Monopoly Star Wars - Erwachen der Macht

Monopoly Star Wars - Erwachen der Macht

Genre: Brettspiel
Autor: Original Monopoly: Elizabeth Magie, Charles Darrow
Spieleverlag: Hasbro
Empfohlenes Alter: 8+
Spieldauer: 60 Minuten
Anzahl Spieler: 2-4

Monopoly Star Wars - Erwachen der Macht   14.12.2015 von Panikmike

Momentan stehen alle Flaggen in Richtung Star Wars. Aufgrund des bevorstehenden Kinoereignisses des siebten Teils, werden viele Franchises und besonders Spielwaren mit der bekannten Marke kombiniert. Der Spielehersteller Hasbro hat in seinem Repertoire schon viele Star Wars Artikel, zu dem sich noch das neue Monopoly Star Wars Edtion dazu gesellt. Mehr dazu bei uns…

 

Das Spielbrett, das Material und die Vorbereitung

 

Ausgeklappt ist das Spielbrett kleiner als bei den anderen Monopoly Varianten, was aber besonders die schnittige Form ausmacht. Im Quadrat gemessen braucht man mindestens einen Platz von 50x50cm, was auch auf kleineren Tischen spielbar ist. Das Spielbrett zeigt in sehr bunten Farben verschiedene Planeten und die typischen Monopoly-Straßen mit bunten Markierungen und einem Wert. Die vier Spielfiguren sehen schick aus, sind aber mit den Zinnfiguren aus dem normalen Monopoly nicht vergleichbar. Das Spielgeld ist zweckmäßig, schade dass man an dieser Stelle keine Star Wars Abbildungen oder schöne Artworks draufgemacht hat. Hotels und Häuser im klassischen Sinne gibt es nicht, dafür markiert der Besitzer seinen Planeten mit einem blauen beziehungsweise roten Plättchen mit seinem Symbol darauf.

 

Die Vorbereitung vom neuen Monopoly Ableger dauert nur wenige Minuten. Jeder Spieler sucht sich eine Seite (Imperium oder Rebell) aus und nimmt sich die dementsprechende Symbolkarte und die Spielfigur. Wichtig hierbei ist, dass beide Seiten gleichmäßig verteilt sind. Spielen nur drei Mitspieler mit, so gibt es vor dem Start eine Sonderregel. Danach werden die Machtkarten gemischt und platziert und jeder Spieler darf sich drei Karten seiner Seite ziehen. Ein Spieler wird noch zum Bänker ernannt, der dann das Spielgeld und die Stützpunkte verteilt. Der jüngste Rebell darf beginnen – Möge die Macht mit ihm sein.

 

Die Anleitung

 

Kurz und knapp bekommt der Käufer eine Spieleanleitung von Hasbro auf handlichen neun Seiten in einem etwas größeren Postkartenformat zum Aufklappen. Die geänderten Regeln des ursprünglichen Monopolys sind schnell erklärt und nach innerhalb von nur fünf Minuten kann schon losgelegt werden. Schön dabei ist auch eine Erklärung der acht Planeten aus dem Film, die auf dem Spielbrett gekauft werden können.

 

Das Spielziel

 

Anders als beim herkömmlichen Monopoly können sich die Spieler miteinander verbünden, um die entscheidende Schlacht um die Planeten für sich zu entscheiden. Wenn alle Planeten verkauft wurden, siegt der Spieler mit den meisten Stützpunkten. Doch Vorsicht, durch Aktionen eines Kopfgeldjägers kann man schneller Planeten verlieren, als man Kopfgeldjäger schreiben kann.

 

Der Spielablauf

 

Die Regeln vom Original wurden abgeändert, beziehungsweise vereinfacht. Dies heißt aber noch lange nicht, dass es minder Spaß macht. Die Spieler würfeln ebenso und ziehen die Punktzahl auf dem Spielfeld weiter. Landet man auf einem Stützpunkt eines Planeten, so muss dieser gekauft werden. Wer kein Geld mehr hat oder aber keine Lust auf die Investition, der kann den Stützpunkt auch versteigern. Es können alle Spieler bei einem Anfangsgebot von 10 Credits mitbieten. Der Meistbietende gewinnt und bekommt das Planetenfeld. Dafür legt man einfach eines seiner Steine auf das Spielbrett, Häuser oder Hotels im klassischen Sinne gibt es nicht. Schlecht gemacht sind die Markierungssteine, denn für beide Spieler einer Fraktion sind es dieselben Steine. Sie werden nur auf die richtige Seite gedreht (beide Seiten zeigen ein anderes Symbol) und markieren den Besitzer. Das Problem ist allerdings, dass man nicht sofort erkennen kann, wem der Stützpunkt gehört. Hasbro hätte hier eine farbliche Markierung oder etwas in der Art machen müssen. Wenn ein anderer Spieler auf ein verkauftes Feld kommt, muss Miete gezahlt werden. Gehört der Spieler zur eigenen Fraktion, dann darf er den zu zahlenden Betrag halbieren.

