Monopoly Banking Ultra

Monopoly Banking Ultra

Genre: Brettspiel
Spieleverlag: Hasbro
Empfohlenes Alter: Ab 8 Jahren
Spieldauer: ca. 60 Minuten
Anzahl Spieler: 2 - 4 Spieler

Monopoly Banking Ultra   17.09.2016 von MarS

Einer der wohl bekanntesten Brettspiel-Klassiker ist zweifelsohne Monopoly aus dem Hause Hasbro, auf der ganzen Welt bekannt und geliebt und inzwischen neben der Standard-Version auch in unzähligen Varianten für Fans von diversen Franchise erhältlich. Interessant wird es jedes Mal dann, wenn der Klassiker in abgewandelter Form und neuem Regelwerk veröffentlicht wird, wie im vorliegenden Fall von Monopoly Banking Ultra. Wir haben uns die brandneue Edition einmal genauer angeschaut...

 

Spielbeschreibung

 

Lage, Lage, Lage! Wenn es um Immobilien geht gilt dieser Leitspruch auch in der Weiterentwicklung der erfolgreichen Monopoly Banking Edition. Mieten schwanken, je nach Entwicklung der Gebiete. Alle Karten in diesem innovativen Spiel sind daher elektronisch lesbar. Bankkarten speichern das Vermögen und der elektronische Ultra-Banker behält den Überblick.

 

Das Material, das Spielbrett und die Vorbereitung

 

Der Karton mit den Monopoly-typischen Maßen von ca. 40 x 27 cm ist recht schlicht gehalten, liefert aber schon einmal vorab die wichtigsten Informationen zum Spiel. Im Inneren findet man zunächst die Anleitung sowie das ausgeklappt 50 x 50 cm große Spielbrett, das bereits auf den ersten Blick in einigen Bereichen deutliche Änderungen zu einem Standard-Monopoly aufweist (dazu später mehr) und wie gewohnt aus fester, stabiler Kartonage gefertigt ist. Zusätzlich fällt einem direkt der Ultra-Banker ins Auge, der in einem separaten Fach aufbewahrt wird und das Kernstück von Monopoly Banking Ultra darstellt. Dieser muss vor dem ersten Spiel mit drei AAA/LR03 Batterien bestückt werden, die sich nicht im Lieferumfang befinden. Eingeschweißt und in eigenen Fächern zur späteren Aufbewahrung befinden sich noch die 22 Häuser des Spiels aus Hartplastik, die wie die vier Spielfiguren, welche ebenfalls aus Hartplastik gegossen sind, keine Grate aufweisen, jedoch sehr schlicht und wenig detailliert aussehen. Daneben befindet sich noch der Kartenstapel, bestehend aus insgesamt 49 Karten, die ebenfalls aus Plastik und deutlich dicker als die üblichen Monopoly-Karten sind. Dies sorgt im späteren Spielbetrieb für eine lange Haltbarkeit, denn alle Karten müssen im Spielverlauf immer wieder in den Ultra-Banker eingelesen werden (auch dazu später mehr).

 

Die Spielanleitung

 

Die Anleitung umfasst insgesamt 16 Seiten, abzüglich Vorder- und Rückseite, auf denen lediglich die Spielausstattung bzw. die obligatorischen Warnhinweise zur Batterienutzung zu finden sind. Auf den übrigen 14 Seiten wird ausführlich, wenn auch hauptsächlich in Textform mit wenig Bebilderung, der Spielablauf und die Änderungen zum Standard-Monopoly beschrieben, wobei die Anleitung bereits nach wenigen Seiten genügend Informationen liefert, um mit dem ersten Spiel starten zu können. Alle übrigen aufkommenden Fragen zu Feldern oder der Handhabung des Ultra-Bankers können während des Spiels nachgelesen werden, sind aber auch nach spätestens zwei Spieldurchläufen verinnerlicht. 

 

Das Spielziel

 

Das Ziel des Spiels ist unverändert: Werde der reichste Mann im Ort und treibe alle anderen in den Ruin. Sobald ein Spieler bankrott ist, ist das Spiel zu Ende und der Spieler mit dem größten Vermögen gewinnt.

