MicroLab Soundsystem B-77 (2.0)

MicroLab Soundsystem B-77 (2.0)

Publisher: MicroLab
Genre: Audiosystem (2.0)
Erscheinungsdatum: 01.02.2012

MicroLab Soundsystem B-77 (2.0)   12.05.2012 von DeWerni

Nachdem wir Euch vor Kurzem bereits das Soundsystem B-73 der Firma MicroLab vorstellen konnten, gibt es heute das nächste 2.0-System, das wir genauer unter die Lupe nehmen durften. Wo die Unterschiede zum B-73 liegen und für wen das Set geeignet ist, könnt Ihr in unserem ausführlichen Testbericht erfahren …

Vor kurzem haben wir Euch bereits unseren ausführlichen Test zum Soundsystem B-73 aus dem Hause MicroLab bieten können, den Ihr hier noch einmal nachlesen könnt. Heute präsentieren wir Euch das Soundsystem B-77, das ebenfalls im 2.0-Stil gehalten ist und in einer Preislage liegt, die nur minimal über dem des B-73 liegt. Aus diesem Grund richtet sich das Soundsystem an die gleiche Zielgruppe: Es ist für Leute gedacht, die neben ihren täglichen Arbeiten soundmäßig kräftig unterstützt werden wollen. Zudem eignet sich das System zur Platzierung auf dem Schreibtisch, denn auch wenn die Boxen etwas größer geworden sind, schauen sie gut aus und sind für den Schreibtisch noch nicht zu groß.

Der Packungsinhalt und Aufbau
Die Packung des Systems besteht aus einem leichten Pappkarton, auf dem die Spezifikationen neben ein paar Bildern dargestellt werden. Darin enthalten ist dann neben den eigentlichen Boxen ein Anschlusskabel, mit dem man das System per 3,5mm-Klinkenanschluss mit dem Ausgang des PCs oder einer anderen Audioquelle verbinden kann. Alles ist sicher in Folie und Styropor gesichert, so dass keine Schäden zu erwarten sind. Zudem liegt dem Paket ein Verbindungskabel für die beiden Boxen bei. Da sich lediglich in einer der Boxen ein Verstärker versteckt, ist dieses Kabel notwendig, um die zweite Box ebenfalls ansteuern zu können. So ist der Aufbau des Systems eigentlich auch klar. Nur eine der Boxen muss der Kabel mit dem Strom und mit dem Ausgang der Audioquelle verbunden werden. Die Verbindung der beiden Boxen erfolgt dann über die boxentypischen rot-schwarzen Klemmverbindungen. Der Aufbau ist kinderleicht, sollte keinerlei Probleme bereiten und in maximal 5-10 Minuten erledigt sein.

Wenn man etwas nachschlagen möchte, technisch nicht so versiert oder beim Aufbau doch nicht wirklich sicher ist, dann liegt dem Paket für alle Fälle auch noch eine gedruckte Anleitung bei. Diese ist in vier verschiedenen Sprachen gehalten, darunter natürlich auch deutsch und englisch. Darin ist der Aufbau auch nochmals bildlich beschrieben. So ist auf jeden Fall garantiert, dass man schnell mit der Nutzung der Boxen loslegen kann und die ersten Töne über den Schreibtisch klingen.

Oberfläche, Verarbeitung und Anschlüsse
Wie aus den Produktbildern gut ersichtlich bestehen die Boxen jeweils aus den beiden Seitenteilen und dem Mittelteil. Die Seitenteile sind MDF-Platten (mitteldichte Holzfaserplatten), die mit einem optischen Überzug aus heller Holzoptik versehen sind. Die restlichen Teile sind in schwarzem Plastiklook gestaltet, während die Frontseiten jeweils die eigentlichen Hoch- und Tieftöner beherbergen. Diese sind hinter einem schwarzen Stoffbezug versteckt, der per Gummistecker an den Fronten fixiert ist und sich jederzeit ganz einfach abnehmen und wieder aufstecken lässt. Die Verarbeitung ist dabei sehr sauber gelungen. Die Boxen wirken sehr stabil und sollten auch einem Sturz aus Tischhöhe ohne Probleme standhalten, was aber nicht explizit getestet wurde. Die einzelnen Außenkanten der Boxen sind jeweils sehr schön abgerundet, so dass keinerlei scharfe Kanten existieren, die die Verletzungsanfälligkeit erhöhen würden. Der Übergang von Holz- zu Plastikoptik ist mit einem kleinen Versatz gelöst, der für eine ordentliche Optik sorgt, aber nicht zu heftig ausgefallen ist. Die Fronten der Boxen sind zudem leicht schräg gehalten. So passt der moderne Look auf alle Arten Schreibtische – sollte es der klassische Holz- oder der moderne Glas- oder Metalllook sein.

