Mission Impossible: Phantom Protokoll - Premiere

Mission Impossible: Phantom Protokoll - Premiere

Genre: Event + Interview

Mission Impossible: Phantom Protokoll - Premiere  15.12.2011 von Benji

Am 15.12.2011 läuft weltweit der neue Mission Impossible mit Tom Cruise in den Kinos an. Eine aktive Beteiligung von BMW hat uns dabei das Glück beschert, dass die Europapremiere samt Topstars in der kalten Winterlandschaft Münchens stattfindet. Grund genug, für die Sofahelden einen Redakteur an den roten Teppich zu entsenden. Schreiende Fans, drängelnde Reporter und drei Topstars zwingen unseren Filmexperten Benji dazu, seine persönliche Mission Impossible zu starten...

Freitag der 09. Dezember 2011, München - Heute findet die Europapremiere vom neuen Tom Cruise Film in der BMW-Welt statt. Ich komme etwa gegen 15:15 Uhr beim Eingang zur Tiefgarage an. Die Stars und Premierengäste werden erst in ca. zwei Stunden erwartet, aber wer sich einen guten Platz am roten Teppich sichern will, der muss eben früh kommen. Weniger verwunderlich also, dass es im Pressebereich bereits hoch hergeht. RTL, ProSieben und die Öffentlich-Rechtlichen bauen bereits ihre Kameras auf. Wenigstens ist der Pressebereich entgegen meinen Erwartungen komplett im inneren der BMW-Welt angelegt worden. Es kann also in den folgenden zwei Stunden Wartezeit nicht kalt werden.

17:00 Uhr
, freier Platz am roten Teppich. – Langsam tun mir dir Beine weh und es wird eng. Auch wenn die Akkreditierungen nur begrenzt herausgegeben wurden, sind die direkten Plätze an der Absperrung heiß begehrt. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass in meiner Ecke keine Profi-Reporter zu finden sind. Während meine Kollegen auf der linken Seite von der Security angehalten werden, sich bitte „professionell“ zu benehmen, werden die Jungs neben mir von einem Kamerateam gefilmt und ausgelacht, weil sie eine kleine Digitalkamera auf einem riesigen Stativ fixiert haben.

17:30 Uhr
, der gleiche Platz, nur ein wenig enger – Endlich ist es so weit. Steven Gätjen moderiert das Event und begrüßt Premierengäste und Stars direkt an der Einfahrt. Vollkommen überraschend ist tatsächlich Tom Cruise als Erster am Teppich. Er verschwendet keine Sekunde und wendet sich sofort an die wartenden Fans. Dem gemeinen Pressemob wird schnell klar, dass es noch lange dauern dürfte, bis er in den hinteren Bereich des Teppichs kommt. Dafür lassen sich die Premierengäste nicht lumpen. „Bully“ Herbig und Rick Kavanian stehen direkt an den Kameras, lassen sich allerdings danach nicht bei den Online-Vertretern blicken – schade. Keinesfalls ersatzwürdig stellt sich dafür Verena Kerth vor die leicht überraschten Reporter, in der Hoffnung wenigstens hier ein wenig Beachtung zu finden. Wenige Minuten lächeln und posieren später marschiert sie mit einem empörten Blick davon. Irgendwie hat sich keiner für sie interessiert. Um das Selbstwertgefühl dennoch zu steigern, erzählt sie am nächsten Tag in ihrer Radiosendung von der schrecklich aufdringlichen Presse – Wunschdenken.

 

19:15 Uhr, es wird noch enger – Simon Pegg! Endlich mal eine gute Nachricht. Simon Pegg begibt sich zu den Kameras und wirkt Interview für Interview immer lustiger. Voller Vorfreude mache ich mein Diktiergerät bereit, doch mein Grinsen friert ein. Eine unverschämte PR-Frau zieht Simon direkt an mir vorbei zu den Radio-Vertretern. Jetzt bin ich beleidigt!

 

19:30 Uhr, ich kriege keine Luft mehr. – Aus irgendeinem Grund drängeln sich immer mehr Pressevertreter an die Absperrung. Tom Cruise kommt näher. Immerhin soll die Vorführung in weniger als einer Stunde losgehen. Zwischenzeitlich drängen schwarz gekleidete Sicherheitsposten die „weniger“ bekannten Premierengäste von den Pressevertretern weg. Der Platz muss frei sein, damit die wahren „Stars“ hier problemlos vorbei kommen. Direkt neben mir stellt sich Paula Patton an die Mikrofone. Sie erzählt davon, wie wahnsinnig mutig Tom Cruise bei den Stunts war und wie sehr sie es schätzt mit Kollegen wie ihm und Simon Pegg spielen zu dürfen. Ich stelle mir die Frage, wie lange sie wohl bei den Fans am Außenbereich beschäftigt war, denn ihr Kleid ist ein Hauch von „Nichts“. Ob da wohl Morgen ein Hollywoodstar mit einer Erkältung aufwacht?