 

Der Spielablauf

 

Monopoly Banking Ultra verfügt über deutlich vereinfachte bzw. beschleunigte Spielregeln, wodurch das ganze Spiel wesentlich schneller abläuft und auch einmal Zwischendurch eine Runde gespielt werden kann. Vor dem Spiel müssen zunächst alle Mitspieler ihre entsprechende Bankkarte im Ultra-Banker registrieren und erhalten dadurch ein Startguthaben von 1.500,00. Wie üblich werden die Spielfiguren auf dem Los-Feld platziert und schon kann es losgehen. Anstatt den Bahnhöfen, Versorgungswerken sowie Ereignis- und Gemeinschaftsfeldern gibt es auf dem Spielbrett nun zum einen die Ereignisfelder, zum anderen sogenannte Springerfelder, auf denen ein Spieler neben den Straßenfeldern landen kann. Die einzelnen Felder lösen bei Monopoly Banking Ultra folgende Aktionen aus:

 

Straßenfeld 

Sobald der Spieler ein Straßenfeld erreicht, muss dieses gekauft werden. Nach dem Kauf erhält der Spieler die Besitzrechtskarte des Feldes und setzt direkt ein Haus auf die erste Mietstufe. Möchte der Spieler dieses Feld nicht kaufen, so kann er eine Auktion ausrufen (Startgebot: 20,00), die mit Hilfe des Ultra-Bankers durchgeführt wird und bei der jeder Mitspieler nun die Möglichkeit hat, das Straßenfeld zu kaufen. Ist das Straßenfeld bereits im Besitz eines Spielers, ist Miete zu zahlen, die sich nach der Mietstufe, angezeigt durch das Haus auf dem Feld, richtet. Diese kann im Verlauf des Spiels sowohl sinken als auch erhöht werden. Eine Erhöhung kann durch ein Ereignisfeld ausgelöst werden, aber auch durch das landen eines Mitspielers oder der eigenen Figur auf der Straße. Ebenfalls werden die Mieten dann erhöht, wenn ein Spieler alle Straßen einer Farbe in seinem Besitz hat. Senkungen der Miete werden ebenfalls durch Ereignisfelder ausgelöst.

 

Ereignisfeld

Landet der Spieler auf einem Ereignisfeld, muss er eine Karte vom verdeckten Stapel aufnehmen, diese im Ultra-Banker einlesen und im Anschluss die entsprechende Aktion durchführen. Diese kann sowohl für den Spieler selbst, als auch für die Mitspieler Konsequenzen haben.

 

Springerfeld

Das Springerfeld ermöglicht es dem Spieler zum Preis von 100,00 auf ein beliebiges Feld des Spielbretts zu springen (dabei wird nicht über Los gezogen!) und damit zum Beispiel einen Straßenzug einer Farbgruppe schneller zu vervollständigen. 

 

Eckfelder

Die Eckfelder entsprechen dem Standard-Monopoly und haben dementsprechend die gleichen Aktionen zur Folge. Lediglich das "Frei Parken" - Feld hat bei Monopoly Banking Ultra keinerlei Auswirkungen und dient hier lediglich als Ruheplatz.

 

Grundsätzlich ist bei Monopoly Banking Ultra stets beim Eintreffen auf einem Feld die entsprechende Karte und im Anschluss die eigenen Bankkarte einzulesen (Ausnahme: Auktion), denn nur so ist garantiert dass der Ultra-Banker immer auf dem richtigen Stand ist und auch die zu jedem Feld passende Mietstufe korrekt verbucht. Alle Zahlungen sowie Aktionen laufen hier über den Ultra-Banker, der alle Buchungen und Vorgänge sowohl akustisch als auch visuell anzeigt. Ebenfalls wird beim Bankrott eines Mitspielers vom Ultra-Banker der Spieler mit dem aktuell höchsten Guthaben ermittelt, welcher dann als Sieger des Spiels angezeigt wird. 

 

Bildergalerie von Monopoly Banking Ultra (11 Bilder)

Abschließend der Lieferumfang von Monopoly Banking Ultra:

 

  • 1 Spielbrett
  • 1 Elektronischer Ultra-Banker (3x 1,5V AAA/LR03 Batterien nicht enthalten)
  • 4 Spielfiguren
  • 4 Bankkarten
  • 22 Häuser
  • 45 Karten (22 Besitzrechtskarten, 23 Ereigniskarten)
  • 2 Würfel
  • 1 Spielanleitung

Das Fazit von: MarS

MarS

Monopoly Banking Ultra beweist, dass auch in einem Brettspiel-Klassiker noch viel Potential stecken kann, wenn man nur die Regeln ein klein wenig ändert bzw. modernisiert. Zwar beschränken sich die taktischen Elemente nun auf die Auktionen sowie die Möglichkeit, per Springerfeld begehrte Felder zu ergattern, die durch den Spielablauf reduzierte Spielzeit ermöglicht jedoch im Gegenzug auch einmal eine relativ schnelle Partie Monopoly für zwischendurch. Monopoly Banking Ultra erreicht zwar nicht die Klasse der Standard-Variante, macht aber richtig Spaß und ist nicht zuletzt dank den steigenden und fallenden Mieten sowie der Komponente des Ultra-Bankers eine tolle und abwechslungsreiche Alternative. 


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