Motel Room 13

Motel Room 13

Originaltitel: The Bag Man
Genre: Thriller
Regie: David Grovic
Hauptdarsteller: John Cusack
Laufzeit: DVD (109 Min) • BD (109 Min)
Label: Constantin / Highlight Film
FSK 18

Motel Room 13   11.03.2014 von GloansBunny

Was haben ein ranziges Motel, eine ominöse Tasche samt unbekanntem Inhalt und John Cusack gemeinsam? Richtig: einen gewaltigen Berg voller Leichen. Ist Motel Room 13 das Hilton aller Filme oder stinkt er wie ein altes, muffiges Schullandheim? Die Sofahelden wagen den Check In ...

 

Profikiller Jack (John Cusack) erhält von dem rücksichtslosen Syndikatboss Dragna (Robert De Niro) einen vermeintlich einfachen Auftrag: Er soll eine Tasche unbekannten Inhalts in ein  heruntergekommenes Motel bringen und dort auf Dragnas Ankunft warten. Die einzige Bedingung des mehr als lukrativen Jobs ist, dass Jack die Tasche auf keinen Fall öffnen darf. Tut er es doch, gilt der Deal als geplatzt. Zunächst verläuft alles problemlos, doch kaum in der Absteige angekommen, scheinen plötzlich eine Menge merkwürdiger Gestalten nur auf Jack und seine Tasche gewartet zu haben. Neben dem dubiosen Motelbetreiber, einem Drogendealer samt kleinwüchsigem Schergen und zwei korrupten Polizisten trifft Jack dort auch auf die zwielichtige Schönheit Rivka (Rebecca Da Costa), die in Jacks Apartment Zuflucht sucht. Nach und nach häufen sich die Zwischenfälle und Jack hat seine Mühe, bei all den Widersachern am Leben zu bleiben. Doch als Boss Dragna schließlich auf der Suche nach der Tasche im Motel erscheint, nimmt das Schicksal plötzlich eine ganz neue Wendung ...

 

Motel Room 13 sieht gut aus. In grellem Rot flackert der Titel bedrohlich vor sich hin, der Schriftzug beleuchtet düster die ernsten Gesichter von John Cusack und Robert De Niro. Zwei Topstars plus eine optisch ansprechend aufgemachte Beschreibung eines Thrillers auf einer Blu-ray, das kann doch nur gut sein, oder? Falsch. Motel Room 13 entpuppt sich als langatmiger, vorhersehbarer und spannungsarmer 08/15-Film. Die Story bietet bis kurz vor Schluss kaum Überraschungen, die Charaktere bieten wenig Tiefgang und die Szenen ähneln sich ein ums andere Mal. John Cusack bemüht sich zwar redlich, seiner Figur Jack Leben einzuhauchen, doch an qualitativer Konsequenz mangelt es leider selbst dem für sonst sehr gute Filme bekannten Virtuosen. Robert De Niro glänzt in seiner Nebenrolle mehr mit Arroganz denn mit Überzeugungskraft und auch die wenig überzeugenden Dialoge wirken stellenweise etwas deplatziert. Einzig die düstere, heruntergekommene Kulisse des schäbigen Motels samt einsamen Umlandes verströmt ein wenig Thriller-Atmosphäre.

 

Bildergalerie von Motel Room 13 (10 Bilder)

Technisch zeigt Motel Room 13 solide Handwerkskunst. Bild- und Tonqualität sind in Ordnung, ein wenig Unschärfen hier und da betonen den "Used Look" des Motels. Der Soundtrack ist wenig eindrucksvoll, aber stimmig platziert und die deutschen Synchronsprecher leisten gute Arbeit. Nach langen 109 Minuten warten im Extras-Menü wenig spektakuläre Einblicke hinter die Kulissen und die obligatorischen Trailer auf ein Paar anspruchslose Blicke.

 

Warum John Cusack und Robert De Niro sich für Motel Room 13 engagieren haben lassen, bleibt ein Rätsel. Vermutlich lief das in etwa so ab:
 

Agent von Cusack: "John, das Drehbuch ist Mist, aber der De Niro spielt mit. Hast du trotzdem Bock?"


Cusack: "Hmm, wenn De Niro mitspielt, kann der Film ja nicht so schlecht sein. Ich hab eh grad nix zu tun, ich mach mal mit."


Das Endergebnis sind 109 Minuten Langeweile, Spannungsarmut und Vorhersehbarkeit. Motel Room 13 ist für eingefleischte Fans der beiden Darsteller interessant, alle anderen können getrost die Finger davon lassen.


Das Fazit von: GloansBunny

GloansBunny

Ein Thriller aus dem Hause Constantin Film, mit FSK 18-Freigabe und noch dazu mit den beiden Topdarstellern De Niro und Cusack? Meine Erwartungen waren hoch. Doch bis auf einen schönen, großen Berg Leichen bietet Motel Room 13 leider wenig Interessantes: Eine vorhersehbare Story ohne viel Tiefgang, langweilige "Wer klopft denn da schon wieder an die Tür?"-Klonszenen und oberflächliche Charaktere sind das Hauptmerkmal des spannungsarmen Thrillers. Meine XBox One hat wohl schon geahnt, was da mit Motel Room 13 auf sie und ihre Besitzerin zukommt. Als sie nach Einlegen der Scheibe stoisch behauptete, es sei keine Disc im Laufwerk, wollte sie mich wohl vor einem langweiligen Filmabend bewahren. Sorry meine Liebe, da stand ich wohl auf dem sprichwörtlichen Schlauch. Nächstes Mal höre ich auf dich!


Die letzten Artikel der Redakteurin:




Kommentar verfassen

Schreibe hier einen Kommentar. Du musst einfach alle Felder, die mit einem *-markiert sind, ausfüllen.

Noch 1000 Zeichen übrig

Meine Eingaben merken?

Ich akzeptiere die AGBs


Kommentare[X]

[X] schließen