Mercenaries 2 – World in Flames
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BEWERTUNG |
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Ein Söldnerleben ist schon schwer. Die 40 Stunden Woche greift hier anscheinend nicht, denn bei Mercenaries 2 – World in Flames gibt es kaum Entspannung. Immer auf der Hut sein ist hier das Motto. Vor allem im weiteren Spielverlauf muss man aufpassen was um einen herum passiert...
Anfangs kann man sich zwischen drei Söldnern entscheiden. Der Schwede „Mattias Nilsson“ hat eine Punkfrisur, ist mit Tattoos am Körper übersäht und er ist frech wie Oscar. Ich habe mich sofort für diesen Charakter entschieden, da mir bei der Scharfschützin „Jennifer Mui“ und bei dem Fahrzeugexperten „Chris Jakobs“ das gewisse Etwas fehlte. Der erste Auftrag führt uns in ein gut bewachtes Gefängnis. Dies macht anfangs den Anschein, als wäre es Alcatraz, da sehr viele Soldaten mit großer Feuerkraft auf uns schießen. Da ich mit meiner Pistole nicht viel ausrichten kann, schnappe ich mir die nächste Maschinenpistole von einem Opfer und bemerke, dass es nun viel einfacher ist, die Gegner zu besiegen. Von jetzt an geht es richtig los und das Spiel wird langsam interessant. Die Ballerei steht bei Mercenaries 2 im Vordergrund. Sie wirkt zwar des Öfteren etwas chaotisch, aber genau dass ist der extreme Spaßfaktor in diesem Spiel. Man kann alle Waffen der Soldaten benutzen, sobald diese zu Boden fallen. Die Auswahl ist sehr groß und wem das noch nicht ausreichen sollte, der kann im Laufe der Geschichte auf eine Vielzahl von Fahrzeugen zurückgreifen. Da sind allerdings nicht nur Autos, Motorräder, Jetskis oder Panzer, nein der Held kann auch mit verschiedenen Helikoptern in die Luft gehen. Trotzdem kann man nicht einfach so mal ein Fahrzeug kapern, sondern muss vorher immer eine Quicktime Sequenz bestehen. Das heißt im Klartext, dass man zur richtigen Zeit, die richtigen Knöpfe drücken Wer immer noch keine Lust hat, alleine in der Gegend rumzucruisen, der kann einfach online gehen und einen Mitspieler zu sich holen. Der Vorteil von Mercenaries 2 liegt klar auf der Hand, man kann das komplette Spiel zusammen mit einem Mitspieler spielen. Das Wort „Koop“ hat hier eine komplett neue Bedeutung! Apropos in die Luft gehen, das ist das Stichwort. Nicht nur die Spielfigur kann fliegen, sondern auch die komplette Umgebung. Ok, fast! Man kann sich jederzeit verschiedene explosive Waffen schnappen und mit diesen diverse Racheaktionen starten. So wären da der gute alte Raketenwerfer, Granaten und C4 Sprengstoff, sowie größere Flächenangriffe, für die ihr aber einen Bomberpiloten benötigt. Habt ihr diesen im Laufe des Spiels gefunden und erfolgreich rekrutiert, stehen euch die Tore offen. Egal wie ihr die Umgebung zerstört, es sieht immer fantastisch aus. Die Zerstörungstechnologie von Mercenaries 2 ist unglaublich und macht einen Heidenspaß. Man sollte nur aufpassen, dass man nicht wahllos in der Gegend „rumholzt“, denn es gibt auch hier die sogenannten „Kollateralschäden“. Wenn man einen Unschuldigen tötet, wird dem Söldner Geld von seinem virtuellen Konto abgezogen. Also versucht erst gar nicht einfach mal so durch die Gegend zu ballern, denn somit werdet ihr bald in die roten Zahlen rutschen. Im Spiel selbst gibt es verschiedene fiktive Fraktionen, wie zum Beispiel den Ölkonzern UP oder etwas ausgeflippte Piraten. Man kann jederzeit Aufträge der verschiedenen Gruppierungen annehmen, sollte aber aufpassen, wer bzw. was das Ziel ist. Das Problem liegt auf der Hand, da sich die Fraktionen gegenseitig nicht ausstehen können, sollte man die Ausführung der Aufträge sehr gut im Vorfeld planen. Sonst kann es mal schnell passieren, dass die Sympathie der einen Gruppe fällt und sie einem nicht mehr freundlich gesinnt ist. Ist das der Fall, so wird man dann auch selbst als Feind angesehen und angegriffen. Falls euch das passieren sollte, habt ihr die Chance, erneut einen Auftrag zu erledigen und somit die Gruppe