Bildergalerie von MicroLab Soundsystem B-77 (2.0) (6 Bilder)

Wie schon erwähnt, dient eine der Boxen zudem als Verstärker. Während also die zweite Box an der Rückseite lediglich die Klemmverbindung zur Verstärkerbox beherbergt, sind am Verstärker alle relevanten Regler und Steckverbindungen angebracht. An der Front ist da allerdings nur die Lautstärkeregelung zu sehen, der Rest ist rückwärtig fixiert. Da gibt es neben dem Netzschalter, mit dem man den Verstärker komplett vom Netz trennen kann, Drehregler für die Höhen und Tiefen, die Terminal- oder Klemmverbindung zur anderen Box und zwei 2RCA-Anschlüsse (Cinchstecker), an die man parallel bis zu zwei Audioquellen anschließen kann. Ein Umschalten oder einzelnes Ansteuern dieser beiden Kanäle ist dabei allerdings nicht vorgesehen, die Wiedergabe muss man schon selber in die Hand nehmen. Zudem ist eine grüne Leuchtdiode angebracht, die signalisiert, ob die Boxen gerade am Strom hängen oder ausgeschaltet sind.

Sound und Verwendung

Das Soundsystem fokussiert ganz klar die Gruppe der User, die sich musikalisch von den Boxen berieseln lassen wollen, sei es während der täglichen Arbeit am PC oder durch einen externen MP3-Player. Filmfans und Gamer sind heutzutage auf Soundsysteme mit weiteren und mehr Kanälen, wie beispielsweise 5.1 oder gar 7.1 Systeme fokussiert und werden ein solches System eher nicht verwenden. Das Soundsystem MicroLab B-77 gibt dabei in seinem Zielbereich eine richtig gute Figur ab. Ok, mit einem Preis von um die 70€ liegt es nicht mehr ganz im Einsteigersegment, so dass man von einem Gelegenheitskauf eher nicht profitieren wird. Wer sich allerdings als User um das musikalische Wohl seiner Ohren sorgt, für den ist das System durchaus interessant. Denn wer etwas mehr Leistung aus einem qualitativ hochwertigen Niveau sucht, der ist mit dem System sehr gut bedient. Gerade wenn man die Leistung und damit die Lautstärke etwas höher dreht, wird man merken, was das System leisten kann. Selbst bei größeren Lautstärken kommen die Töne noch sauber aus den Boxen und das große Volumen und die saubere Abstimmung der MDF-Platten, die gleichzeitig als Resonanzkörper eingesetzt werden, kommt hier richtig gut zum Tragen. Man merkt allerdings, dass der Fokus der Wiedergabe sicher auf einem ordentlichen Wumms liegt, denn die Stärken der Boxen liegen im Niederfrequenzbereich. Mit einer Gesamtleitung von 48Watt RMS kann man schon einiges an Leistung aus den Boxen rausholen und das Lieblingsstück gerne auch mal richtig aufdrehen. Die Leistung reicht dafür aus, wird aber nicht für den Einsturz der Wohnung oder des Hauses sorgen und auch keinen Presslufthammer übertönen. Dafür sind die Boxen aber auch nicht gedacht. Dem Zweck der Audiounterstützung beim Surfen durch Musik des PCs oder eines MP3-Players oder auch als einfache genügsame Boxen für spielerische Effekte, kommt das System allerdings perfekt nach und erfüllt diesen zur vollsten Zufriedenheit.

