Mirrors Edge - Catalyst

Mirrors Edge - Catalyst

Publisher: Electronic Arts
Entwicklerstudio: DICE
Genre: Adventure
Sub-Genre: Geschicklichkeit, Parkour
Art: Fullprice
Erscheinungsdatum: 09.06.2016
USK 12

Mirrors Edge - Catalyst   13.07.2016 von Xthonios

Faith ist zurück! Nach fast acht Jahren kehrt die wohl liebenswerteste Parkourläuferin zurück und zeigt sich von ihrer besten Seite. Wir hatten die Chance, bei der Closed Beta in der letzten Woche dabei zu sein und sind Faith auf die Dächer der Stadt gefolgt.

 

Auf der GamesCom 2015 war Mirrors Edge Catalyst für mich eines der Highlights der Messe. Als Fan von abwechslungsreichen Spielideen oder Nischentiteln, wie z. B. Mirrors Edge, Child of Light, Odin Sphere Leifthrasir oder Nights of Azure (um nur Einige zu nennen), war der erste Teil ein Spiel mit einem besonderen Flair. Gerade wenn man mit Herzblut dabei ist, hat man als Fan Angst vor Fortsetzungen und dem Risiko, dass die Entwickler alles verschlimmbessern.

 

Um was geht es bei Catalyst?

Im Nachfolger starten wir als frisch entlassener Häftling. Wir werden bereits von einem anderen Runner erwartet und kehren als Erstes zurück zu Noah - unserem alten Freund und Auftraggeber. Eine dunkle Wahrheit scheint sich hinter all den glänzenden Fassaden der Metropole zu verbergen und es ist Eure Aufgabe, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Und so beginnt Eure Reise - über die höchsten, prächtigsten Wolkenkratzern bis in die dunklen, dreckigen Tunnel darunter. Um gegen die Unterdrückung durch die herrschende Elite anzukämpfen und die finsteren Geheimnisse hinter der makellosen Fassade der Stadt zu enthüllen, müsst Ihr die Umgebung beherrschen, Faiths Beweglichkeit ausspielen und im Kampf das richtige Timing finden.

 

Die Metropole Glass - Die Spielwelt

Der größte Unterschied gegenüber dem Vorgänger ist eine wachsende offene Welt. Während wir im ersten Teil immer nur das jeweilige Level absolviert haben, gibt es hier umfangreiche Änderungen. Denn im neuen Teil könnt Ihr Euch entscheiden, wie und vor allem, wann Ihr die Story absolviert. Denn abseits der Hauptmissionen könnt Ihr entweder die Stadt erkunden oder auch mal eine Nebenmission annehmen oder beispielsweise wichtige Dokumente von A nach B zu bringen. Im Zuge der Story werden auch immer neue Bereiche der Stadt freigeschaltet mit weiteren neuen (Neben-) Missionen. Dem nicht genug, gibt es natürlich auch wieder die mysteriösen Aktentaschen. DICE setzt hier jedoch noch Eins drauf und hat überall in der Stadt verschiedene Sammelgegenstände verteilt. Für eingesammelte Gegenstände gibt es wiederum Erfahrungspunkte, mit Denen man dann Faith upgraden kann. Grafisch sieht Glass wirklich toll aus. Als wenn der Name der Stadt Programm ist, gibt es zahlreiche Fensterfronten und in der Nacht wundervolle Lichtmonumente und -Effekte. Die Welt lebt und wir sind mittendrin. Auch die Soundkulisse ist stimmungsvoll und passt sich hervorragend in die Spielwelt ein. Es gibt immer etwas zu entdecken und es lohnt sich, auch mal auf einem hohen Gebäude einfach die Aussicht zu genießen.

 

Mehr Faith für Alle

Während wir im ersten Teil Faith alle Bewegungen bereits zu Beginn beherrschten, schalten wir nun durch Absolvieren von Missionen und Einheimsen von Sammelobjekten neue Fähigkeiten frei. Ein wenig erinnert uns das an Rise of the Tombraider oder andere typische Adventures. Die meisten Fähigkeiten werden im Zuge der Story automatisch freigeschaltet, bestimmte Moves oder neue Hilfsmittel können nur über die gesammelten Erfahrungspunkte aktiviert werden.

