Marvel: Ultimate Alliance 2

Marvel: Ultimate Alliance 2

Publisher: Activision
Genre: Action
Art: Vollpreistitel
Erscheinungsdatum: 25.09.2009
USK 12

Marvel: Ultimate Alliance 2   15.10.2009 von Der Ohm

Gute drei Jahre ist es her, das Activision mit Marvel: Ultimate Alliance den Traum vieler Comic-Fans auf die Spielewelt losgelassen hat. Zusammen mit den Helden des X-Men Universums, den Fantastischen Vier und Kultfiguren wie Spiderman oder Captain America ging es der fiesen Truppe um Dr. Doom an den Kragen. Im zweiten Teil kämpfen unsere Helden nun gegeneinander, was ist da passiert?

Der Auslöser dieser Auseinandersetzung, die sogar eine so verschworene Gruppe wie die Fantastischen Vier zu trennen vermag ist der sogenannte „Registration Act“. Alle Superhelden sollen sich laut dieses Gesetzes registrieren lassen, um bei Schäden während ihrer Einsätze an unschuldigen Zivilisten und Gebäuden zu haften. Dies alles entstand durch einen tragischen Unfall, bei dem leider einige Menschen ihr Leben lassen mussten. Findige Politiker nutzten nun die Chance um dieses Gesetz in die Wege zu leiten um die Superhelden besser überwachen zu können.

Natürlich kommt diese Idee nicht bei jedem Helden gut an, es kommt sogar so weit, dass sich zwei Lager bilden. Die Regierungstreuen, angeführt von „Iron Man“ Tony Stark, stehen trotz der Einschränkungen hinter der Entscheidung des Senates. Die Rebellen unter der Führung von Captain America sehen dies allerdings ganz anders und arbeiten ihrerseits an der Abschaffung dieses Gesetzes.

Fangen wir aber erst mal ganz vorne an. Nach einem ersten Update auf Version 1.01(36MB) und einer über sieben minütigen Zwangsinstallation des Spieles lande ich erst mal im Menü (Die Installation ist nur auf der Playstation 3 erforderlich!). Leider ist das Spiel nicht dem deutschen Markt angepasst und daher komplett Englisch. Dafür stimmt allerdings auch die Qualität der Synchronstimmen. Im Menü können Online-Matches ausgewählt und kleinere Anpassungen zum Spiel im Optionsmenü vorgenommen werden. Desweiteren findet man unter dem Punkt Preview freigeschaltete Zwischensequenzen, Statistiken und viele Informationen über die Marvel-Helden. Ich entscheide mich erst mal für ein Offline Spiel. Nachdem ich den Menüpunkt ausgewählt habe wird mir angeboten ein begonnenes Spiel fortzusetzen. Neugierig wie ich nun einmal bin wähle ich diese Option und werde rapide ausgebremst mit der Information das noch gar kein Spielstand vorhanden ist. Ok, nicht das ich das nicht wusste, aber ein wenig schlauer programmiert wünschte ich mir das Menü schon. Wäre doch nett wenn diese erste Startoption erst auftaucht wenn er auch zur Verfügung steht. Schritt zurück und noch unter dem Menüpunkt Spiel laden finde ich dann die Möglichkeit ein neues Spiel zu beginnen.

Spiderman, Wolverine, Captain America und Iron Man stehen nun kampfbereit auf einer Plattform und es dauert nicht lange bis die ersten Schergen die Truppe umzingelt haben. Eine typische Comicheft-Story wird als Einführung in die Spielmechanik genutzt, wir stürmen gemeinsam in Doomstadt das Versteck eines verrückten Wissenschaftlers. Es stehen jedem Helden vier unterschiedliche Attacken sowie gemeinsame Combi-Attacken zur Verfügung. Diese unterscheiden sich, je nachdem welche Charaktere diese gemeinsam ausführen. Beim ersten Bosskampf wird die ideale Kombination noch vorgegeben, hier schleudern sich Spiderman und Wolverine gegenseitig gegen den Feind. Im späteren Verlauf des Spieles ist es immer wieder unterhaltsam neue Kombinationen der insgesamt über 20 Charaktere zu testen. Die Bosskämpfe unterscheiden sich jeweils in der anzuwendenden Taktik und bestehen häufig aus verschiedenen Abschnitten. Hierbei sind auch die meisten Heilungen notwendig. In zerstörbaren Kästen, die sich im gesamten Spiel finden, liegen Power-Ups wie zum Beispiel Heilpunkte. Es ist leider nicht leicht zu erkennen welchem der vier Helden es gerade nicht gut geht, so dass man teilweise alle durchgehen muss um die jeweiligen Werte zu sehen. Zwar vermelden die Mitstreiter im Kampf lautstark, dass es ihnen nicht gut geht, meistens geht das aber im Getümmel unter.