 

20:00 Uhr, alle Pressevertreter drängen auf meinen Platz zu. Ich kann es nicht fassen. Tom Cruise nimmt sich tatsächlich für jeden Fan und für jeden Pressevertreter Zeit. Egal was man über diesen Schauspieler hört und liest, er überrascht einen doch jedes Mal neu. Eine Vertreterin von Paramount gibt uns zu erkennen, dass wir zusammenrücken sollen. Ich halte es erst für einen Witz, muss allerdings einsehen, dass es für Topstars kein „es geht nicht mehr“ gibt. Dann ist es so weit. Tom Cruise steht „direkt“ vor mir und beantwortet sämtlichen Online-Vertretern auf einmal die Fragen. Für das „www“ muss halt eine Interviewrunde reichen:

 

Mr. Cruise. Was denken Sie, ist ihre persönliche „Mission Impossible“?

 

Naja, ich habe eine Menge unterschiedlicher Sachen, die ich gerne mache. Ich weiß nicht, was meine „Mission Impossible“ ist, aber ich liebe es, Filme zu machen. Ich liebe das einfach!

 

Haben Sie nun ein neues Hobby – Hochhäuser erklimmen?

 

*lacht* Ich war tatsächlich letztens beim Empire State Buildung und einige der Leute meinten: „Bitte häng dich hier nicht an die Außenfassade!“ Die sind tatsächlich sehr nervös geworden.

 

Wie halten Sie sich so gut in Form?

 

Ich trainiere einfach viel. Ich trainiere für die unterschiedlichsten Filme. Für jeden Charakter oder Stunt mache ich ein spezifisches Training um meinen Körper in die entsprechende Form zu bringen. Ich habe gerade zuletzt mein erstes Musical abgedreht, welches „Rock of Ages“ heißt. Ich musste also vier bis fünf Stunden am Tag tanzen und zwei bis drei Stunden am Tag singen. Ich wusste davor nicht wie müde man alleine durch Singen werden kann, aber es ist äußerst herausfordernd und macht viel Spaß.

 

Denken Sie die Russen werden ihnen die Zerstörung des Kremls verzeihen?

 

Naja, es ist ein Film. In Hollywood jagen wir alles in die Luft. Wir zerstören z. B. auch das Weiße Haus oder die Freiheitsstatue.

 

Im Film spielen Sie unter anderem an der Seite des bekannten russischen Schauspielers Vladimir Mashkov.

 

Ich bin sehr froh, dass er sich bereit erklärt hat, bei diesem Film mitzuspielen. Er ist wirklich ein sehr talentierter Schauspieler. Es macht wirklich Spaß mit diesem großartigen Cast zusammenzuarbeiten.

 

Was mögen Sie an Deutschland besonders gern?

 

Deutschland hat großartiges Bier, tolle Landschaften und diverse schönen Städte.

 

Haben sie heute die Zeit gehabt, München zu besuchen?

 

Oh ja. Direkt nach der Landung habe ich Brad Bird zu einem Bier eingeladen. Wir haben auch Weißwürste und Sauerkraut probiert.

 

Sie drehen im Film alle ihre Stunts selbst. Wie war das für Sie?

 

Das war toll. Es hat wirklich Spaß gemacht und es war auch richtig herausfordernd. Ich habe Monate im Voraus dafür trainiert, aber wenn man solche Filme dreht, dann macht man eine Menge mit. Es war wirklich aufregend. Beim Dreh waren alle total fokussiert und ich denke nicht, dass jemand Angst um mich hatte, aber es ist schon so, dass der Dreh mit den Stunts sehr ambitioniert war. Mit Brad Bird an unserer Seite war das allerdings kein Problem. Er ist ein richtiger Filmfan und die Möglichkeit das zu sehen und mit ihm Teil von so etwas zu sein, ist wirklich etwas ganz Spezielles.

21:00 Uhr, auf dem Weg nach Hause. Ich bin hundemüde und will nur noch auf mein Sofa. So ein Event schlaucht enorm und auch wenn ich keine Stunts wie Tom Cruise vollführen musste, fühle ich mich gerade so, als habe ich einen knallharten Thriller hinter mir. Zum Glück ist jetzt Wochenende.




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