 

Die Steuerung

Erstaunlich, aber erfreulich ist die kaum veränderte Steuerung des Spiels. DICE hat hier - sehr zu meiner Freude - nur wenig an der ursprünglichen Steuerung des ersten Teils geändert. So verwenden wir immer noch die RB / RT und LB / LT Tasten für die Bewegungsabläufe. Etwas komplexer und einige elementare Änderungen gibt es nur im Kampfsystem. Die erste positive Veränderung ist, dass es mehr verschiedene Gegner gibt, welche auch entsprechend anders bekämpft werden müssen. Auch ist Faith nicht mehr in der Lage, die Gegner zu entwaffnen und die Waffe gegen ihre Feinde zu richten. Vielmehr gilt es jetzt, die Umgebung mit einzubeziehen, um die Gegner mit Schlägen oder Tritten zu Boden zu strecken. Eine weitere große Änderung ist die sogenannte Fokusleiste, welche sich bei schnellen Bewegungen immer weiter füllt und einem dann die passive Fähigkeit verleiht, Kugeln von Gegnern auszuweichen. Im Zuge des Spiels stellt man fest, dass Catalyst auf jeden Fall kampflastiger als der erste Teil ist. Aber dennoch gibt es mehr Möglichkeiten, den Gegnern auszuweichen. Für mehr Taktik sorgen auch Kameras auf den Dächern, die bei verdächtigen Aktivitäten die KrugerSec Einheiten auf den Plan rufen. Ein wenig fühlt man sich in George Orwells " 1984" versetzt, in der man überall überwacht wird.

 

Das Gameplay

Auch Faith hat sich gegenüber dem ersten Teil weiterentwickelt und bekommt mit der Zeit kleine technische Neuerungen, die dazu beitragen, die Welt auf noch spektakulärere Weise erkunden zu können. So bekommt Faith später eine Art Enterhaken, um über größere Abgründe zu schwingen. Mit dem Haken kann man sich dann auch teilweise an Gebäuden hochziehen und somit schnell hohe Gebäude erklimmen. Dem nicht genug, kann man damit an manchen Stellen nur leicht befestigte Platten aus den Halterungen reißen, um sich zu Zugriff zu versteckten Räumen zu verschaffen. Ein Highlight ist auch der integrierte Störsender, mit dem Faith dann Kameras deaktivieren kann, Dronen deaktivieren oder auch die Sensoren der KrugerSec Truppen überlasten kann. Insgesamt fühlt man sich wie eine Mischung zwischen Assasins Creed und Syndicate. Trotz all dieser Neuerungen spielt sich Faith immer noch flüssig und man kommt nur selten mit den Tastenkombinationen durcheinander.  

 

Bildergalerie von Mirrors Edge - Catalyst (12 Bilder)

Runner sind keine Einzelgänger

Ihr möchtet gern herausfinden, wie gut Ihr wirklich seid? Die Multiplayer Möglichkeiten in Mirrors Edge Catalyst beschränken sich leider im Großen und Ganzen auf Bestenlisten. In der ganzen Stadt gibt es „Dashes“, was einem Time Trial gleicht. Nach Abschluss dieses Parcours kann man dann sehen, wie man abgeschnitten hat. Man hat auch die Möglichkeit, eigene Time Trials zu erstellen und diese dann veröffentlichen oder Time Trials anderer Spieler zu spielen. Wer ein Android oder iOS Device hat, kann sich zudem die Mirrors Edge Companion App herunterladen und hier seine persönlichen Leistungen vergleichen. Allerdings gibt es hier keinerlei Erfolge oder sonstige Belohnungen dafür (außer für die Dashes), sodass der Multiplayer Part eher zu einem netten Gimmick verkommt und für das Spiel irrelevant ist. Es bleibt auch fraglich, ob er auf Dauer wirklich einen Mehrwert bieten wird.


Das Fazit von: Xthonios

Xthonios

Mirror's Edge Catalyst ist nicht nur spielmechanisch ein Neustart, Dice wirft mit dem Nachfolger auch große Teile der ursprünglichen Handlung über den Haufen. Die BETA hatte bereits Appetit auf Mehr gemacht und das Endprodukt kann überzeugen. Catalyst ist seinem Vorgänger in vielen Teilen treu geblieben und kann mit vertrauten und auch neuen Elementen begeistern. Statt schlichter Schlauchlevel und einem sehr straffen roten Faden, finden wir eine recht offene Welt und zahlreiche Nebenmissionen und Entscheidungsmöglichkeiten vor. Auch das überarbeitete Kampfsystem machte einen guten Eindruck und fühlte sich spieltechnisch flüssig und gut an. Auch für Erfolgsjäger gibt es zahlreiche Herausforderungen und Sammelerfolge, die den Spielwert in die Höhe treiben.


Die letzten Artikel des Redakteurs:


positiv negativ
  • Endlich mal wieder Abwechslung im Gameplay
  • Sehr gelungene Atmosphäre
  • Grafisch schön gestaltet
  • Sehr faire Speicherpunkte
  • Keine Schusswaffen mehr
  • Riesige offene Welt, zahllose Geheimnisse
  • Hervorragende musikalische Untermalung
  • Faires Skill- und Upgradesystem
  • Lange Ladezeiten
  • Etwas wenig Interaktion mit NPCs
  • Kein wirklicher Multiplayer





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