MicroLab B-77 vs. B-73

Bereits vor Kurzem konnten wir das Soundsystem B-73 von MicroLab genauer unter die Lupe nehmen. Wer nun beide Tests durchgelesen hat und sich immer noch nicht ganz sicher ist, welches der beiden Systeme für ihn das richtige ist, für den gibt es hier nochmals einen kurzen Vergleich.

Zunächst unterscheiden sich die beiden Systeme optisch, was natürlich nur eine Geschmackssache ist. Während das B-73 eher etwas dunkler und klassischer daherkommt, wirkt das B-77 etwas heller, frischer und moderner. Die Gestaltung der Boxen ist ansonsten ähnlich. Die einzelnen Boxen des B-77 sind von den Abmessungen und damit auch vom Volumen der Boxen her etwas umfangreicher. Genau dieser Effekt sorgt auch dafür, dass das B-77 mit etwas mehr Druck daherkommt. Zudem sorgt das erhöhte Leistungspotential für sauberere und klarere Klänge bei höheren Lautstärken (B-73: 20Watt RMS, B-77: 48Watt RMS). Die Anschlussgestaltung dagegen sieht genau gleich aus und bietet gleiche Anzahl und Arten an Ein- und Ausgängen. Wichtigster Fakt: An beide Soundsysteme lassen sich bis zu zwei externe Audioquellen parallel anschließen.

Die Zielgruppe der beiden Systeme ist gleich. Im Grunde sind beide sauber und ordentlich verarbeitet, sie unterscheiden sich neben der Optik hauptsächlich im Bereich der Leistung und der Anschaffungskosten. Hier muss einfach jeder für sich selbst entscheiden, ob man knapp 30€ mehr für das B-77 investieren möchte, um ein wenig mehr Leistung zu erhalten oder ob man sich mit der des B-73 begnügt, da man bei der Verwendung der Boxen sowieso keinen Wert darauf legt, mal aufzudrehen.

Die Spezifikationen

 

Abmessungen (L x B x H)

  • Je Box: 154 x 266 x 221 mm
  • Gewicht: 5,6kg

 

Verstärker

  • Leistung: 2x24 Watt RMS
  • Klirrfaktor: 0,3% (1 Watt, 1 kHz)
  • Frequenzbereich: 55 – 20 000 Hz
  • Signal-Rauschabstand: 70 dB
  • Kanaltrennung 52 dB

 

Lautsprecher

  • Hochfrequenzlautsprecher: 0,75”, 10 Watt, 8 Ohm
  • Niederfrequenzlautsprecher: 4”, 14 Watt, 8 Ohm
  • Material: MDF
  • Farbe: Helles Holz

 

Anschlüsse

  • Ausgänge: Terminals
  • Eingänge: 2RCA x 2

 

Stromversorgung

  • AC 220-240V, 50Hz, 140mA

 

Packungsinhalt

  • 2RCA – 3,5mm Stereokabel
  • Verbindungskabel der beiden Lautsprecher 1,8m
  • Benutzerhandbuch in vier Sprachen

Das Fazit von: DeWerni

DeWerni

Ähnlich wie das Soundsystem B-73 kann auch das B-77 überzeugen. Es liegt in einem leicht höheren Preissegment, liefert aber dementsprechend auch etwas mehr Leistung. Diese spiegelt sich erwartungsgemäß im Klang wieder. So sorgt das etwas größere Volumen der Boxen in Kombination mit der leicht erhöhten Leistung der Niederfrequenzlautsprecher und damit auch des Gesamtsystems für bessere und klarere Wiedergabe der tiefen Frequenzen – und das auch bei erhöhter Lautstärke. Die Hochtöner liegen dagegen auf einem ähnlichen Niveau. Durch die Lieferung als 2.0-System hat das B-77 eine analoge Zielgruppe zum B-73. Somit ist es weniger für den Hardcore Gamer gedacht – dieser wird Wert auf ein 5.1-System legen – sondern eher für den User, der neben seinen alltäglichen Arbeiten ein wenig Musik am PC oder vom MP3-Player abspielen möchte, und dabei ein wenig mehr Leistung für etwas mehr Geld haben möchte. Beide System weisen eine saubere Verarbeitung auf und haben ihre eigene Optik, die aber sowieso Geschmackssache und damit zweitrangig ist.


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