Mein Freund, die Giraffe

Mein Freund, die Giraffe

Originaltitel: Dikkertje Dap
Genre: Kinderfilm
Regie: Barbara Bredero
Hauptdarsteller: Liam de Vries • Martijn Fischer
Laufzeit: DVD (71 Min) • BD (74 Min)
Label: Koch Media Home Entertainment
FSK 0

Mein Freund, die Giraffe   25.07.2018 von MarS

Sprechende Elefanten, wer kennt sie nicht? Doch wie wäre es anstatt eine neues Abenteuers von Benjamin Blümchen zu erleben zur Abwechslung einmal mit einer sprechenden Giraffe? Bitteschön, hier kommt Raff...

 

Inhalt

 

Der kleine Dominik ist neben einem Tierpark aufgewachsen, in dem sein Großvater arbeitet. Sein bester Freund ist die sprechende Giraffe "Raff", mit dem er sich sogar seinen Geburtstag teilt. Als die beiden sechs Jahre alt werden, freuen sie sich schon auf die gemeinsame Zeit in der Schule, doch bereits am ersten Schultag stellt Dominik mit Entsetzen fest, dass Giraffen gar nicht zur Schule gehen müssen. Hin- und hergerissen zwischen der neuen Herausforderung und seinem besten Freund entschließt sich Dominik dazu, "Raff" irgendwie doch mit in die Schule zu nehmen...

 

Mein Freund, die Giraffe ist ein Film, der komplett auf die kleinsten Zuschauer im Vorschulalter zugeschnitten ist, dementsprechend aber auch kaum Unterhaltungswerte für Erwachsene mit an Bord hat. Die Kleinen haben ihre Freude daran zu sehen, dass sie nicht die Einzigen sind, die zum ersten Mal in ihrem Leben Probleme haben, und auch der tierische Freund sorgt für gute Laune, vor allem da "Raff" äußerst kindgerecht nicht mit dem Computer generiert wurde, sondern durch ein riesiges Plüschtier dargestellt ist. Schwachpunkt ist allerdings die deutsche Synchronisation durch "Checker Tobi", der seinen Text viel zu emotionslos runterleiert und durch die damit entstehende Langeweile viel an Sympathiepunkten verliert. Dies tut dem Grundgedanken der Geschichte zwar keinen Abbruch, sorgt aber vor allem bei Erwachsenen für genervtes Augenrollen. Für alle, die "Checker Tobi" nicht kennen (und das dürften so einige sein, die keine Kleinkinder mehr zuhause haben): "Checker Tobi" ist der Moderator der gleichnamigen Kinderwissenssendung auf dem Kinderkanal KiKa und im Programm der ARD. Bei all dem pädagogisch wertvollen Inhalt und der Aussage, dass man als Kind ruhig auch mehr als einen guten Freund haben kann und die Schule gar nicht so schlimm ist, wirken konstruierte Nebengeschichten wie der Großvater, der sich in die Lehrerin verliebt völlig fehl am Platz. Ebenso inkonsequent ist Mein Freund, die Giraffe bei der Thematik der sprechenden Giraffe. Zunächst scheint es noch so, als würde nur Dominik "Raff" sprechen hören und sich bei den gemeinsamen Treffen einfach in einer kindlichen Traumwelt befinden, doch spätestens, wenn sich herausstellt, dass dieser wirklich sprechen kann, sich aber irgendwie keiner darüber wundert, verliert die Handlung ein großes Maß an Glaubwürdigkeit innerhalb ihrer ansonsten eigentlich sehr realistisch gehaltenen Erzählung. 

 

Bildergalerie von Mein Freund, die Giraffe (7 Bilder)

Details der Blu-ray

 

Die Bildqualität der Blu-ray ist sehr gut und liefert scharfe, detailreiche Aufnahmen bei kräftigem, ausbalanciertem Kontrast und natürlicher Farbpalette. Das Bild ist frei von Filmkorn und nur in ganz wenigen Momenten gibt es leichte Unschärfen in den äußeren Randbereichen. Entsprechend der unspektakulären Erzählung ist auch die Tonspur sehr zurückhaltend, liefert aber eine saubere, klar ortbare Abmischung sowie eine klare Sprachausgabe. 


Das Fazit von: MarS

MarS

Mein Freund, die Giraffe ist ein Kinderfilm, der sehr gut auf seine Zielgruppe zugeschnitten ist und bei Kindern im Vorschulalter für gemütliche Unterhaltung sorgt. Erwachsene können mit dem Film nur wenig anfangen, was zum einen an der Ausrichtung der Inszenierung liegt, aber auch an überflüssigen Nebengeschichten, der emotionslosen Synchronisation samt der Selbstverständlichkeit einer sprechenden Giraffe sowie dem eigentlich ereignislosen Handlungsablauf. Kleinkinder werden mit Mein Freund, die Giraffe bestimmt gut unterhalten und finden sich selbst in der Hauptfigur wieder, für einen gemeinsamen Filmnachmittag ist der Film aber ungeeignet. 


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