milde zu stimmen. Doch einfacher geht es, wenn ihr ins Hauptquartier geht und dort ein Bestechungsgeld zahlt. Das ist nur mit einem hohen Bankkonto machbar! Das Geld verdient ihr euch mit den zahlreichen Aufgaben im Spiel oder aber ihr findet in der Umgebung einen Geldkoffer oder sogar eine Palette mit Schwarzgeld. Habt ihr einen Piloten rekrutiert, so kann er diese Palette mit dem Helikopter abholen und flux wird euch das Geld auf euer virtuelles Konto überwiesen. Aber nicht nur Geld könnt ihr in der großen Welt finden, sondern auch Benzin oder schwere Waffen. Diese könnt ihr dann bei den Missionen einsetzen. Zur Story werde ich nicht viel erwähnen, da ihr die Zwischensequenzen und die ganze Geschichte selbst erleben müsst. Sie ist zwar nicht Hollywoodreif, aber dennoch nett gemacht und ansehnlich. Man kann das Spiel selbst relativ schnell durchspielen, aber wenn man versucht 100% des Spiels zu spielen, dann braucht man schon ca. 40-50 Stunden. Die Nebenaufgaben und die Suchmissionen haben es in sich und man muss sich da schon viel Zeit nehmen, alles zu finden und alle Missionen aller Fraktionen zu beenden. Die Grafik im Spiel ist gut gelungen, kann aber nicht komplett überzeugen. Die Entwickler haben dem ganzen eine eigene Note gegeben, was ich hoch bewerte, aber die Popups sind nervig und somit kann man die schön entwickelte Weitsicht von über 2 Kilometern getrost vergessen. Es bringt leider nichts, wenn man mit dem Helikopter fliegt und ein Missionsziel am Boden abschießen soll, man aber sehr tief fliegen muss, da man sonst das Ziel nicht zu Gesicht bekommt. Abgesehen von diesem Fehler, sieht alles rundum gut aus. Die Explosionen sind eine wahre Pracht und alleine deswegen kann man das Spiel immer wieder mal einlegen und einfach ein paar Sachen wegballern. Die Abwechslung ist auch relativ gut gelungen,.Man fliegt über Dörfer, Slums oder einen dichten Urwald. Es sind ebenso ein paar Highlights wie verschiedene Bohrinseln oder ein Nobelviertel zu sehen. Der Sound überzeugt. Die Explosionen sind bombastisch und dröhnen extrem tief aus den Lautsprechern. Mercenaries 2 – World in Flames ist ein Grund, sich einen Subwoofer anzuschaffen, sofern man noch keinen im Wohnzimmer stehen hat. Doch Vorsicht, die Nachbarn werden bei Wie ich oben schon erwähnte ist der Multiplayer Modus hier genial eingebaut. Man kann sich im Hauptmenu erst Mal entscheiden, wer bei einem Spiel beitreten darf. Entweder man macht alles im Alleingang, wie es zur damaligen Zeit schon Rambo gemacht hat oder aber man spielt mit einem Freund. Man kann jederzeit jemanden einladen, der in seiner Freundesliste steht, oder aber dieser gesellt sich einfach zu uns. Doch es gibt auch noch eine Hoffnung für all diejenigen, die keine Freunde haben, denn man kann auch in den Optionen einstellen, dass jeder Onlinespieler zu einem stoßen kann. Somit kann es aber schon passieren, dass man einen Anfänger im Spiel hat oder aber Leute, die nur rumballern wollen, ohne das Missionsziel zu beachten. Jedoch macht das Spiel, egal welche Onlineeinstellung man gemacht hat, super Spaß. Zu guter letzt sei noch gesagt, dass das Spiel aber auch einige negative Facetten zu verzeichnet hat. Leider enthält Mercenaries 2 einige gravierende Fehler, die den Spielspaß sehr trüben können. Zum Beispiel hatte ich den Bug, dass alle Gegner zwar bemerkt hatte, dass ich da bin, aber sie haben nie auf mich geschossen. Es ist schon sehr komisch, wenn man im Hintergrund dauernd „Da hinten ist der Söldner, schießt auf ihn!“ hört, aber keiner einen Schuss abfeuert. Ebenso ist es mir mal passiert, dass ich unsterblich war. Ich konnte selbst von mehreren Raketen eines Helikopters nicht sterben und kam mir vor wie im GOD-Mode. Gott sei dank ist es nicht im kompletten Spiel so, sondern nur stellenweise. Ich hoffe, das Electronic Arts schnellstmöglich diese Fehler ausmerzt, so das der Spielspaß wieder wächst. Das Fazit von: Panikmike
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