Die Story könnte dramatischer kaum sein. In einem abgelegenen Flussarm des Orinoco in Venezuela vermehren sich seit Urzeiten besonders fiese und übergroße Piranhas. Weiter angestachelt durch ein missglücktes, geheimes Genexperiment befreien sie sich aus ihrem Versteck. Als diese dann das Boot eines venezuelanischen Ministers mitsamt leicht bekleideter Insassen verspeisen, wird ein US Special Force Agent nach Venezuela entsendet. Denn die Killerfische haben auch den
überaus beleibten US Außenminister, der sich aufgrund wichtiger Abkommensgespräche auch auf dem Boot befand, auf dem Gewissen. Da man von einem Terroranschlag ausgeht, wird Agent Finch mit der Aufklärung des Falls beauftragt. Dieser sieht ziemlich schnell mit Hilfe der Wissenschaftlerin Sarah Monroe, welche Gefahr von den schrecklichen Piranhas ausgeht. Neben der 'stillen' Romanze der beiden beginnt eine mehr als einfallslose und zugleich überaus fragwürdige Hetzjagd auf die immer größer werdenden Monsterfische. So fressen sich die Biester beispielsweise munter durch Kanonenboote, U-Boote, Kreuzer und Helikopter, machen aber Halt vor einem natürlichen Staudamm aus Holz. In ihrem Heißhunger auf Stahl, Holz und Beton springen sie auch aus dem Wasser in Häuserdächer, um so ganze Städte dem Erdboden gleichzumachen. Trotzdem kann man die heranschnellenden Bestien mit Special-Force-Agent Fußtritten leicht abwehren. Letztlich kommt es, wie es kommen musste und die Armee beginnt mit einem Großaufgebot an Hubschraubern und Schlachtschiffen, den Fluss zu bombardieren und mit Turboboost-Helikoptern auf die Jagd zu gehen.
Das Finale ist zugleich auch Höhepunkt und Beweis der Fragwürdigkeit solcher Produktionen. Zum Schluss hat man einfach alles nochmals gehörig durchgemischt und so lang den Action Knopf gedrückt, bis auch der letzte Funken Hoffnung aus dem Zuschauerauge verschwunden ist, um dann nochmal alles anders zu machen. Die Dramatik des Filmes kann dabei leider auch nur noch durch ein Scharadeturnier im nächstgelegenen Seniorenheim getoppt werden.

Alles in allem dürfte der Film auch für hart gesottene Fans dieses Genres ein Grund für schmerzende Augen sein. Wer den Klassiker Piranha gesehen hat oder eine qualitativ hochwertige Umsetzung aktueller Piranha Kinofilme (Piranha 3D) erwartet, wird mehr als bitter enttäuscht. Punkten kann der Film lediglich mit absolut unlogischer Handlung, physikalisch fragwürdigen Szenen, platten Dialogen und überaus billiger Computeranimationen. Möchte man sich zusammen mit Freunden jedoch auf einer Trash-Film Party verabreden, kann dieser Streifen ruhigen Gewissens eingepackt werden. Denn neben den „Schock“ Elementen und der ständigen Frage, ob es nicht noch schlimmer werden kann, wird man fast die gesamte Zeit seinen Kopf schütteln.
Kommentar verfassen
Schreibe hier einen Kommentar. Du musst einfach alle Felder, die mit einem *-markiert sind, ausfüllen.