Mein Vater, seine Frauen und ich

Mein Vater, seine Frauen und ich

Originaltitel: My Dad’s Six Wives
Genre: Komödie
Regie: Howard Michael Gould
Hauptdarsteller: Tim Allen • Andie MacDowell
Laufzeit: ca. 91 Minuten
Label: Koch Media
FSK 12

Mein Vater, seine Frauen und ich   12.10.2010 von Erik

In den letzten Jahrzehnten sind so viele komödiantische Spielfilme aus dem Boden geschossen, wie es Sterne im Weltall gibt. Vor allem Komödien über Väter mit ihren Söhnen, Väter mit deren Töchtern, deren Bräuten und eben Väter mit ihren Frauen. In diesem Überangebot an Vatergeschichten tummeln sich einige wirkliche Ultraflops. Die vorliegende DVD „Mein Vater, seine Frauen und ich“ macht leider auch einen großen Schritt in die falsche Richtung. Da können selbst Schauspielstars wie Tim Allen, Elisha Cuthbert, Jenna Elfman und Andie MacDowell nichts mehr retten. Wieso dies so ist, lest ihr in den kommenden Zeilen.

Der Vater, um den es in diesem Film geht, heißt Henry Lefay (Tim Allen) und ist ein ganz besonderes Exemplar von Schürzenjäger, ein echter Hallodri mit einem recht hohen Verschleiß an Ehegattinen. Er selbst ist Besitzer einer Medienkaufhauskette und sein Manko ist, das wenn er mit einer Frau fest zusammen ist, diese auch recht schnell zum Traualtar führen möchte. Aus diesem Grund war er sechs Mal verheiratet und seine aktuelle Frau, sieht schon Nummer sieben auf sich zu watscheln. Immer dann, wenn es Lefay verbockt hatte oder er tief im Schlamassel saß, musste ihn stets seine hübsche Tochter Barbie (Elisha Cuthbert) aus dem Bockmist herausholen. Das sie dies auf Dauer nicht aushielt, distanzierte sich Barbie von ihrem frauenschwachen Vater.

Ein Jahr vergeht und als Henry nach dem Parasailing vermisst und darauf für Tod erklärt wird, muss Barbie zurück, um die Beerdigung zu planen - außerdem steht die Testamentseröffnung noch aus. Im Schlepptau hat Barbie die Witwe als auch die fünf hinterbliebenen „Lefay“-Frauen. Dass dies nicht gut gehen kann, wird hierbei nicht nur der eingefleischte Komödien-Fan erahnen. Und so ist es dann auch, schon bei der Anreise wird sich reichlich gezofft. Bei den Vorbereitungen zur Bestattung ist Barbie die einzige Person, die sich darum kümmert. Die restlichen Damen streiten sich derweil um das Erbe. Doch ist Henry überhaupt Tod? Nun, ob er noch lebendig ist und nicht auf einer Wolke Harfe spielt, wie der Erbstreit endet und ob Barbie bei all dem Chaos reif für die Klapsmühle ist, müsst ihr euch dann schon selbst ansehen, oder lieber nicht.

Man will ja nicht unbedingt alles und jeden in die Tiefen der Kritik ziehen, doch „Mein Vater, seine Frauen und ich“ enttäuscht wirklich auf ganze Linie. Ein Schuss in den Ofen wäre hier noch geprahlt, denn der Komödie Tod sind ganz sicher Langeweile und Unbespaßbarkeit. Wer bei diesem Streifen lacht, der muss sich schon gehörig mit lustigen Substanzen zugedröhnt haben. Die Story ist arg flach, die Schauspieler wirken seelenlos und die Gags sind einfach nur zum Abwinken.

Am besten sieht man dies am Beispiel des sonst so juxigen Tim Allen, der uns in Filmen und Serien wie „Santa Claus“ oder „Hör mal, wer da hämmert“, die eine oder andere Lachträne ins Gesicht trieb. Und nun? Nun ist Herr Allen alles andere als witzig, weil einfach jeder Ulk voll in die Hose geht. Auch jeder andere im Cast ist unwitzig und schaffen es zu keiner Zeit zu belustigen. Es ist schon recht krass, wenn man in einer Komödie lieber heulen, als lachen möchte. Sehr bedenklich!

Wie dem auch sei, der ganze Nichtspaß hier erinnert eher an einen zweitklassigen Fernsehfilm der einschlägigen TV-Sender. Dies wird auch der Grund sein, wieso es dieses Stück Zelluloid nie in ein öffentliches Kino geschafft hat.

Auch die Ausstattung der DVD sowie Blu-ray reiht sich perfekt in die Belanglosigkeit und Miesheit dieses Flops ein. Denn als Extra steht der Trailer zur Auswahl. Ich bin überwältigt! Zum Bild und Ton muss man nicht viel sagen, beides ist in Ordnung und wohl das Beste an diesem ganzen Desaster. Leider wird man dies nie genießen können.


Das Fazit von: Erik

Erik

Ich kann einfach nicht nachvollziehen, wenn Menschen versuchen, eine Komödie abzudrehen und dabei auf Teufel komm raus gezwungen witzig sein wollen. Das solch eine Herangehensweise zu nichts führen würde, ist doch klar und haben diverse Negativbeispiele der Vergangenheit glorreich bewiesen. Da bringt es wie gesagt auch keinen Fliegenschiss, sich namenhafte Schauspieler einzukaufen, wenn der Plot sowie die miesen Dialoge für den Schredder sind. Empfehlen kann ich hier gar nichts. Natürlich tut dieser Film niemandem weh, aber ganz ehrlich, bei der Vielzahl an guten Spielfilmen, braucht man sich hiermit nicht seine kostbare Lebenszeit stehlen zu lassen.


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