juni erscheinen soll?


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positiv negativ
  • 16:9 Modus
  • Kleine kosmetische Features in der Grafik
  • Abwechslungsreiche Arenen und Spielmodi
  • Soundeffekte aus der Wiimote
  • Steuerung schlechter als im Original: Zu ungenau und zu langsam
  • Keine optionale Gamepad-Unterstützung
  • Kein Online-Modus





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