 

Zu den normalen Planetenfeldern gibt es noch Sonderfelder, die man teilweise auch vom Original kennt. Da wären natürlich die Klassiker wie das LOS, FREI PARKEN, GEHEN SIE IN DAS GEFÄNGNIS und das GEFÄNGNIS-Feld selbst, Monopoly Star Wars bietet hier aber noch mehr. Zwei Felder sind neu, welche es in sich haben. Zum einen wäre da der HYPERANTRIEB, mit dem man auf ein freies Planetenfeld springen kann. Dadurch gibt es den Vorteil, dass man auch zwischen verkauften Planeten landen kann und das Spiel somit auch schneller vorbei ist. Zum anderen wäre da der KOPFGELDJÄGER. Hier kann man ein freies Planetenfeld kostenlos übernehmen oder aber sogar ein Feld eines anderen Spielers abluchsen.

 

Zudem gesellen sich noch die zwei bekannten Eigenschaftsfelder hinzu, welche hier Machtkartenfelder (Rebellen und Imperium) heißen. Schön ist hier die Idee, dass die Karten für die Rebellen eine andere Bedeutung haben als für das Imperium. Kommt ein Rebell auf ein Rebellenfeld, so gibt es ein verdammt gutes Ereignis, welches zu jeder Zeit ausgespielt werden kann. Landet ein Rebell allerdings auf einem Imperiumfeld, dann gibt es eine Aktion, die sofort ausgeführt werden muss und für den Spieler negativ ist. Bei den Imperialisten ist es andersrum. Die Machtkarten können das Spiel schlagartig ändern, denn so kann es zum Beispiel passieren, dass sich der Besitzer eines Stützpunktes ändert oder aber, dass man ganze Planeten oder viel Geld verliert.

 

Das Spiel endet, wenn alle Planeten besiedelt sind. Derjenige, der die meisten Stützpunkte besitzt, gewinnt das Spiel und darf die Macht in sich spüren.

 

Bildergalerie von Monopoly Star Wars - Erwachen der Macht (11 Bilder)

Lieferumfang

 

  • 1 Spielplan
  • 4 Spielfiguren (Luke Skywalker, Darth Vader, Finn und Kylo Ren)
  • 48 Stützpunkte (doppelseitig)
  • 36 Machtkarten (Rebellen und Imperium)
  • 4 Symbolkarten
  • 2 Würfel
  • 1 Satz Spielgeld (10er, 20er, 50er, 100er und 500er)

Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Ich mag Monopoly seit meiner ersten Spielesitzung als Kind, doch mittlerweile weiß man überhaupt nicht mehr, welche Variante man spielen soll. Wo man beim Hersteller Winning Moves nur die Ursprungsvariante mit einem anderen Thema bekommt, so ändert Hasbro selbst oftmals die Spielmechaniken, das Spielbrett und die kompletten Designs. Die Monopoly Star Wars Edition spielt sich anders, und das ist auch gut so. Zum einen ist die Spieldauer drastisch reduziert, sodass man kaum über eine Stunde kommt. Zum anderen spielt sich alles durch die vereinfachten Regeln viel lässiger und charmanter. Keiner kann Bankrott gehen, es muss nicht permanent rumgerechnet werden und es gibt keine Hypothek, Häuser oder Hotels. Wer sich bei diesen vereinfachten Regeln heimisch fühlt und zusammen mit bis zu drei anderen Mitspielern ins Star Wars Universum eintauchen möchte, der ist hier genau richtig. Allerdings gibt es auch Mankos wie zum Beispiel das Problem mit den Spielsteinen, welches ich im Artikel beschrieben habe. Ebenso finde ich die Figuren sehr einfach und vor allem waren die Lichtschwerter schon beim Öffnen der Verpackung leicht verbogen, da sie nur aus weichem Plastik bestehen. Wer sich das klassische Monopoly mit denselben Regeln erwartet, sollte lieber zu einer anderen Alternative greifen! Fans können getrost zuschlagen, denn durch die einfachen Regeln und die sehr fiesen Machtkarten kommt immer ein Pep ins Spiel, welcher beim normalen Monopoly fehlt. Dennoch vergebe ich „nur“ 7 von 10 Punkten, da ich für die Mankos einen Punkt abziehe. 


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