Moon Diver

Moon Diver

Publisher: Square Enix
Entwicklerstudio: Feel+
Genre: Action
Sub-Genre: Side-Scroller
Art: PSN- Downloadtitel
Erscheinungsdatum: 29.03.2011
USK 12

Moon Diver   18.04.2011 von GloansBunny

PSN + Square Enix = Moon Diver... Ja, richtig gelesen, ganz plötzlich ist er da, der neue Side-Scroller des weltbekannten Erfolgsstudios! Ob diese Gleichung aufgeht oder die PlayStation 3 (und bald folgend auch die XBox 360) lieber dem Internet fern bleiben sollte, erfahrt Ihr hier...

 

Wir schreiben das Jahr 2081 in einer nicht allzu fernen Zukunft. Ein nicht ganz unbekannter Schurke namens Faust hat es tatsächlich geschafft, die Erde (respektive Europa) zu verwüsten. Mit seiner Armee aus Monstern, Mutanten und Jüngern zieht der Dämonenkönig umher, immer auf der Suche nach weiteren Opfern. Doch Faust hat die Rechnung ohne die Menschheit gemacht, denn fünf tapfere Krieger sind verblieben, die das Fortbestehen der eigenen Rasse sichern wollen - mit allen Mitteln...

 

Gestartet wird mit einem von vier Charakteren, Nummer 5 im Bunde ist erst nach gewissen Anstrengungen spielbar. Seyfert, Hitori, Tolby und Ourion unterscheiden sich dabei nicht nur optisch, sondern auch von der Schnelligkeit beim Entwickeln der Attribute. Der eine erreicht so zum Beispiel schneller mehr Angriffsstärke, die andere höhere Magielevel. Auch in Punkto Trefferpunkte, sprich "Energie", gibt es Unterschiede. Diese Basiswerte fallen aber nicht lange ins Gewicht, denn mit jedem besiegten Gegner erhält man Erfahrungspunkte und steigt somit in seinen Fähigkeiten auf. Am Ende jedes Abschnittes darf der Spieler dann selbst entscheiden, welche Fähigkeiten aufgewertet werden sollen. Im späteren Spielverlauf darf man dann auch aus unterschiedlichen Spezialangriffen oder Zaubern wählen, hier "MoonSault- Kombinationen" genannt.

 

So viel zum Levelsystem. Einfach, bewährt und für einen Downloadtitel ausreichend genug, um etwas Rollenspielflair in Moon Diver zu bringen. Mehr muss auch nicht sein, denn was dieses Arcade - Game wirklich ausmacht, ist seine Gestaltung. Ganz nostalgisch scheucht man seine Figur in Seitenansicht von links nach rechts durch verschiedene Areale. Fabrik, Wald, Höhle, Ruine - egal welches Gebiet man durchkämpft, die Hintergründe sind immer aufs Neue schön abwechslungsreich gezeichnet und laden zum genaueren Hinsehen ein - zumindest theoretisch. Denn praktisch sieht das Ganze so aus: Man betritt ein Level und los geht die Action! Ständig stürmen dem Kämpfer neue Gegnertypen entgegen und machen Ärger. Den bekommen sie natürlich auch. Mit dem linken Stick bewegt man die eigene Spielfigur, gesprungen wird mit der X-Taste, ein kurzer Druck auf das Viereck teilt Schläge und Tritte aus, gedrückt halten bewirkt ein Aufladen des Angriffes.  Ducken und Gleiten sind als Aktionen auf die Schultertasten verteilt. Besonders knallig und bunt wirds aber erst mit der Kreistaste. Diese setzt die oben beschriebenen MoonSault-Kombination (MK) frei - optisch klasse umgesetzt mit Feuer, Eis, Blitz und anderen Hinguckern. Zwar verbrauchen diese MKs Mana, sind aber dementsprechend effektiv gegen die Widersacher. Diese sind zahlreich vertreten, teilweise rotten sie sich zu ganzen Horden zusammen und greifen mit viel Getöse von allen Seiten gleichzeitig an. Einige Gegner benötigen nur ein bis zwei Schläge, andere segnet erst nach mehreren Attacken das kurz animierte Zeitliche. Die Bosskämpfe sind die haarigsten Momente in Moon Diver und fordern auch das ein oder andere Mal etwas mehr Köpfchen als das sonst vorherrschende "auf-die- Tasten-kloppen". Denn auf Letzteres beschränkt sich das Spiel zumeist. Was anfangs richtig viel Spaß macht, wird mit der Zeit monoton und nervig. Daran kann leider der tolle Soundtrack auch nichts ändern, der mit rockigen Sounds für Spannung sorgt. Die Bildschirmtexte sind zwar gut eingedeutscht, leider hat Square Enix aber komplett auf eine Sprachausgabe verzichtet. Selbst die Zwischensequenzen werden nur musikalisch vertont. 

 

Umso positiver fällt dafür der Eindruck im PlayStation-Network- Multiplayermodus aus. Online und an der heimischen Konsole können bis zu vier Kämpfer zeitgleich die Welt zurückerobern. Dass ein Direkteinstieg ins laufende Spiel jederzeit möglich ist, fördert den Mehrspielerspaß ohne Einschränkungen. So kann ein weniger starker Held gemeinsam mit einem maximal aufgerüsteten Spieler schnetzeln, was die Glasfaserleitung in der Wand so hergibt. Vor allem ein Leckerli tut der Langzeitmotivation beim Spielen in der Gruppe besonders gut: die Möglichkeit, MoonSault-Kombinationen miteinander zu verbinden. Per Kreistaste startet man eine Kombinationsanfrage. Wird diese akzeptiert, vereinigen sich die MKs der jeweiligen Spieler zu einem großen Angriff, der fast das ganze Bild ausfüllt - das macht Laune! Und ganz nebenbei: Natürlich darf man sich auch in eine Bestenliste eintragen, wenn man möchte...


Das Fazit von: GloansBunny

GloansBunny

Nicht selten ist das ein oder andere Schmuckstück von Spiel in der schier unendlichen Flut an Downloadtiteln untergegangen. Moon Diver könnte das gleiche Schicksal drohen, denn Arcade-Titel gibt es viele. Dieser Side- Scroller hat die ersten Stunden richtigen Unterhaltungswert. Mit seinen tollen Hintergrundbildern und den knallbunten Animationen gibt es viel fürs Auge, eine einfach zu erlernende Steuerung und gutes Balancing im Levelsystem machen Laune. Etwas Rollenspielcharakter sowie abwechslungsreiche, teils knackige Bossfights sprechen auch weniger versierte Genrefans an. Leider mangelt es im Singleplayermodus an der Langzeitmotivation, da es meistens ausreicht, mehr oder weniger gezielt auf ein bis zwei Tasten zu drücken. Liebhabern von Mehrspieler-Action dürfte Moon Diver hingegen das Herz erwärmen, denn sowohl off- als auch online mit bis zu vier Mitstreiern gegen Faust anzutreten, diverse Kombinationen zu testen und unzählige Monsterhorden zu plätten, entschädigt den doch relativ hohen Preis von knapp 13 Euro.


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positiv negativ
  • Knallbunte Grafik
  • Mehrspielermodus on- und offline
  • Gutes Balancing, einfache Steuerung
  • Klasse eingedeutschte Bildschirmtexte
  • Auch für jüngere Spieler geeignet
  • Rockiger Soundtrack
  • Keine Sprachausgabe
  • Wenig Langzeitmotivation im Singleplayer
  • Relativ hoher Preis





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