Um den Spielablauf zu beschleunigen steht auch jederzeit durch Drücken des rechten analogen Sticks eine Navigationshilfe zur Verfügung, die die Truppe kurzerhand zum nächsten Ziel führt. Manchmal läuft man zwar seltsame Bögen aber das Ziel wird immer erreicht. Nach Herzenslust kann durch drücken des linken Steuerkreuzes zwischen den Superhelden hin und her gewechselt werden. Die anderen drei übernimmt entweder die Konsole oder ein weiterer Mitspieler vor der Konsole. Sobald ein Mitspieler sich selbstständig macht und das Kampfgebiet verlässt wird dieser zurück ins Geschehen gebeamt oder er zieht die Kamera mit sich. Von der Konsole gesteuerte Charaktere passiert dies selten, sie kämpfen meist in der Nähe der menschlichen Spieler. Nach einigen teils sehr wuseligen Kämpfen bin ich nun der Spielmechanik vertraut. Es fällt nicht immer leicht den Überblick zu waren. In Zwischensequenzen kann ich teilweise aus drei Multiple Choice-Antworten auswählen, wodurch die Gesinnung der Charaktere festgelegt wird. So bekomme ich zum Beispiel als Wolverine bei den ersten Gesprächen einen Bonus auf Aggression. Als weiteren Punkt stehen diplomatische Antworten zur Wahl. Nun kommt eine zweite Vierer-Truppe ins Spiel die für die erste Schutzschilde im Gebäude ausschalten soll. Aus den momentan freigegebenen Charakteren tausche ich einen bestehenden Helden gegen „Das Ding“ aus und spiele ihn ausnahmslos in dieser Truppe. Er braucht nur wenige Schläge um die großen Generatoren der Schutzmechanismen zu zerstören und ist aufgrund seiner Größe und Farbe auch klasse in dem Gewühl wieder zu finden.

Als Rollenspiel-Element kommt ein Level-Up der gespielten Charaktere hinzu. Ich kann durch Punkteverteilung einzelne Spezialattacken nun verstärken. Wenn man keine Lust hat sich darüber Gedanken zu machen können sämtliche Power-Ups und Punkte automatisch verteilt werden. Auch eine Alternative Kleidung ist freispielbar, die hat allerdings nur optische Auswirkungen.

Nachdem ich das Haus des Bösewichts in Schutt und Asche gelegt habe ist das Tutorial nun beendet und ich finde mich mit meiner Truppe in meinem Hauptquartier in New York wieder. Wie in einem animierten Menü steuere ich von hier die nächsten Einsätze der nun startenden Geschichte um den „Registration Act“.

Das Spiel sowie die Story nehmen nun deutlich an Fahrt zu. Nach einigen schönen Missionen muss unsere kleine Gruppe sich entscheiden ob sie sich den Rebellen oder den Regierungstreuen anschließen möchte. Je nach Entscheidung unterscheiden sich ab hier die Missionen und das Hauptquartier. Je mehr Missionen ich erledigt habe, je mehr bin ich von der tollen Story gefesselt.

Die Grafik hat mich anfangs nicht so vom Hocker gehauen. Die Tutorial-Mission ist sehr dunkel gehalten und ich hatte ein paar Probleme mit der automatischen Kameraführung. In späteren Missionen zeigt die Engine aber ihre Muskeln. Riesige Gegner, vor Hitze zitternde Luft, an Effekten wurde wirklich nicht gespart. Besonders die Missionen bei Tageslicht an der frischen Luft sehen klasse aus. Nur schade dass aufgrund der Massen an Gegnern oft weit heraus gezoomt wird und so die schönen Details verloren gehen. Die Musik ist abwechslungsreich und der Situation angepasst. Es kommen sogar orchestrale Klänge vor.
Zu den Online-Matches kann ich leider zum Testzeitpunkt noch keine Informationen geben, da sich einfach keine komplette Truppe zusammengefunden hat. Es ist grundsätzlich möglich eigene Matches zu starten oder bestehenden beizutreten.


Das Fazit von: Der Ohm

Der Ohm

Klar hab ich als Kind auch gerne Spiderman-Comics gelesen, auch habe ich gerne die neueren Filme aus dem Marvel-Universum gesehen und genossen. Als ausgeprägten Comic-Fan würde ich mich aber nicht bezeichnen. Umso schöner das mich dieses Spiel aufgrund seiner Story und das wiedersehen der Helden meiner Kindheit so fesseln konnte. Die einzelnen Missionen sind meistens bis zu einer Stunde lang, ich musste aber immer noch schnell die nächste starten, um zu sehen wie es weitergeht. Für Hack&Slay Freunde und Fans des Marvel Universum spreche ich meine uneingeschränkte Empfehlung aus.


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Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Also ich bin begeistert. Ich habe den ersten Teil ja schon bis zum Ultimo gespielt und auch der zweite Teil hat mich unglaublich an die Konsole gefesselt. Auch wenn es nicht so viele Neuerungen gibt, so präsentiert sich dieser Teil um einiges besser, als das ursprüngliche Spiel. Die Grafik fetzt, der Sound ist besser und auch die Itemsammlungen und Gimmicks sind mehr geworden. Leider ist das Spiel immer noch nicht synchronisiert worden, dass ist für die deutschen Fans sehr schade. Nichts desto Trotz ist es ein Hammer Spiel und ich hoffe inständig auf Teil 3. Weiter so...


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positiv negativ
  • Gute Story
  • Riesige Auswahl an Marvel-Helden
  • Multiplayer online und offline
  • Fusion Attacken
  • Zwangsinstallation auf der PS3
  • Manchmal Probleme mit der Kameraführung
  • Unübersichtlich bei großen Gegnerhorden
  • Flache Charakterentwicklung





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